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Öffentliche Veranstaltung Gesundheit für alle - wäre das möglich? Das Beispiel Kuba


Veranstalter: Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

    In einem reichen Land wie Deutschland gerät das Gesundheitssystem immer mehr in die Krise. „Kliniken sind hierzulande chronisch unterfinanziert, die Beschäftigten arbeiten ständig am Limit, egal auf welcher Station, gleich ob in der Pflege, bei der Reinigung oder in der Verwaltung, egal bei welchem Träger." (www.rps.verdi.de) Präventionsmaßnahmen werden oftmals nicht mehr von der Krankenkasse übernommen, viele Bürgerinnen und Bürger müssen mittlerweile abwägen, wie viel Vorsorge sie sich leisten können bzw. welche Behandlungen bezahlbar sind.

    Kuba gilt als ein Land der Dritten Welt, sein Gesundheitssystem aber wird von der Weltgesundheitsorganisation als beispielhaft bezeichnet. Gesundheitliche Vorsorge, Versorgung und Betreuung sind kostenfrei. Prävention ist das vorherrschende Prinzip, die Dichte an Familienärztinnen und -ärzten ist hoch. Der Einsatz von Produkten der internationalen Pharma- und Medizintechnologiekonzerne bleibt das letzte Mittel, wird aber im Bedarfsfall kostenfrei gewährt. Kuba hat sich auch durch seine internationale Hilfsbereitschaft in Sachen Gesundheit einen Namen gemacht. Etwa 50.000 kubanische Ärzte und Mediziner leisten medizinische Entwicklungs- und Nothilfe im Ausland, zumeist in entlegenen Gebieten und unter kritischen Bedingungen. Etwa 4 Millionen Menschen aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern wurden bereits kostenlos mit Lasertechnologie an den Augen operiert.

    Wir haben einen international geachteten Experten eingeladen, über das kubanische Gesundheitswesen zu sprechen. Prof. Dr. med. Franco Cavalli gilt als einer der renommiertesten Krebsforscher der Schweiz und ist seit 2003 der Direktor des Onkologischen Instituts in Bellinzona/ Schweiz und seit 2006 Präsident der internationalen Krebs-Union. Zugleich ist er Präsident von mediCuba Europa, einer Organisation, die seit 25 Jahren einen technischen, professionellen und menschlichen Austausch mit dem medizinischen Sektor in Kuba organisiert. Er wird auch das aktuelle Projekt von mediCuba zur Verbesserung der mikrobiologischen Diagnostik in Kuba vorstellen.

    Zuvor stellt Rahim Schmidt die Arbeit des Vereins Armut und Gesundheit e.V. vor. Michael Quetting, Gewerkschaftssekretär der ver.di Region Saar-Trier, spricht über die dortigen Streiks der Krankenhausbelegschaften für mehr Personal, die zugleich Kämpfe für bessere Bedingungen im deutschen Gesundheitswesen darstellen.

Veranstaltungsdetails
Datum Freitag 1. Dezember 2017
Uhrzeit 19:00 Uhr
Ort

Hörsaal der Hautklinik, Gebäude 401 H

Universitätsmedizin Mainz,

Langenbeckstr. 1, 55131 Mainz

Dozent/in

Eine Veranstaltung mit Prof. Dr. med. Franco Cavalli, Präsident von mediCuba-Europa, sowie mit Beiträgen von Michael Quetting (ver.di) und Dr. Rahim Schmidt (Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.)

Externe Kosten

Der Eintritt ist frei.

Kontakt

Kontakt: mainz@fgbrdkuba.de


Sonstiges

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Tel. 06131 17-7428
Fax 06131 17-3496

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