Pädiatrische Immunologie und Impfstoffentwicklung
Gesamtleitung: Prof. Dr. med. F. Zepp
Laborleitung und Projektleitung:
Dr. Claudius U. Meyer
Anschrift:
Labor für Pädiatrische Immunologie
Universitätskinderklinik Mainz
Verfügungsgebäude 911 / R.01-336
Obere Zahlbacher Str. 63
55131 Mainz
Tel. 06131 39-33331
Fax 06131 39-33424
E-Mail:
meyer@uni-mainz.de
www.paediatrische-immunologie-mainz.de
Projekte
- Zell-vermittelte Immunantwort auf Impfstoffe und Kandidatimpfstoffe im Kindes- und Erwachsenenalter
- Immunologie der Neugeborenen
- Immunmodulatorische Wirkung von Cordyceps-Inhaltsstoffen auf das kindliche Immunsystem
- Immunantwort bei akuten respiratorischen Atemwegsinfektionen im Kindesalter
- Etablierung eines diagnostischen Konzepts zur Frühgeborenensepsis
- Immunologische Analyse klinischer Proben: Spezifische Immunantwort
- Expressionsanalyse neonataler dendritischer Zellen – MicroArray-Analyse
- Weitere Projekte:
- Immunisierungsgeschehen nach Knochenmarkstransplantation
- Etablierung eines diagnostischen Konzepts zur Frühgeborenensepsis
- Identifikation immunologischer Parameter bei der Erstmanifestation von Typ-I-Diabetes
Zell-vermittelte Immunantwort auf Impfstoffe und Kandidatimpfstoffe im Kindes- und Erwachsenenalter
| Arbeitsgruppe | Prof. Dr. F. Zepp Dr. Claudius U. Meyer |
|---|---|
| MitarbeiterInnen | Helga Weyers, Ingeborg Abdelhamid, Andrea Wiegert |
| Kooperationen | Pharmazeutische Industrie |
Hintergrund:
Mit der Einführung multivalenter Kombinationsimpfstoffe wurde ein klarer Bedarf für eine verbesserte Analytik des Impferfolges angezeigt. Um die bisherige, lediglich auf dem Nachweis (protektiver) spezifischer Antikörper basierende Untersuchung einer erfolgreichen Immunisierung auf eine methodisch breitere Basis zu stellen, haben wir in 2005 und 2006 neue standardisierte, leistungsfähige Verfahren für den Nachweis des T- und B-Lymphozyten-vermittelten Immungedächtnisses in unseren Laborbetrieb integriert.
Diese Verfahren sind für den Einsatz in klinischen Impfstudien optimiert und sind eingebettet in einen GLP-nahen Laborbetrieb. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern aus der Pharmaindustrie nutzen wir diese Verfahren insbesondere für klinische Impfstudien mit neuen Kombinationsimpfstoffen, für Einzelimpfstoffe in neuer Zusammensetzung oder für Einzelimpfstoffe mit neuartigen Zielantigenen. Ein besonderer Schwerpunkt ist derzeit die Analyse des Immunisierungserfolges von Kandidatimpfstoffe gegen einen Vogelgrippe-Virus des H5N1-Stammes.
Aus diesen Klinischen Impfstudien ergibt sich eine frequente Kooperation mit unserem Zentrum für Klinische Studien (Geb. 106, Ltg. Dr. D. Kieninger).
Kontakt:
Dr. C. Meyer
Pädiatrische Immunologie und Impfstoffentwicklung
Obere Zahlbacher Str. 63
55131 Mainz
E-Mail:
meyer@mail.uni-mainz.de
www.paediatrische-immunologie-mainz.de
Immunologie neugeborener Kinder
| Arbeitsgruppe | Dr. Claudius U. Meyer |
|---|---|
| MitarbeiterInnen | N.N., Doreen Krumbiegel, Helga Weyers, Ingeborg Abdelhamid |
| Kooperationen | Klinik für Frauenheilkunde, Uni-Klinikum Mainz |
Hintergrund:
Auffallend hohe neonatale Infektionsraten bei Neugeborenen weisen auf eine noch ungenügende Leistungsfähigkeit des Immunsystems hin. Man geht mittlerweile davon aus, dass neonatale T-Zellen per se keine grundlegenden Defekte aufweisen, sondern mehrere Parameter an der Immundefizienz Neugeborener beteiligt sind, unter anderem:
- Die Dichte der TCR Komplexe ist auf
neonatalen T-Zellen reduziert. Daraus resultiert eine Verminderung der Anzahl der übertragenen Signale durch den TCR. - Die Expression von Adhäsionsmolekülen wie
LFA-1, LFA-3 und CD2 ist dezimiert. Somit können weniger APCs mit den T-Zellen interagieren. - Neonatale T-Zellen benötigen mehr kostimulatorische
Signale durch antigen-präsentierende Zellen. - Die T-Helfer Differenzierung tendiert zum
Th-2 Profil, selbst unter neutralen Bedingungen. Der Grund für die reduzierten Th1 Immunantworten ist bisher nicht bekannt. - In MNCs Neugeborener ist eine normale Menge
an intrazellulärer Zytokin-mRNA nachweisbar, obwohl die posttranskriptionale Regulation der Zytokine wie z.B. GM-CSF, IL-12 und IL-15 reduziert ist.
Die derzeit verfügbaren, für Kinder zugelassenen Vakzine können meist nicht in den ersten Wochen eingesetzt werden, da sie zu unbefriedigenden Immunisierungsraten führen, bedingt durch maternale Antikörper, bedingt aber auch durch eine limitierte zelluläre Immunantwort. Für die derzeitige Lücke zwischen maternalem Schutz und den empfohlenen Grundimmunisierungen besteht ein dringender Bedarf an Immunisierungskonzepten, durch welche bereits im Neugeborenenalter ein protektives Immungedächtnis aufgebaut werden kann. Neugeborenenvakzine sollten somit Komponenten enthalten, welche die limitierte Immunantwort kompensieren. Neben der klassischen intramuskulären Impfung wird man zukünftig Vakzine direkt an mukosale Gewebe verabreichen, welche die eigentliche Eintrittsstelle für viele Pathogene darstellt. Tierische Modellsysteme des neonaten Immunsystems geben nur ungenügend, z.T. klinikferne Auskunft über die humane Immunantwort. Unser Ziel ist es, in größtmöglicher Nähe zur humanen Situation mit dem Blut Neugeborener (Nabelschnurblut) Modelle für die Induktion humaner primärer Immunantworten zu etablieren.
Kontakt:
Dr. C. Meyer
Pädiatrische Immunologie und Impfstoffentwicklung
Obere Zahlbacher Str. 63
55131 Mainz
E-Mail:
meyer@mail.uni-mainz.de
www.paediatrische-immunologie-mainz.de
Immunmodulatorische Wirkung von Cordyceps-Inhaltsstoffen auf das kindliche Immunsystem
| Arbeitsgruppe | Dr. med. X. Zhou |
|---|---|
| MitarbeiterInnen | Dr. C. Meyer, I. Abdelhamid |
| Kooperationen | Pharmakologische Institute in China |
Hintergrund:
Cordycepin ist eine Substanz aus "Dong Chong Xia Cao", einem chinesischen Heilmittel, welches in China seit mindestens 400 Jahren eingesetzt wird. Die traditionelle chinesische Medizin spricht "Dong Chong Xia Cao" eine Wirkung auf "Niere" und "Lunge" (jeweils im chinesischen Verständnis) zu. Ein naturwissenschaftlich nachgewiesener Wirkmechanismus, insbesondere aber die wirksame Substanz(en) ist noch nicht vollständig aufgeklärt.
Durch einen klinisch dokumentierten Zufallsbefund wurden wir auf den möglicherweise mildernden Effekt dieses Heilmittels auf Autoimmunerkrankungen aufmerksam. Wir konnten in Folge zeigen, daß ein wichtiger Inhaltsstoff des Heilmittels, das Cordycepin, möglicherweise als wirksame Substanz von "Dong Chong Xia Cao" in Frage kommt. In vitro induziert Cordycepin das anti-inflammatorische Zytokin IL-10, gleichzeitig wird die Expression von IL-2 (T Cell growth factor) deutlich unterdrückt. Hinsichtlich des Th1/Th2-Modells der T-Zell-vermittelten Immunantwort könnte Cordycepin folglich sowohl die Th2-Antwort fördern als auch gleichzeitig die Th1-Antwort deutlich hemmen - eine Tatsache, die den positiven Einfluss auf ein autoimmunes Geschehen erklären könnte.
Da bislang kaum ein Medikament beschrieben wurde, welches die endogene IL-10 bei klinischer Anwendung erhöht, haben wir begonnen die immunregulatorische Wirkung von Cordycepin und jene des chinesischen Heilmittels mit Blick auf ggf. klinische Einsatzmöglichkeiten eingehender zu untersuchen. Erste Versuche im Tiermodell wurden in Kooperation mit einem Pharmakologischen Institute in China in 2007 gestartet.
Mittlerweile entwickelt sich das Projekt stark auf die Frage zu, welche Bedeutung regulative T-Lymphozyten (Treg) in diesem Kontext spielen und in welcher Weise Cordycepin steuernd eingreifen kann.
Kontakt:
Dr. X. Zhou / Dr. C. U. Meyer
Pädiatrische Immunologie und Impfstoffentwicklung
Obere Zahlbacher Str. 63
55131 Mainz
www.paediatrische-immunologie-mainz.de
Doktorarbeiten / Freie Stellen / Mitarbeit
Doktorarbeit / Wissenschaftliche Mitarbeit
Derzeit keine Optionen, Mitte 2008 könnten Möglichkeiten für eine naturwissenschaftliche Promotion verfügbar sein. Das werden wir an dieser Stelle frühzeitig bekannt geben.
Es würde sich um eine dauerhafte Mitarbeit als engagierte/r Biologe/in handeln. Neben wissenschaftlichem Interesse an einem der unten benannten Themen, würde eine Mitarbeit auch Verantwortlichkeiten hinsichtlich des Laborbetriebs und Qualifikationsmöglichkeiten hinsichtlich des Betriebs eines Qualitätsmanagementsystems (GLP, GCLP) beinhalten. Kontakt
Sie können in folgenden wissenschaftlichen Themenfeldern mitarbeiten:
- Expression von Zytokinen und Zytokinrezeptoren der IL-12-Familie bei Neugeborenen
- Signaltransduktion nach TLR-Stimulation bei neonatalen antigen-präsentierenden Zellen
- IL-10 und Cordycepin
Als MedizinstudentIn werden Sie bei guten Rahmenbedingungen und guter Betreuung Ihre Dissertation bei uns erarbeiten können.
Sprechen Sie uns an! Kontakt
Diplomarbeit
Studenten der Biowissenschaften (Universität und Fachhochschule), die eine Diplomarbeit erarbeiten wollen, sind herzlich willkommen, ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit in einem der oben benannten Themenfeldern anzufertigen.
Aktuell würden wir Arbeiten im Bereich 'iRNA-Silencing-Methodik (Etablierung & Applikation) bei Dendritischen Zellen Neugeborener', oder aber andere Themen anbieten.
Kommen Sie einfach mal vorbei...
Technische Mitarbeit (MTA, BTA, ...)
Für eine Mitarbeit im Bereich der immunologischen Grundlagenforschung suchen wir eine/n Technische/n Mitarbeiter/in mit Erfahrungen in der Durchflußzytometrie, der Zellkultur und der PCR. Es handelt sich um eine befristete Drittmittelstelle mit Verlängerungsoption.
HiWi
Aktuell leider keine freien Stellen mehr. Bitte fragen Sie Mitte 2008 an….
