Visual Universitätsmedizin Mainz

21. September 2017

Aktuelle Fortschritte in der Dermato-Onkologie: Erfolgversprechende Strategien gegen den Hautkrebs

27. Deutscher Hautkrebskongress der ADO in Mainz

Vom 21. bis 23. September 2017 findet der 27. Deutsche Hautkrebskongress der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft (ADO) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft in Mainz statt.

„Unser Verständnis von den Mechanismen der Hautkrebsentstehung hat sich in den letzten Jahren rasant verbessert – und genauso  rasant haben sich auch unsere Behandlungsmöglichkeiten verbessert. Die jüngsten Fortschritte auf diesem Gebiet wollen wir mit Wissenschaftlern und Medizinern aus allen Fachgebieten, die sich mit dem Thema Hautkrebs beschäftigen, diskutieren“, so Tagungspräsident Univ.-Prof. Dr. med. Stephan Grabbe, Direktor der Haut- und Poliklinik der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die wissenschaftliche Leitung des Hautkrebskongresses hat PD Dr. med. Carmen Loquai übernommen, Mitarbeiterin des Hautkrebszentrums Rhein-Main und der Hautklinik der Universitätsmedizin Mainz,  die dem Universitären Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Mainz angehört.

Tagungsschwerpunkte sind aktuelle Erkenntnisse zu allen dermato-onkologischen Themen, u. a. neue Strategien bei der Behandlung des Melanoms wie die Antigenspezifische Immuntherapie, prädiktive Biomarker der Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren und das Management neuer medikamentöser Therapien. Ein wichtiger Fokus liegt auf Psychoonkologie und Palliativmedizin. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass fortlaufende Betreuung und Pflege bis zum Lebensende im Krankheitsverlauf früh in Anspruch genommen werden sollte, da sie Erleichterung schaffen und Beschwerden nehmen, die Lebenszeit verlängern und Lebensqualität sichern kann.

Weitere Schwerpunkte sind das Management von fortgeschrittenen epithelialen Hauttumoren – also von weißem Hautkrebs und Vorstufen wie Aktinischen Keratosen – sowie das Hautkrebs-Screening als Herausforderung für Ärzte und Kostenträger. Renommierte Experten vermitteln mit aktuellen Studiendaten den Zugang zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Außerdem werden neue Entwicklungen zur Hautkrebsfrüherkennung und zur Nachsorge vorgestellt.

„Wir wollen mit unserem abwechslungsreichen und praxisbezogenen Programm an die letzten sehr erfolgreichen Hautkrebskongresse mit einem dermato-onkologischen Update anknüpfen“, so Prof. Dr. Dirk Schadendorf, 1. Vorsitzender der ADO und Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsklinik Essen. Aktuelles aus Grundlagenforschung und Praxis mit Vorstellungen neuer Studienergebnisse wird in Plenarvorträgen, wissenschaftlichen Sitzungen mit verwandten Fachgesellschaften sowie in zahlreichen freien Vorträgen aus eingereichten Abstracts und Kurzvorträgen der Poster interdisziplinär präsentiert. Ergänzend zum Kongressprogramm gibt es Workshops und Fortbildungskurse zu praktischen Aspekten der dermatologischen Onkologie.

Die Tagung wird durch das Industrieforum Hautkrebs mit Satellitensymposien begleitet.

Alle Informationen zum Hautkrebskongress sowie das wissenschaftliche Programm gibt es unter www.ado-kongress.de.

Journalisten sind herzlich in die Rheingoldhalle Mainz eingeladen, um sich über die aktuellen Tagungsthemen zu informieren und zu berichten.

Die Akkreditierung ist über die Homepage und über den Pressekontakt möglich.

Weitere Informationen: Interview mit Univ.-Prof. Dr. Stephan Grabbe und PD Dr. Carmen Loquai (Pdf , 82.1 KB)

                                                           

Pressekontakt:
Kerstin Aldenhoff
Tel. +49 172 3516916
 kerstin.aldenhoff@conventus.de

 

Hintergrund:

Hautkrebs ist immer noch die häufigste Krebserkrankung mit der größten Steigerungsrate - trotz der immensen medizinischen Fortschritte der letzten Jahre. Dafür, dass sich die Zahl der Neuerkrankungen in den letzten zehn Jahren in Deutschland auf jährlich rund 240.000 verdoppelt hat, werden UV-bedingte Hautschäden aufgrund intensiver Sonnenexposition in der Kindheit und Jugend mitverantwortlich gemacht. An erster Stelle steht das Basalzellkarzinom (weißer Hautkrebs) mit jährlich rund 140.000 Fällen, gefolgt vom Plattenepithelkarzinom mit rund 70.000 Neuerkrankungen und dem malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs) mit rund 28.000 Fällen.

Die ADO (Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft) organisiert Fortbildungsmaßnahmen, Forschungsprojekte und klinische Studien, um die Qualität der dermato-onkologischen Patientenversorgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu verbessern und die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. In der Deutschen Krebsgesellschaft erarbeitet die ADO diagnostische und therapeutische Leitlinien zum malignen Melanom, Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom, Merkelzellkarzinom, Kaposi-Sarkom und zu kutanen Lymphomen.

Kontakt

Stb. Unternehmens­kommunikation

Tel. 06131 17-7428
Fax 06131 17-3496

 E-Mail

Sie finden uns in Gebäude 301 im 1. OG.