Visual Universitätsmedizin Mainz

Simulationszentrum der Klinik für Anästhesiologie

Simulationen sind heutzutage in vielen Bereichen des modernen Lebens nicht mehr weg zu denken. Auch in der Medizin - und hier insbesondere in der Anästhesie - gehört das realitätsnahe Trainieren von Alltags- und Routinesituationen, ebenso wie das richtige Reagieren in zeitkritischen Notfallsituationen, mittlerweile zum Standard. Die Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz verfügt zu diesem Zweck über ein modernes Simulationszentrum, an dem sowohl Studierende, als auch Ärzte aller Ausbildungsstufen, regelmäßig ihre klinischen Fähigkeiten und ihr Notfallmanagement ohne Patientengefährdung verbessern können.

Studierende am Full Scale Simulator

Simulatoren

Es gibt verschiedene Simulatoren, die am Simulationszentrum der Klinik für Anästhesiologie eingesetzt werden:

  1. „Full-Scale-Simulatoren“ oder auch „High-Fidelity Simulatoren“ sind lebensgroße Puppen, mit denen ein Patient nachgebildet werden kann. Computergestützt wird die Physiologie eines Menschen in Echtzeit wiedergeben und über eine technische Apparatur auf die Puppe übertragen. So werden physiologische Signale (EKG, Blutdruck, Puls, Atemstoß, etc.) generiert, die klinisch - also durch Untersuchung – oder technisch (mittels realen Medizingeräten) dargestellt und gemessen werden können. Interventionen wie differenzierte Beatmung, Defibrillation, Medikamentengabe, etc. können wie in Realität vorgenommen werden.
    Im Simulationszentrum werden der Human-Patient-Simlulator (HPS®) der Firma METI/CAE, der SimMan® und das SimBaby® der Firma Laerdal verwendet.
  2.  
  3. „Reanimationstrainer“ sind lebensgroße Puppen ohne physiologische Modelle, die ebenfalls defibrilliert, beatmet und intubiert werden können und Optionen zur Ableitung eines Notfall-EKGs, zur Anlage von intravenösen Zugängen und Thoraxdrainagen bieten. Einfache Zusammenhänge, wie zum Beispiel Herzrhythmenwechsel auf Defibrillation oder die Auswirkung von Herztätigkeit auf den Blutdruck können programmiert werden. Sie dienen hauptsächlich zur Darstellung von Notfallsituationen, um Algorithmen zu üben. Im Simulationszentrum werden verschiedene Reanimationstrainer unterschiedlicher Hersteller eingesetzt.
  4. „Skilltrainer“ sind Modelle von Körperteilen, an denen bestimmte klinische Fertigkeiten geübt werden können. Sie bilden in spezifischen Bereichen die Realität besser ab, umfassen aber nur Teilaspekte der Patientenversorgung. Beispiele sind: Arme für Venenpunktion und Blutabnahme, Spinalanästhesietrainer, Kopf-Hals-Lungenmodelle für Maskenbeatmung und Intubation, etc.

Wichtig für eine effektive Ausbildung ist die Kombination von Skilltrainern, Reanimationstrainern und  Full-Scale-Simulatoren.

Simulationszentrum

Leitender Oberarzt:
Prof. Dr. med. Hendrik Gervais

stv. Oberärzte
Dr. med. Sandra Kurz
Dr. med. Thomas Ott

Ärzte
Dr. med. Gisela Baumann
Dr. med. Anna-Franziska Otto
Dr. med. Susanna Sellin
Jascha Stracke

Kontakt
Tel. 06131 17-5480
Fax 06131 17-6217

E-Mail
 simulationszentrum@uni-mainz.de

Gebäude 405, EG
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz