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31.01.2019

Zweite Vitrine mit Fundstücken aus der Römerzeit

Einblicke in die Vergangenheit: Neue Vitrine mit Gegenständen des römischen Alltags in Gebäude 605 der Universitätsmedizin Mainz eröffnet

Die römische Vergangenheit erlebbar machen – eine neue Vitrine im Foyer von Gebäude 605 ermöglicht ab heute einen umfangreichen Überblick über Gegenstände des römischen Alltags. Prof. Dr. Klaus Ewe, ehemaliger Mitarbeiter der Universitätsmedizin Mainz, hat – wie auch bei der ersten Vitrine in der Augenklinik der Universitätsmedizin Mainz – den Inhalt der Vitrine gestiftet. Ihm ist es zu verdanken, dass römische Geschichte bei einem Aufenthalt in Gebäude 605 sichtbar wird.

Immer wieder stoßen die Landesarchäologen in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt bei ihren Ausgrabungen auf die Spuren der Römer. Auch Hobbyarchäologen wie Prof. Dr. Klaus Ewe haben schon einige eindrucksvolle Funde aus dem Mainzer Erdreich geborgen. Einige seiner Funde sind jetzt in einer zweiten Vitrine in der Universitätsmedizin Mainz ausgestellt. Darunter beispielsweise ein Krug, der ein Gesicht zeigt, Fragmente mit figürlichen Darstellungen oder Dachziegel und Ziegelfragmente mit Legionsstempeln der Mainzer Legionen. Des Weiteren etwa Gebrauchsgegenstände des römischen Alltags wie eine Gewandfibel, ein Öllämpchen, ein Siegelring, eine Hacke, ein Spielstein und Münzen der Kaiser Augustus und Nero. Auch Terra sigillata – also römisches Tafelgeschirr aus Keramik – ist in verschiedenen Variationen zu sehen. „Bemerkenswert ist, dass diese Funde einen weiten Bereich des römischen Lebens abdecken, und absolut besonders ist, dass sie in unmittelbarer Umgebung des jetzigen Standortes gefunden wurden“, unterstreicht Professor Ewe. Als Hobbyarchäologe hatte er an seinem alten Arbeitsplatz in übertragenem Sinne leichtes Spiel. „Auf dem Campus der Universitätsmedizin Mainz wurde und wird in regelmäßigen Abständen gebaut. Ich brauchte nur meine Augen aufzuhalten und die Baugruben durchforsten. Im Ergebnis habe ich so einige sehr beeindruckende Gegenstände zutage befördert“, erklärt Professor Ewe. Den Besuchern und Patienten der Universitätsmedizin Mainz könne die Vitrine Einblicke in das römische Leben geben. Auch könne ihnen klar werden, welche Schätze unter ihren Füßen ruhen, weiß der pensionierte Gastroenterologe.

„Wir sind Professor Ewe sehr dankbar dafür, dass er uns in Gebäude 605 ermöglicht, diese historisch bedeutsamen Gegenstände in einer Vitrine auszustellen“, so der Direktor der 1. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Peter Galle. „Viele Mainzer interessieren sich für die Hinterlassenschaften der Römer, die durch ihr Wirken und Handeln prägenden Charakter dfür die Gutenbergstadt gehabt haben“, ist Professor Galle überzeugt.

 

Pressekontakt
Oliver Kreft, Stabsstelle Unternehmenskommunikation Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7424, Fax 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de