1. Lysosomale Speichererkrankungen

1.1. Mukopolysaccharidosen

1.1. Mukopolysaccharidosen
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Beck
Eugen Mengel
Elke Miebach
Manal Bajbou

Hintergrund:

Mukopolysaccharidosen sind angeborene Stoffwechselwechsel-Erkrankungen, die durch den Mangel eines lysosomalen Enzyms im Abbau von komplexen Mukopolysacchariden verursacht sind. Insgesamt werden 10 verschiedene Enzymdefekte unterschieden. Die Speicherung von Heparan-, Dermatan-, Keratan- und Chondroitinsulfat kann verschiedene Organsysteme - Nervensystem, Skelett, Herz, Leber und Milz, Auge, Ohr, Lunge, etc. - betreffen. Enzymersatztherapie ist ein vielversprechender Ansatz, bei diesen bisher nur in Ausnahmefällen durch Knochenmarks-Transplantation kausal behandelbaren Erkrankungen ein kuratives Therapieangebot zu erstellen. Klinische Studien zur Zulassung dieser neuen Medikamente werden zur Zeit für MPS I, MPS II und MPS VI durchgeführt. Die Arbeitsgruppe beteiligt sich an internationalen Multi-Center-Studien. Ein Patienten-Register ist eingerichtet.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Beck
Villa Metabolica Universitäts-Kinderklinik Mainz
Langenbeckstr. 2
55131 Mainz

Tel. 6131 17-5754
Fax 6131 17-5762
E-Mail: beck@kinder.klinik.uni-mainz.de

1.2. Morbus Fabry

1.2. Morbus Fabry
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Beck
Catharina Whybra
Keun-Sun Kim
Karin Baron
Eugen Mengel
Frank Bähner
Kooperationen Priv.-Doz. Christoph Kampmann
Pädiatrische Kardiologie
Universitäts-Kinderklinik Mainz
Prof. Dr. A. Schwarting
Nephrologie, II. Innere Klinik
Universitätsklinik Mainz
Prof. Dr. Hertlein und Prof. Dr. Thömke
Neurologische Klinik
Universitätsklinik Mainz

Hintergrund:

Beim Morbus Fabry führt der Mangel des lysosomalen Enzyms a-Galaktosidase zur Speicherung einer Lipid-Substanz (CTH) ubiquitär im Körper. Schätzungsweise 400-600 Menschen in Deutschland sind betroffen. Die Vererbung ist X-chromosomal, und Männer sowie Frauen können betroffen sein. Eine eigene Studie, publiziert im Jahr 2001, zeigt das heterogene Krankheitsbild bei Frauen auf. Einige Experten sprechen inzwischen von dominantem Vererbungsmodus. Während im Kindes- und Jugendalter neuropathische Schmerzen und eine unspezifische Enteropathie die Symptomatik bestimmen, treten in den weiteren Lebens-Dekaden die Komplikationen terminale Niereninsuffizienz, Kardiomyopathie und ZNS-Beteiligung auf.
Seit 2001 sind 2 Medikamente zur Enzymersatztherapie zugelassen. Die Arbeitsgruppe untersucht vor allem Fragestellungen zur Behandlung von Kindern und Frauen mit Morbus Fabry, sowie aus den Untersuchungen aus den Themengebieten Kardiologie, Neurologie und Nephrologie.

Kontakt:

Prof. Michael Beck
Universitäts-Kinderklinik Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Tel. 6131 17-5754
Fax 613117-5762
E-Mail: beck@kinder.klinik.uni-mainz.de

1.3. Morbus Gaucher

1.3. Morbus Gaucher
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Beck
Eugen Mengel
Elke Miebach
Kooperationen Prof. Dr. A. Rolfs
Neurologische Klinik
Universitätsklinik Rostock

Hintergrund:

Der Morbus Gaucher ist die häufigste lysosomale Speichererkrankung. Der Mangel an ß-Glucocerebrosidase führt dazu, dass in speichernden Makrophagen, sogenannten Gaucherzellen, Glucocerebrosid aufgenommen wird. Primär findet die Speicherung in den Organen des RES statt und führt zu Leber- und Milzvergrößerung, Blutbildveränderungen und Knochenmarksspeicherung. Bei Patienten mit außerordentlich ausgeprägtem Mangel können auch andere Organsysteme, vor allem das ZNS, aber auch Lunge, Immunsystem, Herz und Niere betroffen sein.

Seit 10 Jahren werden Patienten erfolgreich mit der Enzymersatz-Therapie (Imiglucerase) behandelt. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich vorzugsweise mit der Behandlung von Kindern mit Morbus Gaucher sowie der neurologischen und ossären Beteiligung.

Kontakt:

Eugen Mengel
Universitäts-Kinderklinik Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Tel. 6131 17-5754
Fax 6131 17-5762
E-Mail: mengel@kinder.klinik.uni-mainz.de

1.4. Morbus Niemann-Pick A&B

1.4. Morbus Niemann-Pick A&B
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Beck
Eugen Mengel
Elke Miebach
Kooperationen Dr. M. Vanier
Biochemisches Labor Lyon

Hintergrund:

Der Morbus Niemann-Pick ist seltener als andere lysosomale Speichererkrankung, wie z.B. der Morbus Gaucher oder der Morbus Fabry. Die Häufigkeit der Erkrankung kann kaum geschätzt werden. Zum einen fehlen epidemiologische Studien, zum anderen wird bei zahlreichen Patienten die Diagnose nicht gestellt.

Der Mangel an Sphingomyelinase führt dazu, dass in speichernden Makrophagen, sogenannten Schaumzellen, Sphingomyelin aufgenommen wird. Primär findet die Speicherung in den Organen Leber, Milz und Lunge, sowie bei ausgeprägtem Mangel auch im Nervensystem, statt. Im Tierversuch konnte in präklinischen Studien die Wirksamkeit von rekombinanter Sphingomylinase gezeigt werden.

Die Arbeitsgruppe beteiligt sich mit einer sogenannten "Natural-History-Studie" an einer internationalen Multi-Center-Studie daran, die klinischen Studien zur Zulassung der Enzymersatztherapie vorzubereiten.

Kontakt:

Eugen Mengel
Universitäts-Kinderklinik Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Tel. 6131 17-5754
Fax 6131 17-5762
E-Mail: mengel@kinder.klinik.uni-mainz.de

1.5. Andere lysosomale Speicher-Erkrankungen

1.5. Andere lysosomale Speicher-Erkrankungen
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Beck
Eugen Mengel
Elke Miebach
Manal Bajbouj
Kooperationen Prof. Dr. A. Rolfs
Neurologische Klinik
Universitätsklinik Rostock

Hintergrund:

Neben den bereits aufgeführten Erkrankungen gibt es noch ca. 40 weitere lysosomale Speichererkrankungen. Besonders zu erwähnen sind die Gruppen der Neuro-Sphingolipidosen, Ceroid-Lipofuszinosen und Oligosaccharidosen, aber auch einzelne Erkrankungen wie der Morbus Niemann-Pick C oder der Morbus Wolman. Diesen Erkrankungen ist gemeinsam, dass das Prinzip Enzymersatztherapie durch die Beteiligung des ZNS nur bedingt wirksam oder sogar unwirksam sein wird.

Für Patienten dieser Erkrankungsgruppe ist unser Angebot an Diagnostik, genetischer Beratung und Koordination der palliativen Therapien ausgerichtet. Neue präklinische Ansätze wie "Substrat-Deprivation" oder "small-molecules" werden aufmerksam verfolgt.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Beck
Universitäts-Kinderklinik Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Tel. 6131 17-5754
Fax 6131 17-5762
E-Mail: beck@kinder.klinik.uni-mainz.de

2. Andere lysosomale Speicher-Erkrankungen

2.1. Enzymdiagnostik

2.2. Urindiagnostik

3. Allgemeine Stoffwechselerkrankungen

3.1. Mukopolysaccharidosen

3.1. Mukopolysaccharidosen
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Beck
Eugen Mengel
Elke Miebach

Hintergrund:

Das biochemische Labor betreibt die begleitende Labordiagnostik zur Diagnose und Therapie von angeborenen Stoffwechselerkrankung. Im Mittelpunkt stehen die Untersuchung von Aminosäuren im Serum und der Nachweis spezifischer, pathologischer Ausscheidungsprodukte. Die Untersuchung der NaCl-Konzentration im Schweiß und Stuhl-Malabsorbtions-Diagnostik sind von allgemein-pädiatrischem Interesse. Des weiteren sind Untersuchungen auf bestimmte, seltene Stoffwechselerkrankungen nur in diversen Speziallaboratorien in Deutschland und Europa möglich. Hierzu werden die Proben in unserem Labor vor- und aufgearbeitet.Kontakt:Prof. Dr. Michael BeckUniversitäts-Kinderklinik Mainz  Langenbeckstr. 1

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Beck
Universitäts-Kinderklinik Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Tel. 6131 17-5754
Fax 6131 17-5762
E-Mail: beck@kinder.klinik.uni-mainz.de

3.2. Ambulanz

3.2. Ambulanz
Arbeitsgruppe Prof. Dr. Michael Beck
Eugen Mengel
Elke Miebach

Hintergrund:

Mehr als 250 angeborene Erkrankungen des Stoffwechsels sind bekannt. Auch wenn die einzelnen Erkrankungen selten sind, besteht bei jedem 500.-1000. Neugeborenen eine angeborene Stoffwechselerkrankung. Die Universitäts-Kinderklinik Mainz unterhält als einzige Einrichtung in Rheinland-Pfalz eine Spezialambulanz. Zudem wird in Kooperation mit dem Neugeborenen-Screening-Zentrum der Universitäts-Kinderklinik Heidelberg das erweiterte Neugeborenen-Screening mittels Tandem-Massenspektroskopie betrieben. Hierbei können 20 therapiebare Erkrankungen bereits vor der ersten Stoffwechselentgleisung behandelt werden. Die Prognose kann wesentlich günstiger gestaltet werden. Patienten mit angeborenen Stoffwechselerkrankung können sich zur Stoffwechselkontrolle, medikamentösen und diätetischen Therapiekontrolle und zur Beratung zumeist ambulant vorstellen. Diagnostische Strategien für stationäre Patienten werden entwickelt und in Zusammenarbeit mit der jeweiligen stationören Abteilung angeboten.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Beck
Universitäts-Kinderklinik Mainz
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz

Tel. 6131 17-5754
Fax 6131 17-5762
E-Mail: beck@kinder.klinik.uni-mainz.de

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