Visual Universitätsmedizin Mainz

Elektrophysiologie


Aufgabe der elektrophysiologischen Messungen ist die Ergänzung der Diagnostik von Hörstörungen mit Untersuchungen aus dem Kreis der objektiven Hörprüfungen. Insbesondere kommt hierbei die Hirnstammaudiometrie (BERA, brainstem evoked response audiometry) zum Einsatz.

Hierbei wird der Patient über Kopfhörer mit akustischen Reizen stimuliert und gleichzeitig werden die Hirnströme (EEG-Signale) über Hautelektroden von der Schädeloberfläche abgeleitet. Über die Latenz und Amplitude der Antworten lässt sich einerseits eine Hörschwelle bestimmen und andererseits eine retrocochleäre Hörstörung diagnostizieren.

Die BERA ist ein sehr empfindliches Messverfahren und wird zur Vermeidung von Störeinflüssen am liegenden/schlafenden Patienten durchgeführt. Für spezielle Fragestellungen gibt es weitere abgewandelte elektrophysiologische Messverfahren, die bei Bedarf ebenfalls zur Anwendung kommen.