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II. Medizinische Klinik
und Poliklinik
Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin
 

21. Mai 2011

Mainzer Tag gegen den Herzinfarkt

Stiftung Mainzer Herz veranstaltet Infotag

(Mainz, 13. Mai 2011, br) Im Rahmen der regionale Aufklärungskampagne zum Thema Herzinfarkt und Chest Pain Unit (Brustschmerzeinheit, CPU) veranstalten die II. Medizinische Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz und die Stiftung Mainzer Herz am Samstag, 21. Mai von 10 bis 14 Uhr auf dem Mainzer Bahnhofsvorplatz den „Mainzer Tag gegen den Herzinfarkt“. In einem zweistöckigen, roten Original-Londonbus leisten die Veranstalter gezielt Aufklärungsarbeit. Besucher haben die Möglichkeit ihr Herzinfarktrisiko testen zu lassen, mit einem Betroffenen zu reden und sie erfahren, was im Fall eines Herzinfarktes zu tun ist und was genau in der neuen Versorgungseinrichtung Chest Pain Unit passiert. Ziel ist es, über die Risiken eines Herzinfarktes aufzuklären und die CPU im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.

Mit fast 50 Prozent aller Todesfälle sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland nach wie vor die Todesursache Nummer 1. Am häufigsten dabei ist der Tod durch Herzinfarkt, gefolgt von Schlaganfall und Herzschwäche. Etwa 40 Prozent der Patienten, die einen Herzinfarkt erleiden, sterben noch vor Eintreffen eines Arztes. Hauptgrund hierfür ist, dass Patienten zu viel Zeit verstreichen lassen, bevor sie einen Notarzt informieren. Das beste Ergebnis lässt sich bei einer Behandlung des Herzinfarktes innerhalb von einer Stunde („goldene Stunde“) erzielen. Tatsächlich beträgt in Deutschland jedoch die durchschnittliche Prähospitalzeit, also die Dauer vom Beschwerdebeginn bis zum Eintreffen im Krankenhaus, 225 Minuten. Der weitaus größte Anteil der Prähospitalzeit-Verlängerung entsteht durch patientenbedingte Verzögerungen. Vor allem ältere Patienten, Frauen und Patienten, die durch Begleiterkrankungen wie Diabetes und Schlaganfall ein besonderes Risiko für Koronarerkrankungen tragen, haben eine längere Prähospitalzeit.

„Wir sehen die Notwendigkeit, dass wir gerade für ältere Patienten auf die Chest Pain Unit hinweisen müssen. Eine rasche, kompetente Versorgung der Patienten mit Brustschmerzen ist wichtig und die medizinischen Erfahrungen mit dieser Einrichtung sind hervorragend. Die Patienten akzeptieren dieses Versorgungsangebot und nehmen es zahlreich in Anspruch.“, so Univ.-Prof. Dr. Thomas Münzel, Direktor der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik. „Der englische Name ‚Chest Pain Unit’ stößt zwar gelegentlich auf Kritik, doch er orientiert sich an der bereits etablierten Notfalleinrichtung für Schlaganfälle, der ‚Stroke Unit’.“, ergänzt Münzel.

„Die Chest Pain Unit ist für die Stadt Mainz und die umgebende Region ein Segen, ein überzeugendes Konzept, das jederzeit schnelle ärztliche Hilfe bietet“, sagt Herbert Heidel, ein Patient, der erfolgreich dort behandelt werden konnte und die Kampagne unterstützt. „Die Versorgung und Hilfe in der CPU erfolgte ohne Aufnahmebürokratie unmittelbar durch kompetente Herzspezialisten und war umfassend. Dabei beeindruckte mich die persönliche, freundliche und fürsorgliche Atmosphäre, die Prof. Münzel und sein Mitarbeiterteam verbreiten.“

Die diesjährige CPU-Aufklärungskampagne umfasst neben dem „Mainzer Tag gegen Herzinfarkt“ und anderen Aktionen drei Plakatmotive mit den Titeln „Maximale Therapie beim älteren Patienten“, „Offensiv gegen Brustschmerz“ und „Langfristiger Erfolg ist planbar – auch beim Herzinfarkt“. Diese werden in den nächsten drei Monaten auf Bussen im Mainzer Stadtgebiet sowie auf großformatigen Bannern am Hauptbahnhof zu sehen sein.

 

Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und Terminankündigung im Veranstaltungskalender!

 

Weitere Informationen:
Andrea Mänz Grasmück, II. Medizinische Klinik und Poliklinik Universitätsmedizin Mainz und Stiftung Mainzer Herz
Tel.: 06131 / 17 5737, Fax  06131 / 17 5660,
E-Mail: andrea.grasmueck@unimedizin-mainz.de

Pressekontakt:
Dr. Renée Dillinger-Reiter, Stabsstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz, Tel. 06131 / 17 7424, Fax 06131 / 17 3496,
E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de