Visual Universitätsmedizin Mainz

Implantierbare Hörsysteme

Leitung: Dr.-Ing. Tobias Rader

Die  apparative Versorgung von hochgradigen Hörstörungen mit Cochlea-Implantat (CI) ermöglicht eine weitgehende Wiederherstellung des Verstehens von Sprache. Tonale Komponenten der Sprache, insbesondere aber auch Musik, werden jedoch nur unzureichend übertragen.

Als Ursache hierfür werden die stark limitierte Anzahl der Stimulationselektroden (zwischen 12 und 22 Kanäle) und die Verwendung von kaum an der normalen Hörphysiologie orientierten Stimulationsstrategien angesehen. Die Lage der auf dem in die Cochlea inserierten Elektrodenträger verteilten Stimulationselektroden kodiert unterschiedliche Tonhöhenempfindungen.

Durch eine individualisierte Anpassung der Reizrate über die genaue Lagebestimmung der Reizelektroden mittels bildgebender Verfahren ermöglicht eine deutlich verbesserte Abbildung der Tonhöheninformation (Rader et al. 2016).