Visual Universitätsmedizin Mainz

Refractive lens exchange und Kataraktoperation

Die natürliche Augenlinse ist im jugendlichen und jungen Erwachsenenalter klar und kann durch ihre Elastizität die Fokussierung auf Nähe und Ferne gewährleisten. Im Laufe des Lebens wird das Linsenmaterial steifer und das Auge kann dann immer weniger das Bild in der Nähe „scharfstellen“. Auch diejenigen Menschen, die sonst keine Fehlsichtigkeit haben, benötigen dann eine Sehhilfe (Lesebrille), um Dinge in der Nähe scharf erkennen zu können.

Es ist jedoch nicht nur die Verhärtung der Linse ab dem 5. Lebensjahrzehnt, sondern auch die Verdichtung des Materials, die das Sehen beeinträchtigen kann. Die Linse wird immer trüber, was ab einem bestimmten Ausprägungsgrad als Katarakt („Grauer Star“) bezeichnet wird. Die Patienten nehmen dies als immer stärker neblig werdenden Seheindruck wahr, Konturen werden verschwommen, Farben erscheinen blasser, Fern- und Nahsicht werden schlechter.

Diese Veränderung läßt sich heute durch den chirurgischen Ersatz der eigenen, getrübten Augenlinse gegen eine klare Kunstlinse gut beheben. Die Katarakt-Operation ist in den westlichen Industrieländern die am häufigsten durchgeführte Operation und hat auch die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit.