Difficult Airway Management Kurs
Komplikationen im Rahmen des Airway-Managements sind der wichtigste einzelne Faktor in Bezug auf anästhesiologische Morbidität und Mortalität. Bis zu 30% der anästhesiebedingten Todesfälle sind auf Probleme im Rahmen der Atemwegssicherung zurückzuführen. In gutachterlichen Bewertungen werden die Komplikationen jedoch häufig als „vermeidbar“ eingestuft. Konsequenterweise müssen Behandlungspfade, Techniken und Instrumentarien verfügbar sein, die bei schwierigen Atemwegen ein Scheitern ausschließen. Dabei sollte solchen Instrumenten und Techniken der Vorzug gegeben werden, mit denen der individuelle Anwender ausreichende Übung und Erfahrung hat.

- Videolaryngoskopie
In der Leitlinie Airway-Management der DGAI ist das Erlernen der Prinzipien der Atemwegssicherung in vier Schritten beschrieben:
- Erlernen theoretischer Grundkenntnisse, Kennenlernen der Instrumente
- Erlernen der Grundprinzipien der Atemwegssicherung an Modellen, in der Simulation und am Patienten, Teilnahme an einem Kurs Atemwegssicherung
- Erlernen alternativer Methoden der Atemwegssicherung unter Aufsicht. Durchführung der fiberoptischen Intubation beim anästhesierten Patienten ohne Atemwegsprobleme und später mit Atemwegsproblemen am wachen Patienten.
- Vervollkommnung der Fertigkeiten. Durchführung der Atemwegssicherung bei Patienten mit extremer Pathologie, ständiges Training, Teilnahme an Kursen für Fortgeschrittene.
Der angebotene Kurs „Difficult Airway Management“ vermittelt sowohl Grundprinzipien der Atemwegssicherung, als auch neue Techniken und Strategien. Dabei besteht im praktischen Teil des Kurses ausreichend Zeit, die einzelnen Instrumente an Modellen und in der Simulation kennenzulernen.

SAMSTAG, 17.11.2012
14:00 Uhr Theoretische Einführung
- Unerwartet schwieriger Atemweg - erwartet schwieriger Atemweg
- Alternative Laryngoskopiespatel
- Starre Intubationsendoskope
- Videolaryngoskopie
- Supraglottische Hilfsmittel
- Chirurgischer Atemweg / Punktionskoniotomie
- Atemwegsmanagement beim Kind
- Nebendiagnose "schwierige Intubation" - Voraussetzungen, Dokumentation und GOÄ
- Algorithmus
Ca. 18:30 Uhr Abendessen und Ende des ersten Tages
SONNTAG, 18.11.2012
08:00 Uhr Praktische Übungen in kleinen Gruppen
- Alternative Laryngoskopiespatel
- Starre Intubationsendoskope
- Videolaryngoskopie
- Supraglottische Hilfsmittel
- Chirurgischer Atemweg / Punktionskoniotomie
- Atemwegssimulator
- Fallbeispiele/Falldiskussionen
Ca. 14:00 Uhr Ende des Kurses
Wichtige Informationen
Teilnahmegebühr:
Die Teilnahmegebühr beträgt 200,- Euro
Am Freitagnachmittag (16.11.2012) und am Samstagvormittag findet der 38. P.-P. Kleemann-Kurs für fiberoptische Intubation statt. Es besteht die Möglichkeit beide Kurse zu besuchen. Bei Buchung beider Kurse reduziert sich der Gesamtbetrag auf 350,- Euro.
Siehe auch: P.-P. Kleemann-Kurs für fiberoptische Intubation
Die Gebühr ist spätestens 10 Tage nach Anmeldung auf folgendes Konto zu überweisen:
Sparkasse Mainz
Kto.-Nr.: 102 915 2004
BLZ: 550 501 20
Verwendungszweck: Kostenstelle 94277 FOK
Bei einer Stornierung bis einen Monat vor Kursbeginn wird eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 10,- Euro erhoben. Bei einer späteren Stornierung kann die Teilnahmegebühr leider nicht mehr zurückerstattet werden.
Tagungsort:
Hörsaal HNO-, Augen-, Frauenklinik
Gebäude 102
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz
Das Tagungsbüro befindet sich im Foyer des Hörsaals
Tel.: 06131 17-4029
Parkmöglichkeiten:
Parkplätze auf der Vorderseite der Zahn-, Mund- und Kieferklinik (Geb. 901)
Einfahrt "Am Römerlager" oder im Kliniksgelände.
