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28.03.2019

MIRACUM-Konsortium lädt zum diesjährigen Symposium am 28. und 29. März in Mainz ein

Im Mittelpunkt: Der Patient. Versorgung und Forschung Hand in Hand

Patientendaten besser für die Forschung und die Patientenversorgung nutzbar machen – das ist das Ziel des Konsortiums MIRACUM, an dem auch die Universitätsmedizin Mainz als Partner beteiligt ist. Es ist eines von vier Konsortien, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 120 Millionen Euro bis 2021 gefördert werden. Am 28. und 29. März 2019 findet in Mainz das zweite Symposium des Konsortiums statt. Auf der Agenda stehen die Entwicklungen der übergreifenden Arbeitsgruppen auf nationaler Ebene sowie der Stand der konsortialinternen Anwendungsfälle.

Ziel des MIRACUM-Konsortiums (Medical Informatics in Research and Care in University Medicine) ist es, die derzeit sehr unterschiedlichen Dateninseln aus Krankenversorgung und Forschung in Datenintegrationszentren zusammenzuführen. Es gilt, die Daten für Forschungsprojekte und konkrete Therapieentscheidungen mittels innovativer IT-Lösungen zentral nutzen zu können. Klinische Befunde, bildgebende Diagnostik sowie genetische und molekulare Untersuchungen sind Beispiele von Informationen aus der Klinik, die MIRACUM vernetzt. Ziel ist es, zukünftig Erkrankungen, beispielsweise Lungenerkrankungen oder auch Hirntumoren, besser differenzieren und trennschärfer verschiedenen Untergruppen zuordnen zu können, um somit Patienten zielgerichteter und wirkungsvoller zu behandeln.

Das diesjährige MIRACUM-Symposium am 28. und 29. März in Mainz (www.miracum.org/miracum-symposium-2019-programme/) dient sowohl der Information aller an Medizininformatik Interessierten, als auch dem konsortialinternem Austausch. Vorträge und Workshops befassen sich mit konsortialinternen Anwendungsszenarien. Sie erlauben aber auch einen Blick über den Tellerrand hinaus und geben Einblicke in vergleichbare Aktivitäten anderer nationaler und internationaler Konsortien. Das Symposium bietet außerdem Raum, erste Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen und offene Fragen, beispielsweise zur besseren Patienteneinbindung, zu diskutieren.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das MIRACUM-Konsortium im Rahmen der Medizininformatik-Initiative (MI-I) seit 2018 mit 32,1 Millionen Euro. Mitglieder von nicht geförderten Konsortien konnten sich geförderten Konsortien anschließen. MIRACUM besteht mittlerweile aus zehn Universitäten mit Universitätskliniken, zwei Hochschulen und einem Industriepartner. Neu dabei sind die Universitätskliniken Dresden und Greifswald.

Aktuell befinden sich die einzelnen Konsortiumsstandorte mitten im Aufbau der Datenintegrationszentren. Dafür bedarf es sowohl technischer Umsetzungen als auch organisatorischer Maßnahmen. Bei letzteren gilt es, sowohl lokal- als auch nationalspezifische Regularien zu beachten und abzustimmen. Hierzu gibt es auf nationaler Ebene Arbeitsgruppen, die sich mit Patienteneinverständniserklärungen, Datenaustausch, Datenschutz und Kommunikationsstrukturen befassen.

An der Universitätsmedizin Mainz arbeiten die MIRACUM-Experten daran, die bislang auf viele spezialisierte Einzelsysteme verteilten Patientendaten sicher und in hoher Qualität in einem noch zu etablierenden Datenintegrationszentrum zusammenzuführen.

Um den Einstieg in die Vielzahl der Thematiken des Konsortiums zu erleichtern beziehungsweise das erlernte Wissen zu vertiefen, bietet MIRACUM wöchentliche Kolloquien sowie die 2018 erfolgreich gestartete Summer School an.

 

Kontakt:
Dr. Gunther Höning, CO-PI (Principal Investigator) MIRACUM, Universitätsmedizin Mainz
Tel. 06131 17-7222; E-Mail:  gunther.hoening@unimedizin-mainz.de
www.miracum.org

 

 

Pressekontakt:
Barbara Reinke, Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7428, Fax 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de