Implantation von Herzschrittmachern, Defibrillatoren (ICD) und biventrikulären Systemen zur Unterstützung bei Herzschwäche
| Kontakt | Ansprechpartner | Telefon | Fax |
|---|---|---|---|
| Ärztliche Leitung | Univ.-Prof. Dr. med. T. Rostock | 06131 17-7218 | 06131 17-5534 |
| Anmeldung ICD- / Schrittmacherimplantation | Sekr. Frau R. Stauder-Eiers | 06131 17-7218 | 06131 17-5534 |
| Anmeldung ICD-Sprechstunde | Frau Kollmus | 06131 17-7058 | |
| Bei ICD-Notfällen | Intensivstation 605 / 2A | 06131 17-2741 |
Informationen für Patienten zu rhythmologischen Eingriffen und Operationen
Zu den verwendeten Implantaten gehören Herzschrittmacher, implantierbare Defibrillatoren und biventrikuläre Systeme zur kardialen Resynchronisation. Alle Implantationen werden bei uns von chirurgisch geschulten Kardiologen vorgenommen. Der Patient ist bei Bewusstsein; für die Implantation all dieser Systeme ist keine Vollnarkose notwendig. Nach örtlicher Betäubung des Operationsgebiets unterhalb des Schlüsselbeines wird auf dem Brustmuskel (Musculus pectoralis) eine Tasche für das Gerät präpariert. Heutzutage können sowohl Schrittmacher als auch ICD unterhalb des Schlüsselbeins eingebaut werden. Die notwendigen Elektroden werden nach Punktion der Schlüsselbeinvene in das Herz vorgebracht.

- Herzschrittmacher
Von großer Bedeutung für den Erfolg der Therapie bei der individuellen Person sind die korrekte Indikationsstellung und die optimale Wahl des Aggregats. Durch die biventrikuläre Stimulation über eine zusätzliche Elektrode im Koronarsinus kann heute auch schon vielen Patienten mit einer ausgeprägten Herzschwäche geholfen werden. Auch diese Systeme können in örtlicher Betäubung bei uns eingebaut werden. Aufgrund der drei unterschiedlichen Elektroden, die im Herz zu platzieren sind, ist die Implantation eines biventrikulären Systems komplexer und kann mehrere Stunden dauern. Durch Mitwirkung an Weiterentwicklungen der Gerätehersteller im Rahmen von internationalen Studien werden bei uns technische Neuerungen frühzeitig berücksichtigt.
Bei implantierbaren Defibrillatoren wird nach Beendigung der OP das Gerät getestet. Hierzu wird über das Gerät Kammerflimmern ausgelöst und nachfolgend die erfolgreiche Funktionsweise bei der Beendigung des Kammerflimmerns überprüft. Alle Implantationen von Schrittmachern, ICD und biventrikulären Systemen sind heutzutage Routineeingriffe und nur selten mit Komplikationen verbunden. Durch Programmierung von außen kann eine Optimierung der Funktionsweise des Gerätes des Schrittmachers, ICD oder biventrikulären Systems erzielt werden. Hierzu sind die Kontrollen in unserer Ambulanz von großer Bedeutung. Durch telemedizinische Überwachung können möglicherweise die Abstände dieser Kontrolle in Zukunft verlängert werden.
