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17.05.2018

Großzügige Spende der Alexander Karl-Stiftung an Geriatrie der Universitätsmedizin

Eindeutiges Zeichen für die Bedeutung der Altersmedizin

Die Alexander Karl-Stiftung hat 300.000 Euro an die Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz gespendet. Damit unterstützt sie die Ausstattung der 2016 eigens für die Versorgung von geriatrischen Patienten neu eingerichteten universitären Abteilung mit modernsten medizintechnischen Geräten. Heute nahmen der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer und der Ärztliche Leiter der Abteilung für Geriatrie Prof. Dr. Roland Hardt den Spendenscheck von Vertretern der Alexander Karl-Stiftung entgegen.

Aktuell beträgt der Bevölkerungsanteil der über 65-jährigen in Deutschland rund ein Fünftel. Laut Statistischem Bundesamt wird er bis zum Jahr 2060 auf über ein Drittel ansteigen. Doch bereits heute ist rund die Hälfte der Patienten in deutschen Krankenhäusern älter als 65 Jahre. Viele davon haben eine oder mehrere chronische Erkrankungen. Mit dem demografischen Wandel geht auch die steigende Relevanz der medizinischen Spezialdisziplin Geriatrie einher. Sie befasst sich mit den körperlichen, geistigen, funktionellen und sozialen Bedingungen der akuten, chronischen, rehabilitativen, präventiven Behandlung und Pflege alter Patienten – auch am Lebensende. Die geriatrische Medizin ist ganzheitlich ausgerichtet, sie geht also über die organmedizinische Betrachtung des Patienten hinaus. Die Therapie ist sowohl inter- als auch multidisziplinär angelegt. Ziel ist es, den funktionellen Status und die Lebensqualität des älteren Patienten zu verbessern und seine Autonomie zu fördern. Die Hauptaltersgruppe geriatrischer Patienten sind die über 80-Jährigen. Das statistische Landesamt von Rheinland- Pfalz schätzt den Anstieg des Anteils der über 80-jährigen Patienten bis zum Jahr 2050 auf 14 Prozent (479.000 Personen).

„Die Versorgung älterer Menschen mit altersbedingten Erkrankungen ist eine zunehmend wichtige Aufgabe für die Gesellschaft und zugleich eine Herausforderung für die Medizin. Wir wollen mit unsere Spende dazu beitragen, dass diese Bevölkerungsgruppe eine gute präventive und therapeutische Versorgung erhält“, erklärt Richard Patzke, Vorstandsmitglied der Alexander Karl-Stiftung.

„Um die geriatrische Versorgung interdisziplinär, Berufsgruppen übergreifend und auch über die verschiedenen Sektoren der Medizin weiter zu stärken und weiterzuentwickeln, haben wir vor zwei Jahren unser universitäres Leistungsspektrum um eine spezielle geriatrische Abteilung erweitert“, erläutert der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. Und ergänzt: „Insbesondere vor diesem Hintergrund freue ich mich über die großzügige Spende der Alexander Karl-Stiftung und möchte mich ganz herzlich bei der Stiftung bedanken. Dank ihrer Unterstützung verfügt unsere Geriatrie nicht nur über ein sehr kompetentes Team an medizinischen Fachkräften aus unterschiedlichen Gesundheitsfachberufen, sondern auch über eine sehr moderne medizintechnische Ausstattung.“

Mit dem Alter eines Menschen steigt auch dessen Morbiditätsrisiko, also die statistische Wahrscheinlichkeit, dass er häufiger und schwerer erkrankt und behandelt werden muss – beispielsweise wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, degenerativen muskuloskelettalen Erkrankungen oder neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz. Patienten, die älter als 65 Jahre sind und insbesondere die über 80-Jährigen weisen einen hohen Grad an Gebrechlichkeit und Multimorbidität auf. Medizinisch stellen sie auch insofern eine Herausforderung dar, als dass sich Krankheiten im Alter mit einem veränderten Erscheinungsbild präsentieren können und somit meist schwieriger zu diagnostizieren sind. Zudem treten Therapieerfolge verzögert ein. Darüber hinaus besteht meist ein Bedarf an sozialer Unterstützung. Darum erfordert die Versorgung dieser Patientengruppe einen ganzheitlichen Ansatz.

„Unter Berücksichtigung der typischen drohenden Risiken wie beispielsweise Immobilität und geistige Abwesenheit bieten wir dem betagten Patienten eine umfassende und zielgerichtete medizinische Behandlung. Hierzu steht uns in der Universitätsmedizin Mainz ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, speziell ausgebildeten Pflegekräften, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden zur Verfügung“, erklärt der ärztliche Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz Prof. Dr. Roland Hardt. „Dass diese für ihre Arbeit modernste Medizintechnik nutzen können, ist auch ein Verdienst der Alexander Karl-Stiftung. Daher möchte ich mich auch im Namen des Teams der Abteilung für Geriatrie sehr herzlich bei der Alexander Karl-Stiftung für ihre finanzielle Unterstützung bedanken!“

 

Weitere Informationen:
Bildunterschrift:
Die Vertreter der Alexander Karl-Stiftung Uwe Bauer (Vorstandsvorsitzender), Prof. Dr. Dr. Reiner Urban (Vorstandsmitglied) und Richard Patzke (Vorstandsmitglied) (2., 3. u. 4. v.l.) überreichen ihren Spendenscheck in Höhe von 300.000 Euro an die Abteilung für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz. Es freuen sich Götz Scholz (stv. Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz; 1.v.l.) sowie Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand Universitätsmedizin Mainz) und Prof. Dr. Roland Hardt (Leiter der Abteilung für Geriatrie) (1. u. 2. v.r.)  
Foto: Markus Schmidt (Universitätsmedizin Mainz)

 

Kontakt
Prof. Dr. Roland Hardt, Ärztlicher Leiter der Abt. für Geriatrie am Zentrum für Allgemeinmedizin und Geriatrie der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 0613117-4615, E-Mail:  roland.hardt@unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt
Barbara Reinke, Stabsstelle Unternehmenskommunikation der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 0613117-7428, Fax 0613117-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

 

Über die Alexander Karl-Stiftung
Die Alexander Karl-Stiftung ist im Juli 2000 von dem 2009 verstorbenen Mainzer Automobilkaufmann Alexander R. Karl ins Leben gerufen worden. Sie dient der unmittelbaren Förderung von Wissenschaft und Forschung auf den Gebieten der Betriebswirtschaftslehre, der Rechtswissenschaft und der Medizin. Insbesondere unterstützt die Stiftung konkrete Projekte der Fachbereiche Medizin sowie Recht und Wirtschaft mit den Zielrichtungen Automobilwirtschaft, Automobiltechnik und medizinische Aspekte der motorisierten Mobilität.