Visual Universitätsmedizin Mainz

Das Management der Atemwege und die Therapie von Störungen der Atmung sind sowohl notfallmedizinisch, perioperativ als auch intensivmedizinisch von besonderer Bedeutung. Die Arbeitsgruppe untersucht qualitätsrelevante Probleme und Komplikationen des Atemwegsmanagements sowie neue Instrumente (z.B. Videolaryngoskope) und Alternativen zur endotrachealen Intubation (z.B. supraglottische Hilfsmittel) in der Notfallmedizin, im perioperativen Setting und auf der Intensivstation. Zudem werden neue Algorithmen zu Versorgung von Patienten mit schwierigen Atemwegen entwickelt und evaluiert. Zu dem Themenkomplex Management der Atemwege resultieren regelmäßige Veröffentlichungen, Buchbeiträge, und Posterpräsentationen sowie Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen. Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt bildet die Fortbildung von verschiedenen Berufsgruppen durch die Veranstaltung von verschiedenen Kursen und Workshops. Verschiedene Projekte der Arbeitsgruppe werden durch industrielle Drittmittel gefördert.

Einsatz verschiedener Videolaryngoskope bei unerwartet schwieriger direkter Laryngoskopie bei elektiver Narkoseeinleitung

Die unerwartet schwierige Intubation kann schwerwiegende Folgen für den Patienten haben. Es kommt die neue Technik der Videolaryngoskopie bei der unerwartet schwierigen konventionellen Intubation während der Narkoseeinleitung zum Einsatz. Alle Videolaryngsokope, die im Rahmen dieser Studien eingesetzt werden, sind mit speziellen Spateln, einer transportablen Lichtquelle und einer kleinen Kamera mit Weitwinkeloptik ausgestattet. Im Gegensatz zu flexiblen Intubationsfiberskopen sind die Geräte bauartbedingt schneller einsatzbereit. Es werden Intubationsverhältnisse sowie Erfolg der neuen Technik erfasst.

Einsatz des C-MAC Videolaryngoskops in der Intensivmedizin

Das C-MAC Videolaryngoskop der Firma Karl Storz (Tuttlingen, Deutschland) ist eine Weiterentwicklung des seit Jahren eingesetzten Videolaryngoskops nach Berci-Kaplan. Im Gegensatz zum Vorgängermodell ist die Bauweise deutlich kleiner und das Gerät unter Batteriebetrieb voll transportabel. Die Spatelform entspricht dem englischen Macintosh-Spatel Größe 3 und 4 und weist eine Krümmung von ca. 60° auf. Es erfolgt die prospektive Untersuchung der Atemwegssicherung auf einer Intensivstation. Es werden die Erfolgsrate und mögliche Komplikationen bei Verwendung des Videolaryngoskops C-MAC evaluiert.

Erfolgsrate und Komplikationen im Rahmen der Atemwegssicherung in der Notfallmedizin

Die Inzidenz für eine mangelhafte Sicht auf den Larynx im Rahmen der direkten Laryngoskopie ist in der Notfallmedizin im Vergleich zur klinischen Anästhesie erhöht. Die vorliegende Untersuchung soll Komplikationen im Rahmen der direkten Laryngoskopie in der Notfallmedizin erheben und mit der indirekten Laryngoskopie vergleichen.  

Evaluation des C-MAC Videolaryngoskops in der Luftrettung

Mit dem Videolaryngoskop C-MAC erfolgt die Sicherung der Atemwege bei Notfallpatienten. Die Untersuchung wird an Patienten durchgeführt werden, bei denen eine präklinische Sicherung der Atemwege und Beatmung medizinisch indiziert ist. Die Indikation zur Sicherung der Atemwege erfolgte nach den üblichen notfallmedizinischen Kriterien (z.B. Aspirationsschutz, Atemstillstand, Dyspnoe). Neben Zeitbedarf und Erfolgsrate werden Komplikationen und Schädigungen erhoben.

Leitung

Priv.-Doz. Dr. med. Frank Dette

Tel. 06131 17-0
Fax 06131 17-6649

Universitätsmedizin Mainz
Klinik für Anästhesiologie
Gebäude 505
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Stellvertretende Leitung

Dr. med. Nina Pirlich

Tel. 06131 17-0
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Mitarbeiter

Dr. med. Christian Alflen
Dr. med. Marc Kriege