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24.05.2019

Digitale Premiere: Universitätsmedizin Mainz veranstaltet ersten Mainzer Healthcare Hackathon

Neues interaktives Veranstaltungsformat macht Chancen der digitalen Medizin erlebbar – großer Publikumstag am 6. Juni 2019

Wie sieht die Gesundheitsversorgung der Zukunft aus? Wie kann Digitalisierung Abläufe in der Medizin erleichtern? Solche abstrakten Fragen plastisch und anschaulich zu beantworten und anhand eines Wettbewerbs zu demonstrieren, wie digitale Lösungen live und vor Ort entwickelt werden,  ist Ziel des ersten „Healthcare Hackathon Mainz“. Das zweitägige Programm am 5. und 6. Juni beinhaltet eine attraktive Mischung aus Entwicklungs-Wettbewerb zur Medizin der Zukunft, digitaler Gesundheitsmesse, innovativen Expertenworkshops und einer Netzwerkplattform für junge Start-Ups aus der Region.

Am Donnerstag, dem 6. Juni steht die Universitätsmedizin Mainz ganz im Zeichen der digitalen Medizin der Zukunft. Beim großen Publikumstag startet im Gebäude 102 ab 10 Uhr eine Gesundheitsmesse voller digitaler Innovationen, bei der sich weltweit bekannte Industriepartner präsentieren werden: Die Besucher können künstlicher Intelligenz beim Lernen zusehen, einen OP-Roboter anfassen und erleben wie der OP der Zukunft den Operateur mit Live-Einblendungen unterstützt. Neben dem Parcours der Aussteller haben Besucher die Möglichkeit, den Hackathon-Teams über die Schulter zu schauen.

Diese Teams haben ihre Arbeit bereits einen Tag zuvor, am 5. Juni, aufgenommen – als Wettbewerb bringt der Hackathon junge Entwickler mit spannenden Themen der Gesundheitsbranche zusammen. In knapp 15 Teams haben sich junge Talente, professionelle Entwickler und Beschäftigte der Universitätsmedizin zusammengefunden, um interaktiv digitale Lösungen für konkrete Fragestellungen der Patientenversorgung zu entwickeln: Im Focus stehen hier etwa „digitale Werkzeuge für die Pflege für eine bessere Ergonomie im Stationsalltag“, unter dem Titel „Helfershelfer“ soll ein Online-System zum Auffinden, Sortieren und Filtern von Hilfsangeboten bei seelischen Krisen entstehen und „der Einsatz künstlicher Intelligenz in der pathologischen Krebs-Diagnostik“ wir ausgelotet: Letzteres knüpft unmittelbar an ein Projekt an, welches das Bundesforschungsministerium am Mainzer Institut für Pathologie derzeit aktiv fördert. Dass der Healthcare Hackathon dabei in seinem dritten Jahr – zuvor fand er zweimal in Kiel statt – bereits zu einem international anerkannten Format geworden ist, zeigt die Tatsache, dass sich Teilnehmer aus Finnland, der Schweiz und der Ukraine angemeldet haben.

Neben Wettbewerb, Expertenworkshops und Ausstellungsparcours ist das „Startup-Beach-Bar-Camp“ ein weiteres Highlight: In einer Art „speed dating“ für Start-Ups wird am 5. Juni eine Plattform im Innenhof des Gebäudes 102 geschaffen, bei der sich Start-Ups aus dem Rhein-Main-Gebiet mit Firmen und Hackern vernetzen und interagieren können.

„Ziel des Healthcare Hackathon Mainz ist es, alle Partner der digitalen Gesundheit zusammenzuführen“, erläutert der Kaufmännische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz und Initiator des Hackathons, PD Dr. Christian Elsner. „So bietet unsere Veranstaltung die Möglichkeit, die Chancen der Digitalisierung, der künstlichen Intelligenz und der Robotik erlebbar zu machen. Es ist immer wieder schön, den Effekt zu sehen: Wenn Technik auf diese Weise anfassbar wird, verschwinden mögliche Bedenken. In konkreten Diskussionen werden Nutzeffekte und Wünsche der Beteiligten außerdem schnell klar.“

Eine weitere Besonderheit: Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden gleich am 6. Juni den Besuchern präsentiert und die Gewinner von einer Jury ausgewählt und prämiert. Ihnen winkt eine Reise ins Silicon Valley und eine Einladung nach Berlin: „Als Höhepunkt tragen wir die besten Ideen nach Berlin, um sie dort in einem gemeinsamen Event mit dem Bundesgesundheitsministerium weiterzuentwickeln“, freut sich Christian Elsner und ergänzt: „Wir haben schon ohne Werbung viel Zulauf für unseren Wettbewerb bekommen und es ist von ganz konkreten Ideen wie einer App zur Vereinfachung des Patientenrufs und der Patientenaufnahme von zu Hause bis hin zu Themen einer gestengesteuerten Pflegedokumentation alles dabei.“

Die Verantwortlichen sehen den Healthcare Hackathon zugleich auch als Auftakt zur digitalen Erneuerung der Universitätsmedizin Mainz – und als diesbezügliches Startsignal nach innen wie nach außen. „Wir sehen eine große Chance darin, uns in diesem Bereich neu aufzustellen und gleichzeitig Mitarbeiter, Partner und Patienten zu motivieren, eigene Digitalideen einzubringen. Hierfür bietet der Hackathon einen idealen Rahmen. Denn Technik soll ja im Klinikalltag vor allem innovative Prozesse ermöglichen, die Arbeit erleichtern und auch Spaß machen“, sagt der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. „Kaum ein anderes Thema ist für die pflegerische und ärztliche Krankenversorgung aber gleichzeitig auch für Forschung und Lehre in Zukunft so wichtig wie die Digitalisierung.“

 

Weitere Informationen

Die Universitätsmedizin Mainz veranstaltet den Healthcare Hackathon gemeinsam mit dem Health Innovation Hub des Bundesgesundheitsministeriums (HIH), dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sowie verschiedenen hochrangigen Industriepartnern wie IBM, Intel, T-Systems und Google. Als Medienpartner unterstützt die Allgemeine Zeitung Mainz der Verlagsgruppe Rhein-Main (VRM) die Veranstaltung.

Auf dem „Healthcare Hackathon Mainz“ soll dabei zuerst am 5. Juni ein Tag für Mitarbeiter, Start-Ups, Programmierer und Fachexperten stattfinden. Neben einer kurzen Vorstellung des konkreten Zeitplans der digitalen Neuaufstellung der Universitätsmedizin soll dann vor allen Dingen in kleinen gemischten Gruppen im Rahmen eines Wettbewerbs an konkreten und teils schon vorbereiteten Aufgabenstellungen gearbeitet werden.

Am 6. Juni von 10 bis 16.30 Uhr bietet der große Publikumstag Patienten, Interessierten und Medien spannende Einblicke in die Welt der digitalen Medizin.

Informationen und Anmeldungen zur Veranstaltung am 5. und 6. Juni sowie ein detailliertes Programm beider Tage können unter www.healthcare-hackathon.de bzw. im Veranstaltungskalender der Universitätsmedizin Mainz eingesehen werden. Infos auch unter twitter.com/healthhackmainz

 

Pressekontakt:
Dr. Renée Dillinger-Reiter,
Stabsstelle Unternehmenskommunikation Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131/17-7428, Fax: 06131/17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de