Forschungsschwerpunkte

Die am Institut für Immunologie durchgeführten Forschungsaktivitäten betreffen verschiedene Aspekte der Induktion angeborener und adaptiver Immunantworten. Im Rahmen unserer Untersuchungen des angeborenen Immunsystems interessieren wir uns für die Funktion und Regulation von Mastzellen und neutrophilen Granulozyten sowie deren Interaktion im Rahmen der Induktion entzündlicher Reaktionen und bei der Entstehung von Atemwegsüberempfindlichkeiten. Des Weiteren untersuchen wir die Rolle unterschiedlicher Populationen von dendritischen Zellen in der Haut und in peripheren lymphatischen Organen bei der Etablierung von Toleranz und Induktion antigenspezifischer Immunität.

Die Untersuchungen zur Aktivierung adaptiver Immunantworten werden durch Projekte, die sich zum einen mit der Bedeutung verschiedener Zytokine bei der Differenzierung von T-Zellen und zum anderen mit der Funktion regulatorischer T-Zellen beschäftigen, ergänzt. Im Fokus der T-Zelldifferenzierungsanalysen stehen Untersuchungen zu Regulationsmechanismen, welche die Expression, aber auch die Inhibition einzelner Gene wie Transkriptionsfaktoren steuern und somit entscheidend an der Entwicklung und Funktion verschiedener T-Helferzellpopulationen wie z.B. Th2-, Th9- oder Th17-Zellen beteiligt sind. Hinsichtlich der Funktion regulatorischer T-Zellen wird der Einfluss dieser Subpopulation auf die Aktivität sowohl dendritischer Zellen als auch CD4- und CD8-positiver T-Zellen analysiert. Regulatorische T-Zellen spielen eine essentielle Rolle bei der Aufrechterhaltung der immunologischen Balance. Fehlfunktionen dieser Zellpopulation stehen daher im Zusammenhang mit der Entstehung allergischer und autoaggressiver Erkrankungen sowie der Entwicklung von Tumoren. Aus diesem Grund spielen Untersuchungen zum Verständnis der inhibitorischen Mechanismen von regulatorischen T-Zellen eine zentrale Rolle.

Untersuchungen zum Verständnis der Antigenprozessierung und -präsentation von MHC-Klasse-I-Liganden in Tumoren und virusinfizierten Zellen komplementieren die Projekte zum Verständnis der Aktivierung adaptiver Immunantworten. Im Rahmen lokaler und internationaler Kooperationen interessieren wir uns besonders für die Spezifität des Proteasomensystems sowie zytosolischer und ER-residenter Aminopeptidasen bei der Generierung von MHC-Klasse-I-Liganden im Rahmen der Aktivierung von T-Zellen gegen Pathogene und Tumorzellen.


Institut für Immunologie

Universitätsmedizin Mainz
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