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Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten
 

Die Geburt/ der Kreißsaal

  Termine Telefon Ort
Kreißsaal 0 - 24.00Uhr 06131 17-7318 Gebäude 102 im 1. Stock

Wenn es soweit ist, dürfen Sie selbstverständlich mit dem eigenen PKW auf das Klinikgelände fahren. Parken Sie bitte auf den regulären Parkplätzen.  

Sie sollten sich in bei uns melden, wenn Sie

  • als Erstgebärende alle 5-10 Minuten Wehen haben
  • als Mehrgebärende alle 10 Minuten Wehen haben
  • Fruchtwasser verlieren. Ihr betreuender Frauenarzt/Frauen- ärztin wird Ihnen bei den letzten Vorsorgeuntersuchungen sagen, ob das kindliche Köpfchen schon fest im Beckeneingang ist. Sollte dies der Fall, können Sie aufstehen und auch laufend kommen. Ist das Köpfchen noch nicht fest oder wenn es sich um eine Steißlage handelt ist ein Liegendtransport anzuraten.
  • Blutungen haben. Sollte nur etwas blutiger Schleim abgehen, ist dies kein Grund zur Beunruhigung, sondern nur ein Zeichen, dass die Geburt langsam in Gang kommt.
        Wir haben 5 Entbindungszimmer wovon, eines mit einer Entbindungsbadewanne ausgestattet ist und Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zur Wassergeburt gibt. Ein weiterer Raum ist das Wehenzimmer, in dem sich werdende Mütter aufhalten können sowie ein Aufnahmezimmer. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Operationssaal, der ausschließlich für eventuell notwendige Kaiserschnittentbindungen zur Verfügung steht. In unserem Entbindungsbereich arbeiten die Hebammen jeweils zu zweit bzw. zu dritt in drei Schichten. Ärztlicherseits befinden sich täglich rund um die Uhr jeweils eine/n Assistenzärztin/Assistenzarzt, eine/n Fachärztin/Facharzt und eine/n Oberärztin/Oberarzt im Dienst.
        Sollte es notwendig werden, ist jeder Zeit ein Kinderarzt/eine Kinderärztin aus unserer Kinderklinik, die nur wenige Meter von uns entfernt ist, abrufbereit. Die Anwesenheit eines Kinderarztes/ einer Kinderärztin bei Früh- und Risikogeburten sowie bei jeder Kaiserschnittentbindung ist bei uns selbstverständlich. Ebenso steht rund um die Uhr ein Narkosearzt/ eine Narkoseärztin zur Verfügung.
            Zur Geburt sollten Sie folgende Dinge mitbringen:
            • den Mutterpaß,
            • einen Bademantel,
            • Hausschuhe
            • evtl. ein Nachthemd oder T-Shirt.
            • Da unsere Entbindungszimmer über eine Musikanlage verfügen, können Sie sich gerne eigene CDs mitbringen, oder aus unserem Musik-Repertoire auswählen. Duftlampen sind vorhanden, sollten Sie bestimmte ätherische Öle bevorzugen, können Sie diese gerne mitbringen.
              Wir möchten Sie bitten nur eine Begleitperson zur Geburt mitzubringen. Erfahrungsgemäß entsteht eine große Unruhe, wenn mehrere Angehörige bei der Geburt anwesend sind. Desweiteren bitten wir von Anrufen von Angehörigen abzusehen, da weder Ärzte noch Hebammen am Telefon Auskunft geben dürfen. Bitte denken Sie auch daran, Proviant für Ihre Begleitperson mitzubringen.Schmerzlinderung unter der Geburt Wenn Sie unter der Geburt das Gefühl haben etwas gegen Schmerzen zu benötigen, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Schmerzlinderung. Akupunktur: Bei der Akupunktur werden die sehr dünnen Akupunkturnadeln an bestimmte Punkte in die Haut gesetzt. Dabei werden körpereigene Stoffe freigesetzt, die der Schmerzentstehung entgegen wirken. Selten kann es bei der Akupunktur zu Nebenwirkungen in Form von Haut- oder Kreislaufreaktionen kommen.

                  Schmerzmittel in Form von Zäpfchen oder Spritzen: Am Anfang der Geburt können leichte schmerzlindernde Zäpfchen verabreicht werden. Falls dies nicht ausreichen sollte, gibt es stärkere Medikamente (z.T. auch mit einer leicht beruhigenden Wirkung) in Spritzenform, die in den Muskel oder in die Vene gegeben werden können. Selten reagieren Frauen auf diese Medikamente mit Übelkeit und Erbrechen oder einer Zunahme des Herzschlages.
                  Periduralanästhesie: Als wirksamste Form der Schmerzlinderung ist die sogenannte PDA (Periduralanästhesie, häufig auch "Rückenmarksspritze" genannt) zu nennen. Das Legen einer PDA ist dann sinnvoll, wenn die Geburt bereits in Gang gekommen ist und der Muttermund leicht geöffnet ist. Die PDA wird von den Narkoseärzten gelegt. Zur Überwachung nach Anlegen einer PDA gehört eine automatische Blutdruckkontrolle und die Überwachung Ihrer Herztöne. Wenn eine PDA optimal liegt verspüren Sie die Wehen noch als Druck, jedoch keine Schmerzen mehr. Wenn sich der Muttermund vollständig geöffnet hat, stellen wir die PDA ab, damit Sie beim letzten Teil der Geburt, der Pressphase, gut mithelfen können.
                  Eine PDA kann nicht gelegt werden, wenn bestimmte Erkrankungen der werdenden Mutter bestehen wie z.B. Gerinnungsstörungen, Blutvolumenmangel oder Infektionen. Da das Legen einer PDA etwa 30-45 Minuten Zeit braucht, kann sie auch im Falle einer dringlichen Situation nicht gelegt werden. Sehr selten kann es beim Legen einer PDA zu Komplikationen kommen wie z.B. ein Blutdruckabfall, eine zu hohe Ausbreitung der Schmerzbetäubung, die versehentliche Durchstechung der harten Hirnhaut mit möglichen nachfolgenden Kopfschmerzen. Die Auswirkungen der PDA auf Ihr Kind sind außerordentlich gering
                  Wenn Sie sich im Rahmen unserer Schwangerenberatung zur Geburt anmelden erhalten Sie ein spezielles Merkblatt über die Periduralanästhesie. Da häufig während der Geburt selbst wenig Zeit ist für ein ausführliches Gespräch, ist es für uns sehr wichtig, daß Sie sich bereits vor der Geburt schon einmal mit dem Thema PDA beschäftigt haben, was, falls eine PDA dann für Sie tatsächlich in Frage kommen sollte, die Aufklärung für uns sehr viel einfacher macht.
                  Begleitend bieten Ihnen die Hebammen unter der Geburt neben der Akupunktur auch Homöopathie und Aromatherapie an.

                  Kaiserschnitt
                  In bestimmten Situationen kann eine Kaiserschnittentbindung notwendig sein. Dies kann bereits vor dem Entbindungstermin feststehen, in diesen Fällen planen wir mit Ihnen gemeinsam den Zeitpunkt der Entbindung, die bereits einige Tage vor dem errechneten Termin liegen sollte. Unter Umständen ergibt sich die Notwendigkeit eines Kaiserschnitts erst unter der Entbindung. Die Form der Narkose werden wir gemeinsam mit unseren Narkoseärzten mit Ihnen besprechen. Bei jeder Kaiserschnittentbindung sind bei uns Kinderärzte zur Versorgung Ihres Kindes anwesend. Auf Wunsch besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass Ihr Ehemann/Partner im Operationssaal anwesend ist. Wir bitten Sie jedoch um Verständnis, dass dies nicht in allen Fällen durchführbar ist. Selbstverständlich können Sie und Ihr Partner nach dem Kaiserschnitt Ihr Baby sehen und bei sich haben.
                  Normalerweise verbringen Sie die erste Nacht nach dem Kaiserschnitt auf unserer Intensiv-Überwachungsstation, wo eine weiterführende Schmerztherapie entweder über den belassenen Periduralkatheter oder über eine von Ihnen kontrollierte Schmerzpumpe erfolgen kann. Ihr Kind wird Ihnen dann von den Kinderkrankenschwestern gebracht.
                    Die Zeit nach der Geburt
                    Nach der Geburt verweilen Sie noch etwa zwei Stunden im Entbindungszimmer. In dieser Zeit können Sie Ihr Kind unter Anleitung der Hebammen das erste Mal anlegen. Anschließend werden Sie auf die geburtshilfliche Station verlegt.
                    Es besteht für Sie die Möglichkeit des 24-Stunden-Rooming-In. Das bedeutet, dass Sie auch während der Nacht Ihr Baby selbst versorgen und sich bei Bedarf jederzeit Hilfe durch die Nachtschwester holen können.
                    Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es Ausnahmen gibt, bei denen ein 24-Stunden-Rooming-In nicht durchgeführt werden kann, zum Beispiel bei Frühgeburtlichkeit des Kindes, erforderlicher Monitorüberwachung oder Phototherapie bei Neugeborenengelbsucht.
                    In der Zeit zwischen 6:30 und 8:00 Uhr morgens sollten sich alles Kinder in der Neugeborenenabteilung befinden. Sie werden gewaschen, gewogen und Ihnen anschließend wieder gebracht. Vielleicht können Sie diese Zeit für Ihre eigenen Bedürfnisse nutzen.
                        Ambulante Entbindung
                        Es besteht auch die Möglichkeit einer ambulanten Entbindung, bei der Sie nach wenigen Stunden unsere Klinik wieder verlassen. Voraussetzung hierfür ist, daß es Ihnen und Ihrem Kind gut geht. Wir möchten Ihnen empfehlen, im Falle einer ambulanten Entbindung bereits im Vorfeld die Nachbetreuung durch eine Hebamme und einen Kinderarzt/eine Kinderärztin zu vereinbaren.
                          Hebammennachsorge
                          Einige unserer Hebammen machen im Wochenbett Nachsorgebesuche bei Ihnen zu Hause. Die Kosten hierfür werden von der Krankenkasse getragen. Adressenlisten können Sie über die Schwangerenberatung erhalten ebenso wie Informationen über Rückbildungskurse.