Berufungsverfahren

Die Gleichstellungsbeauftragte für wissenschaftliche Beschäftigte oder eine ihrer Stellvertreterinnen ist bei allen Schritten eines Berufungsverfahrens auf eine Professur von der Einrichtung bis zur Beschlussfassung im Fachbereichsrat mit beratender Stimme zu beteiligen und hat das Recht, jederzeit eine Stellungnahme zum Verfahren und zum Ergebnis abzugeben, die bei Senat, Präsident und Ministerium Berücksichtigung findet.

Sie hat gemeinsam mit allen Mitgliedern einer Berufungskommission darauf zu achten, dass das komplette Berufungsverfahren korrekt und transparent abläuft und Frauen hierbei nicht benachteiligt, sondern bei gleicher Qualifikation bevorzugt werden, solange keine Geschlechterparität bei der entsprechenden Besoldungsstufe vorliegt und nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende wesentliche Aspekte vorrangig zu berücksichtigen sind. Auch das sog. Wissenschaftliche Alter und damit die Berücksichtigung von Berufserfahrung, Publikationszeiträumen und Zeiten besonderer familiärer Belastungen müssen in die Bewertung einfließen.

Hierbei arbeiten die Gleichstellungsbeauftragte und ihre Stellvertreterinnen eng zusammen und verwenden als Standard eine Checkliste zur Qualitätssicherung und ggf. gegenseitigen Vertretung.

Die rechtlichen Vorgaben für die Tätigkeit der Gleichstellungsbeauftragten finden sich im Hochschulgesetz  des Landes Rheinland-Pfalz § 2 (2), § 78 (4) und § 131, in der Grundordnung der Johannes Gutenberg-Universität JGU § 10 (1), § 31 (1.1), § 39 und im Universitätsmedizingesetz § 17 (2) sowie in den Richtlinien der JGU zur Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten nach Anlage 01 zum Leitfaden zur Besetzung von Professuren.

Kontakt


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