Bei der funktionellen Kernspintomographie handelt es sich um ein radiologisches Verfahren, das mittels elektromagnetischer Wellen (ohne Röntgenstrahlen und ohne radioaktive Substanzen) verschiedene Organe des menschlichen Körpers untersucht. Es hat eine sehr hohe räumliche Auflösung (1-3 mm), geht aber über die rein morphologische Bildgebung hinaus und stellt Funktionszustände der Organe als Bildinformation dar.

Bisher wird die Methode in Mainz bei Untersuchungen von Gehirn, Herz und Lunge eingesetzt. Dabei können z.B. die Hirnaktivierung bei sensorischer Reizung oder Sprachverarbeitung, die Durchblutung des Herzmuskels oder die Belüftung der Lunge auf nicht-invasive Weise quantitativ erfaßt werden.

Das Anliegen des interdiziplinären Arbeitskreises "Funktionelle Kernspintomographie" ist, die in einzelnen Arbeitsgruppen der beteiligten Fachbereiche (bisher: Klinische und Theoretische Medizin, Chemie, Physik, Sozialwissenschaften) gewonnenen Ergebnisse der Grundlagenforschung zu koordinieren und in die klinische Anwendung hinein zu tragen. Der Arbeitskreis fördert Einzelprojekte und koordiniert gemeinsame Projekte verschiedener Einrichtungen. Der Arbeitskreis organisiert organspezifische Diskussionsrunden und übergreifende Veranstaltungen. Ein besonderes Gewicht liegt auf der fortlaufenden Verfeinerung der Messmethoden.