Visual Universitätsmedizin Mainz

Glossar


Ablation – in der refraktiven Chirurgie bezeichnet man damit den Abtrag von (Hornhaut-) Gewebe.

Ablationszone – Der Bereich der Hornhaut, von dem Gewebe mit dem Laser abgetragen wird.

Akkommodation – Die Fähigkeit des Auges, die Fokussierung von Objekten in der Ferne auf Objekte in der Nähe zu ändern.

Brechkraft – Die physikalische Eigenschaft eines optischen Systems, den Verlauf von Lichtwellen zu verändern. Die Brechkraft wird in Dioptrien angegeben. Der Fernpunkt, auf den das Auge fixiert, liegt bei einem Normalsichtigen in der Unendlichkeit. Bei Kurzsichtigen ist er dagegen näher am Auge. Bei einer Kursichtigkeit von -10,0 Dioptrien beispielsweise ist dieser Fernpunkt bei zehn Zentimetern.

Sehschärfe – Kehrwert des in Winkelminuten angegebenen Auflösungsvermögens des Auges. In der Sprache der Augenärzte wird die Sehschärfe mit „Visus“ bezeichnet (von lateinisch videre=sehen). Der vielfach im Alltagssprachgebrauch benutzte Begriff der Sehstärke ist eigentlich sinnlos.
 
All-Laser LASIK – (auch als „Femto-LASIK“ oder “bladeless LASIK” bezeichnet) Hierbei wird ein spezielles Lasersystem mit extrem kurzen Laserpulsen zur Schaffung der oberflächlichen Hornhautlamelle eingesetzt. Eine Klinge kommt bei dieser Prozedur nicht zum Einsatz. Die Abkürzung „Femto“ steht hier für „Femtosekundenlaser“: Die Pulse des Lasers sind von einer Dauer im Bereich von 10hoch-14 Sekunden, d.h. 0,000.000.000.000.01 sek.

Astigmatismus – Unregelmäßigkeiten des optischen Gesamtsystems führen hierbei zu einer Verzerrung des Bildes, das auf die Netzhaut projiziert wird. Meist liegt der Hauptteil des Astigmatismus in der Hornhaut, es gibt jedoch auch einen Linsenastigmatismus. Beides muss bei der Planung eines refraktivchirurgischen Eingriffs berücksichtigt werden.

Cornea – (zu deutsch: Hornhaut) bezeichnet den durchsichtigen vordersten Teil des Auges, wo das auf das Auge auftreffende Licht zuerst gebrochen wird. Die Hornhaut hat den wesentlichsten Anteil an der Gesamtbrechkraft des Auges.

Dioptrien – Dioptrien ist die Maßeinheit für die Brechkraft von Linsen und Linsensystemen, was man auch als deren Vergrößerungs- beziehungsweise Verkleinerungswirkung ansehen kann. Die Brechkraft wird als Kehrwert der Brennweite einer Linse oder eines Linsensystems in Metern angegeben.

Trockenes Auge – (medizinisch: Sicca Symptomatik) Natürlich ist die Oberfläche des Auge in dieser Situation nicht wirklich trocken, sondern durch den Tränenfilm benetzt. Die Zusammensetzung des Tränenfilms entspricht jedoch nicht den Bedürfnissen des Auges, es wird entweder relativ zuwenig wässrige Tränenflüssigkeit produziert oder zuwenig Lipid- oder Muzinanteil. Für den Patienten entsteht typischerweise ein Fremdkörpergefühl oder ein Gefühl des Drucks in bzw. hinter dem Augapfel oder die Augen brennen und sind evtl. auch gerötet.

Endothel - Die Zellschicht auf der inneren Seite der Hornhaut

Epithel -  Die äußerste Zellschicht auf der Hornhaut. Das Epithel wird vom Tränenfilm benetzt und hat eine gute Regenerationsfähigkeit, d.h. Wunden bzw. Defekte heilen rasch und typischerweise ohne zurückbleibende Schäden zu.  Diese macht man sich bei Prozeduren wir LASEK, Epi-LASIK oder PRK zunutze.

Excimer laser – Ein Ultraviolett-Licht Laser, der in der refraktiven Chirurgie zum Abtrag von Hornhautgewebe eingesetzt wird. Jeder einzelne Laserpuls verdampft eine definierte Menge von Hornhautgewebe. Dadurch kann man exakt vorausberechnen, wieviele Laserpulse in welcher Folge an welcher Stelle der Hornhaut appliziert werden müssen, um die gewünschte Verformung zu erzielen.

Hyperopie – der Fachbegriff für Weitsichtigkeit: Die Unfähigkeit des Auges, Objekte in der Nähe ohne übermäßige Akkomodationsanstrengung scharf wahrzunehmen. Bei Weitsichtigkeit muss das Auge sogar für Objekte in der Ferne akkommodieren.

Glare – englischer Begriff, der die Wahrnehmung von Streulicht bezeichnet, was die Sehschärfe und die Qualität des Seheindrucks beeinträchtigen kann.

Halos  - Wahrnehmung von ringförmigen Lichterscheinungen um Punktlichtquellen herum, die durch optische Ungenauigkeiten in oder vor dem Auge zustande kommen.

Haze – sehr feine Trübungen der Hornhaut, die den Seheindruck neblig erscheinen lassen können.

Higher order aberrations
   - Aberrationen höherer Ordnung: Refraktive Fehler, die nicht Nah- oder Weitsichtigkeit oder Astigmatismus sind und die sich durch Brillengläser oder Kontaktlinsen nicht ausgleichen lassen.

Entzündung – Reaktion des Körpers typischerweise auf Trauma, Infektion, Fremdsubstanz o.ä., geht oft mit Schmerzen, Erwärmung des betroffenen Organbereichs, Rötung, Schwellung, Funktionsminderung einher.
In Situ  - Lateinischer Begriff, bedeutet “an Ort und Stelle” bzw. “nicht aus seiner natürlichen Position entfernt”

Iris - the colored ring of tissue suspended behind the cornea and immediately in front of the lens.

Keratectomie – Die chirurgische Entfernung von Hornhautgewebe

Keratotomie – Anlegen chirurgischer Einschnitte in die Hornhaut, um refraktive Effekte zu erzielen

Keratitis – Entzündung der Hornhaut
 
Kerato – Präfix, das den Bezug zur Hornhaut bezeichnet

Keratokonus  - Eine krankhafte Strukturschwäche der Hornhaut, bei der es zu einer typischerweise unregelmäßig konischen Verformung kommt („Aussackung“), die wiederum verschwommenes Sehen zur Folge hat.

Keratomileusis – chirurgischer Abtrag von Hornhautgewebe nach einem vorberechneten Algorithmus mit dem Ziel, die Oberflächenform zu verändern. Der Abtrag wird heute meist mit einem Excimer-Laser vorgenommen.

Laser - the acronym for light amplification by stimulated emission of radiation. A laser is an instrument that produces a powerful beam of light that can vaporize tissue.

Laser Keratome - a laser device used to create a corneal flap

LASIK – Abkürzung für Laser Assistierte In Situ Keratomileusis: Mikrochirurgische Prozedur, bei der zunächst eine oberflächliche Lamelle in der Hornhaut präpariert wird und dann durch gezielten Gewebsabtrag des darunterliegenden Hornhautgewebes eine Formänderung der Hornhaut erzielt wird.
 
Linse – Teil des Auges, der je nach Lebensalter eine begrenzte Fokussiermöglichkeit besitzt. Die Linse verändert ihre Form je nach Blick in die Nähe oder Ferne und ermöglicht dadurch die Nah-/Ferneinstellung.

Mikrokeratom – ein mechanisches mikrochirurgisches Instrument, das mittels einer extrem scharfen Klinge einen Span genau definierter Dicke in der oberflächlichen Hornhaut schneiden kann.

Monovision – Wenn durch refraktivchirurgische Maßnahmen (z.B. Operationen an Hornhaut oder Linse) ein Auge für das Sehen in der Nähe und das andere Auge für das Sehen in der Ferne optimiert wird, bezeichnet man diesen Zustand mit dem Begriff der Monovision.

Myopie – (dt. Kurzsichtigkeit) Ein Fehler in der Abstimmung der Gesamtbrechkraft des Auges, der dazu führt, dass Objekte in der Ferne verschwommen wahrgenommen werden. Dies kommt dadurch zustande, dass der Brennpunkt für das einfallende Licht vor der Netzhaut liegt, d.h. auf der Netzhaut selbst entsteht ein unscharfes Bild. Bei Myopie ist typischerweise der Augapfel relativ im Verhältnis zur Krümmung der Hornhaut und zur Brechkraft der Linse zu lang.

PRK – Abkürzung für Photorefraktive Keratektomie: Hierbei wird die oberflächliche Zellschicht (Epithel) von der Hornhaut entfernt und dann vom darunter freiliegenden Hornhautgewebe mittels eines computergesteuerten Excimer Lasers ein genau definierter Anteil abgetragen. (Daher auch umgangssprachlich als „Oberflächenlaserung“ bezeichnet). Das Epithel heilt typischerweise nach wenigen Tagen wieder ohne Narbenbildung ab.

Presbyopie – (dt. Alters(weit)sichtigkeit). Dadurch, dass die Elastizität der Augenlinse mit fortschreitendem Lebensalter abnimmt, verliert das Auge die Fähigkeit der Naheinstellung, d.h. Objekte in der Nähe können nicht mehr klar auf der Netzhaut abgebildet werden.
 
Pupille – Die Öffnung im Zentrum der Iris, deren Größe sich in Abhängigkeit von der Beleuchtung verändert. Bei Dunkelheit wird die Pupille größer, bei größerer Helligkeit verengt sie sich.

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