Visual Universitätsmedizin Mainz

Sehr geehrte Damen und Herren!

Auf diesen Seiten möchte sich die Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie bei Ihnen vorstellen.

Herzchirurgie verbinden viele Menschen zwar einerseits mit lebensrettenden Eingriffen, andererseits fürchtet sich jeder verständlicherweise vor den Schmerzen und Risiken, die mit derartig komplexen Operationen verbunden sind.  Hier setzen neue Entwicklungen in der Herzchirurgie an, die darauf zielen, die Eingriffe weniger traumatisch zu gestalten, Risiken zu minimieren und nach gefahrlosen, möglichst schmerzfreien Zugangswegen zu suchen. Die Klinik für Herz-, Thorax und Gefäßchirurgie hat in dieser Hinsicht den Ruf einer Pionierklinik.

Seit 3 Jahren wird Patienten mit bestimmten Verstopfungen von Herzgefäßen die „Schlüssellochchirurgie“ bei Bypassoperationen angeboten. Hier werden über kleine Operationswunden nicht die üblichen Venen in das Herz implantiert, sondern Arterien. Mindestens  90% dieser Schlagadern sind noch 10 Jahre später offen, so daß es bis heute keine bessere Therapie für verstopfte Herzkranzgefäße gibt. Bei dieser Operation braucht man die Herz-Lungen Maschine nicht mehr. Da der Kreislauf des Patienten erhalten bleibt, werden Schäden am Herzmuskel und vor allem Gehirn praktisch nicht mehr beobachtet, so daß die Patienten sich rascher von der Operation erholen.

Zu den führenden Kliniken in Deutschland gehören die mainzer Herzchirugen derzeit in der minimal-invasiven Aortenklappenchirurgie. In keiner Klinik ist der Anteil erfolgreicher minimal invasiver Eingriffe zum Aortenklappenersatz in Deutschland höher. Besonders ältere Patienten profitieren von den schonenden Operationsverfahren: der fehlende Schmerz erlaubt ein stressfreies Atemmuster. Es kommt gar nicht erst zu lebensgefährlichen Lungenentzündungen oder zu Wundheilungsstörungen des Brustbeines.

Ein weit über Mainz hinaus wahrgenommener Schwerpunkt der Universitätsklinik ist die Rekonstruktion von undichten Herzklappen. Das macht nicht nur künstliche Klappen überflüssig, sondern vermeidet auch die lebenslange Einnahme blutverdünnender Medikamente. Neu in Mainz ist diese Technik bei Undichtigkeiten der Aortenklappen. Bereits mehr als 200 Patienten wurden in den letzten 3 Jahren auf diese Weise erfolgreich in Mainz operiert. Diese Operationen können im Fall der Aortenklappen immer minimal invasiv durchgeführt werden, im Fall der Mitralklappe in vielen Fällen.

Deutschlandweit genießt die Mainzer Klinik heute vor allem bei dem Ersatz der Hauptschlagadern einen hervorragenden Ruf. Aufgeblähte und eingerissene Hautschlagadern (Aortenaneurysma) sind ein neues Spezialgebiet der Mainzer Uniklinik, das von den Patienten sofort aufgegriffen worden ist. Ein differenziertes auf den Patienten abgestimmtes Behandlungskonzept schließt den Ersatz der Hauptschlagader ebenso ein wie interventionelle Verfahren. Denn nur der  Teil der Hauptschlagader wird chirurgisch durch Prothesen ersetzt, der nicht durch minimal invasiv platzierte Stützgitter von innen behandelt werden kann. Obwohl sich die minimalinvasive Chirurgie wissenschaftlich auf den alten Patienten konzentriert, kommen gerade die für ältere Patienten entwickelten schonenden Operationsverfahren auch den jüngeren zu gute.

Kontakt

Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie
Langenbeckstr. 1
Bau 505, 5. OG
55131 Mainz
Tel. 06131 17-2106
Fax 06131 17-5513
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