Visual Universitätsmedizin Mainz

Spezialsprechstunde Herzinsuffizienz (Herzschwäche)

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Anmeldung

Frau Isabel Antunes-Pereira

06131 17- 8727

06131 17- 8739

 

Zertifizierte Heart Failure Unit MFA

herzinsuffizienzambulanz@unimedizin-mainz.de

 

Ärzte-Team

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Ärztliche Leiter:

 

Prof. Dr. med. Philip Wenzel

06131-17 7695

Funktionsoberärztin:

 

Dr. med. Susanne Heiner

06131-17 6372

Kooperationspartner

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Prof. Dr. Andres Beiras

Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie

06131-17 5998

Allgemeine Informationen zu unserer Sprechstunde:

Die Herzinsuffizienzambulanz widmet sich einem weiten Spektrum an Erkrankungen, die zu einer Herzschwäche mit erhaltener oder reduzierter Auswurfleistung der linken Herzkammer führen. Zu diesen Erkrankungen zählen die Ischämische Herzkrankheit, die Dilatative Kardiomyopathie, die Myokarditis und entzündliche Kardiomyopathie sowie Erkrankungen der Herzklappen, die eine Herzschwäche nach sich ziehen.

Umgekehrt weisen viele Patienten mit Herzschwäche eine sekundäre Schädigung der Herzklappen auf. Uns steht das gesamt Arsenal der invasiven und nicht invasiven Diagnostik inklusive Echokardiografie, Kernspintomografie, Rechts- und Linksherzkatheter, Myokardbiopsie und humangenetische Untersuchung zur Verfügung, um die Ursachen einer Herzschwäche aufklären zu können. Als erste Klinik in Deutschland konnten wir ein Verfahren etablieren, dass ähnlich wie eine Herzkatheteruntersuchung eine Probenentnahme aus der Herzkammer (Myokardbiopsie) über den Radialiszugang ermöglicht und damit sehr schonend über den Unterarm durchgeführt werden kann.

Weitere ausführliche Informationen zur Herzinsuffizienz finden Sie im Sonderheft Herzschwäche der Stiftung Mainzer Herz. (Pdf , 1,6 MB)

 

 

zur Abbildung: Darstellung der Seitenwand der linken Herzkammer vor Biopsie-Entnahme mittels Gabe von Röntgen-Kontrastmittel über den einliegenden Herzkatheter. Der benutzte Katheter hat einen Durchmesser von <2,5mm und wird über die Pulsader des rechten Handgelenks (Arteria radialis) in die linke Herzkammer vorgebracht. Im Anschluss wird dieser Katheter zum Vorbringen der Biopsiezange genutzt.


Patienten mit schwerer Herzschwäche haben ein erhöhtes Risiko für lebensgefährliche Herzrhythmus-störungen und für wiederkehrende Krankenhausaufenthalte aufgrund von Luftnot, Wassereinlagerungen oder Kreislaufversagen. Auch andere lebenswichtige Organe wie zum Beispiel die Nieren können im Rahmen einer Herzschwäche geschädigt werden. Nicht zuletzt ist eine chronische Herzinsuffizienz eine psychische Belastung für viele Patienten, und für manche Patienten ist die letzte sinnvolle Behandlungsoption eine Herztransplantation oder die Versorgung mit einem Kreislaufunterstützungssystem – Stichwort Kunstherz. Solche "left ventricular assist devices" (LVADs) werden von den Kollegen der Herzchirurgie implantiert, teils minimal-invasiv. Hier pflegen wir einen intensiven Austausch mit den Kollegen der Universitätsklinik Heidelberg und dem Herzzentrum Bad Oeyenhausen, auch für die Versorgung mittels Herztranstransplantation.

Die vielfältigen Herausforderungen in der Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz, vor allem der komplexen Fälle, sollen künftig in zertifizierten Zentren angegangen werden. Dieses Konzept liegt den sogenannten "Heart Failure Units" (englisch für Herzinsuffizienzeinheiten) zugrunde, die seit 2016 in Deutschland eingerichtet werden. In Mainz wird sie getragen von der Kardiologie mit der internistischen Intensivtherapie (Prof. Münzel) und der Herzchirurgie (Prof. Vahl) und arbeitet interdisziplinär mit Nierenspezialisten, Radiologen, Psychosomatikern und Sport- und Bewegungsmedizinern zusammen.
In der Klinik werden die Patienten mit Herzschwäche in Einklang mit den neuesten Leitlinien behandelt und auch innovativen und neuen Therapieverfahren zugeführt.
Innerhalb des Zentrums für Kardiologie besteht deshalb eine abgestimmte und enge Zusammenarbeit mit der Abteilung für interventionelle Klappentherapie (vor allem interventionelle Behandlung der sekundären Mitralklappeninsuffizienz), der Klinik für Rhythmologie/Kardiologie II (insbesondere Versorgung mit ICD und Resynchronisationstherapie) und der internistischen Intensivstation.