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II. Medizinische Klinik
und Poliklinik
Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin
 

Erwachsenen-Echokardiographie im Rahmen der Kardiologie

Kontakt
Kontakt Telefon Fax
Ärztliche Leitung Dr. med. R. S. von Bardeleben 06131-17-2892  
Sekr. Frau C. Walter 06131 17-2385 06131 17-6616
Terminvereinbarung 06131 17-2586 06131 17-6616
das Team der Echokardiographie-Abteilung
das Team der Echokardiographie-Abteilung

Echokardiographie ist ein Ultraschall-Verfahren, mit dem nicht-invasiv Morphologie und Funktion des Herzens dargestellt werden.

Die Abteilung für Echokardiographie verfügt über fünf moderne dreidimensionale Ultraschallgeräte und ein tragbares hochmobiles Ultraschallsystem, die ausschließlich im Rahmen der kardialen Ultraschalluntersuchung eingesetzt werden. Die Untersuchungen werden von erfahrenen Kardiologen und Kardiologinnen sowie von Ärzten und Ärztinnen in der Weiterbildung unter Aufsicht durchgeführt. Alle Bilddaten werden digital zentral über 10 Jahre archiviert und stehen bei Bedarf jederzeit auf mobilen Datenträgern zur Verfügung. Ein freundliches Team von fünf examinierten Krankenschwestern sorgt für Ihr Wohlbefinden sowie für einen reibungslosen Ablauf  Ihrer Untersuchung.

Weitere Ultraschallgeräte sind zusammen mit der mobilen Ultraschalleinheit in den Räumen der kardiologischen Brustschmerzeinheit (Chest Pain Unit) in Kooperation mit dem integrierten Notfalldienst CardioAcut der Mainzer Kardiologischen Praxis sowie in den Räumen der kardiologischen Intensivstation und des Herzkatheterlabors verfügbar. Diese Notfalleinheiten befinden sich in einem Gebäude in unmittelbarer Nähe, was eine rasche Notfalldiagnostik erleichtert. In der benachbarten Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie stehen weitere zwei Ultraschalleinheiten bereit, die für intraoperative Ultraschalluntersuchungen und bei postoperativen Patienten genutzt werden.
Ein 24-stündiger Echo-Rufdienst gewährleistet die Verfügbarkeit der transthorakalen und transösophagealen Echokardiographie in Notfällen wie Herzklappenentzündungen, Infarkten oder Dissektionen rund um die Uhr auch an Wochenenden in der Notaufnahme und den Intensivstationen. Wichtige Befunde können innerhalb des digitalen Kliniknetzes innerhalb von Minuten in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie digital demonstriert und diskutiert werden. Erweitert werden die Bildgebungsmodalitäten durch die Kooperation mit der radiologischen Klinik zur Durchführung moderner 64-Zeilen-Computertomographien (64-CT) und der Kernspintomographie (CardioMRT), die das Spektrum bei koronarer Herzerkrankung, angeborenen Vitien und der Diagnostik der Herzmuskelentzündung (Myokarditis) wirkungsvoll unterstützen.

Jährlich werden derzeit ca. 11.000 Routineuntersuchungen durchgeführt.  Die Hauptzahl der Untersuchungen kann von transthorakal (von der Körperoberfläche)  strahlenfrei und schonend innerhalb von 10-15 Minuten durchgeführt werden. Allle modernen Ultraschallgeräte verfügen über die Möglichkeit einer kontrastmittelverstärkten und mehrdimensionalen Aufnahmetechnik (3D), welche die Beurteilung von komplexen Erkrankungen insbesondere der Ventrikel und Herzklappen verbessert. In der genauen Untersuchung der Herzklappen und der Suche nach Ursachen für Schlaganfälle werden in Kooperation mit den kardiologischen und neurologischen Stationen und Ambulanzen ca. 1.200 bis 1.500 Schluckschalluntersuchungen (TEE – transösophageale Echokardiographie) durchgeführt werden. Diese Untersuchungen können seit 2007 ebenfalls in sehr hoher Bildqualität dreidimensional durchgeführt werden, was die Detailgenauigkeit in der Planung von Herzklappeneingriffen, interventionellen Verschlußsystemen bei Vorhofdefekten und rhythmologischen Interventionen wie der Behandlung des Vorhofflimmerns deutlich verbessert.

Stressechokardiographische Untersuchung
Stressechokardiographische Untersuchung

Ein Schwerpunkt der Abteilung ist in der Erkennung der koronaren Herzerkrankung die ambulant durchführbare Stressechokardiographie. Sie wird in Form einer ergometrischen Belastung auf dem Fahrrad und bei orthopädischen Erkrankungen unter medikamentöser Belastung als Dobutamin-Stress angeboten. Auch hier können Methoden der Bildverbesserung mit Echokontrastmitteln und mehrdimensionale Auswertungen angeboten werden. Die Zahl der täglich durchgeführten Spezialuntersuchungen liegt bei 7-8 Untersuchungen, was ca. 1400 Stressechokardiographien im Jahr entspricht.Bei allen Untersuchungen können neben der konventionellen M-Mode-, B-Bild- und Doppler-Echokardiographie weitere moderne Verfahren eingesetzt werden. Die Kontrastechokardiographie der linken und rechten Herzhöhlen erlaubt die verbesserte Detektion von regionalen Wandbewegungsstörungen und kann Ausmaß und Richtung des Blutflusses über Herzwanddefekte nachweisen. Der Einsatz des Gewebedopplers macht Herzfunktionseinschränkungen in der Systole und auch Diastole beurteilbar. Dies ermöglicht die Abklärung von Thorax- und Luftbeschwerden auch bei Patienten, die noch keine Beeinträchtigung der Auswurfleistung ihres Herzens zeigen (diastolische Herzinsuffizienz). Außerdem lassen sich durch die Anwendung des Gewebedopplers und gelegentlich der dreidimensionalen Techniken Patienten mit systolischer Herzschwäche identifizieren, bei denen neuartige Schrittmacher und Defibrillatoren eine geeignete Therapie darstellen (CRT, cardiale Resynchronisationstherapie zur Stimulation beider Herzkammern). Seit 2003 ist es möglich, mit einer neuen Technologie (Phased-Array-Schallköpfe) kardiale Strukturen von transthorakal und seit 2007 auch in sehr hoher Auflösung von transösophageal (Schluckschall) dreidimensional in Echtzeit darzustellen. So können Volumina, Herzfehler und Blutflüsse über Defekte in den Herzwänden in ihrer räumlichen Zuordnung innerhalb weniger Sekunden erfasst werden. Diese Bildqualität steht seit kurzem auch bei Patienten mit Herzrhythmusstörungen und schnellem Herzschlag zur Verfügung und ermöglicht sehr genaue Einschätzungen von angeborenen und erworbenen Herzerkrankungen. Unter der Kontrolle durch Schluckschalluntersuchung werden Herzwanddefekte (Persistierendes Foramen ovale, Atrium-Septum-Defekt) interventionell verschlossen. Auch die Erfolgskontrolle erfolgt von transthorakal und in der Schluckschalluntersuchung. Die Lokalisation von (Rest-)Übertritt kann mittlerweile auch dreidimensional dargestellt werden.

Sprechstunden/Hospitationen/Fachkunde Echokardiographie
Der Leiter der Abteilung, Dr. S. von Bardeleben, besitzt die Anerkennung als qualifizierter Seminarleiter der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM www.DEGUM.de) und Ausbilder der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK www.dgkardio.de) im Bereich Echokardiographie (transthorakale, transösophageale, dreidimensionale und Stress-Echokardiographie).
Für Patienten werden Sprechstunden im Bereich der Herzklappenerkrankung im Bereich erworbener und angeborener Vitien sowie im Bereich der koronaren Herzerkrankung in Verbindung mit einer Ischämiediagnostik.
Im Rahmen der Erlangung der Fachkunde Echokardiographie, aber auch zur Aktualisierung vorhandener Kenntnisse werden jährlich Kurse und Seminare angeboten. Es besteht die Möglichkeit für ärztliche KollegInnen in der Abteilung zu hospitieren.

Notfall-Telefonnummern

Notaufnahme:
Arzt-Telefon: 06131 17-2283
Pflegedienst: 06131 17-3035

Chest Pain Unit:
Arzt-Telefon: 06131 17-7777

Kardiologische
Intensivstation:
Arzt-Telefon: 06131 17-2729

Rhythmushotline für Ärzte:
Telefon: 0172-1763850

Auskunft

Hauptpforte
06131 17-2555

Pforte Geb. 605
06131 17-6310

Patienten-Management

Case-Management:
Frau G. Maas
Tel. 06131 17-5354

Patienten-Aufnahme:
Tel. 06131 17-2633,
      06131 17-3290

Kontakt

Leitung:
Univ.-Prof. Dr. med.
Thomas Münzel
Direktor der 2. Medizinischen Klinik und Poliklinik
Tel. 06131 17-7251 / 5737
Fax 06131 17-6615
E-Mail: tmuenzel@uni-mainz.de

Hausanschrift:
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
2. Medizinische Klinik und Poliklinik
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz