Das Team
Leitung
Leiterin des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen

Univ.-Prof. Dr. med. Annerose Keilmann
Landesärztin für hör-, stimm- und sprachbehinderte Menschen in Rheinland-Pfalz
annerose.keilmann@unimedizin-mainz.de
1979-1985: Studium der Medizin in Homburg/Saar und Freiburg i. Br.,
1985: Promotion zum Dr. med.
1986 bis 1996: wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HNO-Klinik der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
1990: Anerkennung als Fachärztin für HNO-Heilkunde, 1991 im Teilgebiet Phoniatrie und Pädaudiologie
1995: Fachärztin für Phoniatrie und Pädaudiologie
1995: Habilitation über Schalldeprivation und Hörbahnreifung
1996: Verleihung des Förderpreises der Geers-Stiftung
1996-2005: Leitende Oberärztin der Klinik für Kommunikationsstörungen Mainz
1996: Verleihung des Annelie-Frohn-Preises
2006: Ernennung zur Universitätsprofessorin an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz und Leiterin des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen an der Univ.-HNO-Klinik Mainz
Im Präsidium der Deutschen Gesellschaft für Phoniatrie und Pädaudiologie (http://www.dgpp.de), im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Bunds der Logopäden und als Vertreterin der DGPP im erweiterten Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde (http://www.dgss-ev.org)
Forschungsschwerpunkte:
Sprachentwicklungsdiagnostik; organische Stimmstörungen; Singstimmstörungen
Hörbahnreifung, Schalldeprivation, Hörgeräteversorgung im Kindesalter, Sprachentwicklung bei Kindern mit Hörstörungen
Weitere Informationen im Forschungsbericht des Landes Rheinland-Pfalz
http://www.mwwfk.rlp.de/fobe
Anmeldung

Wir sind ein Team von fünf Verwaltungsangestellten. Unsere Hauptaufgabe ist die Betreuung unserer PatientInnen im nichtmedizinischen Bereich von der Terminvergabe und -koordination über die Patientenanmeldung und -aufnahme bis zur Anlage und Verwaltung der Patientenakten und dem Schreiben von Arztberichten.
Weitere Tätigkeitsfelder sind die Erstellung von Statistiken über Art und Zahl der Behandlungen in unserer Klinik sowie Postein- und ausgang, die Bearbeitung schriftlicher und telefonischer Anfragen sowie alle im Sekretariats- und Verwaltungsbereich anfallenden Tätigkeiten.
ÄrztInnen

Wir, die Ärztinnen und Ärzte des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen, sind für alle Patienten und Patientinnen mit Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme oder des Schluckakts sowie für Kinder und Jugendliche mit Hörstörungen zuständig. Meist arbeiten wir zusammen mit Logopädinnen, Audiologischen Assistentinnen, Wahrnehmungstherapeutinnen, Erzieherinnen, Schwestern, Ingenieuren, dem Psychologen oder dem Physiker und moderieren das interdisziplinäre Team.
Bei allen PatientInnen erheben wir die Krankheitsgeschichte und führen die körperliche Untersuchung durch. Bei Störungen der Sprache und des Sprechens ist es wichtig, die Ohren und die Sprechorgane zu untersuchen. Bei Stimmstörungen untersuchen wir die Schwingungen der Stimmlippen mit Hilfe der Stroboskopie und digitaler Hochgeschwindigkeitsaufnahmen. Die Videoendoskopie des Schluckaktes erlaubt die Einschätzung der Art und des Schweregrads von Schluckstörungen. Auch bei Kindern mit Hörstörungen ist eine genaue Beurteilung des Ohres und der benachbarten Organe unerlässlich.
Für weitere Untersuchungen stehen uns u.a. akustische Analysen des Stimmschalls, Geräte zur Untersuchung der Atmung, die Elektromyographie und der Ultraschall von Kopf und Hals zur Verfügung. Wenn nötig, bitten wir KollegInnen anderer Fachrichtungen um weiterführende Untersuchungen. Häufig führen wir auch Telefonate mit Eltern und PatientInnen, ÄrztInnen in anderen Kliniken oder Praxen, TherapeutInnen und PädagogInnen. Im Zwischen- oder Abschlussbericht stellen wir die relevanten Befunde zusammen und geben weiterführende Empfehlungen.
Außer in der Krankenversorgung arbeiten wir auch im Studentenunterricht (Studierende der Medizin/u> oder der Sonderpädagogik/u> und in der Logopädenausbildung/u>) sowie in der Forschung/u>.
Oberärztin

Dr. med. Sabine Nospes, HNO-Ärztin und Fachärztin für Phoniatrie und Pädaudiologie
sabine.nospes@unimedizin-mainz.de
1978-1985 Studium der Humanmedizin Universität Ulm/ Philipps-Universität Marburg
1985-1986 Assistenzärztin Klinik für Radiologie, Städt. Kliniken Fulda
1986 Promotion
1986 -1988 Assistenzärztin HNO-Klinik, Städt. Kliniken Fulda
1988-1991 Assistenzärztin HNO-Klinik, Dr. Horst Schmidt- Kliniken Wiesbaden
1991 Anerkennung als Hals-Nasen Ohren-Fachärztin
1991-1993 Wiss. Mitarbeiterin an der Klinik für HNO und Kommunikationsstörungen Mainz
1992/ 1995 Anerkennung Teilgebiet Phoniatrie und Pädaudiologie/
Anerkennung als Fachärztin f. Phoniatrie und Pädaudiologie
1996-2004 Facharzttätigkeit in der Klinik für Stimm- und Spracherkrankungen, Klinikum Weilmünster
2004-2006 Facharzttätigkeit in der HNO-Klinik, Städtische Kliniken Frankfurt am Main Höchst
2006-2007 Tätigkeit als ärztliche Gutachterin beim MDK-Hessen
seit 2007 Oberärztin im Schwerpunkt Kommunikationsstörungen der HNO-Klinik Mainz
Facharzt
Dr. med. Ulrich Jantzen, HNO-Facharzt und Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie
Assistenzärztinnen
Sabine Bader, HNO-Fachärztin
sabine.bader@unimedizin-mainz.de
Dr. Harriet von Creytz, HNO-Fachärztin
harriet_von.creytz@unimedizin-mainz.de
Dr. Anne Katrin Läßig
anne.laessig@unimedizin-mainz.de
Dr. Anja Pollak-Hainz, HNO-Fachärztin
anja.pollak-hainz@unimedizin-mainz.de
Audiologie

Zur Zeit sind in der Audiologischen Abteilung des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen acht Audiologische Assistentinnen in Voll- oder Teilzeit beschäftigt. Regelmäßig erlernen zwei Auszubildende den Beruf der Audiologischen Assistentin. Diese Ausbildung dauert zwei Jahre. Sie umfasst theoretisches und praktisches Lernen sowie drei externe Praktika und schließt mit einem mündlichen und schriftlichen Examen ab.
Die Arbeitsfelder der Audiologischen Assistentinnen sind:
- Diagnostik von Hörstörungen
- Elternberatung
- Hörgeräteanpassungen und Verlaufskontrollen
Zur Erfolgskontrolle dienen Fragebögen zur Validierung der Hörgeräteversorgung bei Kindern, die Sie sich auch auf englisch herunterladen können.
Deutsch: Modul 1, Modul 2 Teil 1, Modul 2 Teil 2
Englisch: Modul 1, Modul 2 Part 1, Modul 2 Part 2 - Prozessoreinstellungen und Verlaufskontrollen bei Cochlea-Implant Patienten
- Forschungsprojekte (neue Messmethoden, Anpassverfahren, Hörgeräte-Technologien etc.)
Es werden vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen alle Altersstufen untersucht, wobei die überwiegende Zahl unserer Patienten Neugeborene und Kleinkinder sind. Bei Kindern, die ambulant wegen Sprachentwicklungsstörungen oder Stimmstörungen vorgestellt werden, überprüfen wir, ob sie normal hören. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Untersuchung bei Verdacht auf auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen.
Hörgeräteanpassungen führen wir fast ausschließlich stationär durch. Kinder bis vier Jahre (und ältere, wenn zusätzliche gravierende Behinderungen bestehen) werden mit einem Elternteil zusammen für eine Woche aufgenommen. Außer der ausführlichen Diagnostik, der Einstellung und Anpassung der Hörgeräte erfolgt dann auch die intensive Elternberatung, z. B. zum Umgang mit den Hörgeräten und zum Hör-Versteh-Training im häuslichen Umfeld. Ältere Kinder werden ohne Eltern aufgenommen, abhängig von Art und Grad der Hörstörung für 10 - 14 Tage. In jedem Fall werden die beiden Hörgerätepaare, die sich im Rahmen des stationären Aufenthaltes als die besten herausgestellt haben, auch im häuslichen Umfeld, im Kindergarten bzw. in der Schule erprobt. Die Eltern und Pädagogen vermerken ihre Erfahrungen auf entsprechenden Beobachtungsbögen. Nach der häuslichen Erprobung erfolgt nochmals eine ambulante Untersuchung und die Hörgeräteverordnung.
Im gleichen Rahmen wie die Hörgeräte-Anpassung findet die Vordiagnostik und die primäre Rehabilitation von Cochlea-Implant Patienten statt.
Weitere Tätigkeiten sind die konsiliarische Mitbetreuung von Patienten anderer Kliniken und Abteilungen des Universitätsklinikums (z. B. Kinderklinik, neurologische Klinik etc.) sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Frühförderstellen, Schwerhörigenkindergärten/-schulen und Akustikern.
Elektrophysiologie
Im Bereich Elektrophysiologie wird das interdisziplinäre Team des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen durch zwei Diplomingenieure der Fachrichtungen Medizintechnik, Elektrotechnik/Nachrichtentechnik und Biophysik ergänzt.
Aufgabe der Elektrophysiologie ist die Ergänzung der Diagnostik von Hörstörungen mit Untersuchungen aus dem Kreis der objektiven Hörprüfungen, insbesondere der BERA (brainstem evoked response audiometry) bzw. Hirnstammaudiometrie. Der Patient wird über Kopfhörer mit "Clicks" beschallt, sehr kurzen, nicht frequenzspezifischen Signalen. Während der Beschallung führt man von der Schädeloberfläche abgeleitete EEG-Signale (Hirnströme) einem Verrechnungsprozess zu, dessen Ergebnis eine Aussage über die Signalverarbeitung im Hirnstamm ermöglicht. So lässt sich einerseits eine Hörschwelle bestimmen und andererseits das Signal über mehrere Schaltstationen im Hirnstamm verfolgen und beurteilen. Die BERA ist ein sehr empfindliches Messverfahren und wird zur Vermeidung von Störeinflüssen am schlafenden Patienten durchgeführt. Für spezielle Fragestellungen gibt es weitere speziell abgewandelte elektrophysiologische Messverfahren, die bei Bedarf ebenfalls zur Anwendung kommen.
Weitere Aufgaben der Elektrophysiologie liegen auf dem Gebiet der Cochlea-Implantat-Versorgung, sowohl vor der CI-Operation im Bereich der Diagnostik zur Feststellung, ob ein Cochlea-Implantat für einen Patienten von Nutzen sein kann, als auch nach der CI-Operation im Bereich der CI-Prozessor-Einstellung und technischen CI-System Überprüfung und Überwachung.
Daneben sind die Ingenieure der Elektrophysiologie auch zuständig für die technische Unterstützung der übrigen MitarbeiterInnen und für die "Computerei" des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen in allen ihren Facetten ...
Logopädie

Insgesamt arbeiten 7 Logopädinnen in Voll- und Teilzeitstellen bzw. Forschungsprojekten (link zu den Forschungsprojekten) im Schwerpunkt Kommunikationsstörungen.
In der Ambulanz werden alle Störungsbilder, wie z.B. Sprachentwicklungsstörungen, Aussprachestörungen (Dyslalien), Redeflußstörungen (Stottern, Poltern), Näseln, organische und funktionelle Stimmstörungen, Schluckstörungen, zentral verursachte Sprach- und Sprechstörungen (Aphasien, Dysarthrophonien) diagnostiziert. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Diagnostik von kindlichen Sprach- und Sprechstörungen sowie funktionellen und organisch bedingten Stimmstörungen. Nach der ambulanten Vorstellung erfolgt dann die Therapie in logopädischen Praxen. (zu Adressen: link www.dbl-ev.de)
Im Rahmen einer stationären Intensiv-Intervall-Therapie (Dauer: insgesamt 5 Wochen) können hauptsächlich 5-6jährige Kinder mit einer schweren Sprachentwicklungsstörung behandelt werden. Hierbei erhalten die Kinder ein intensives Förderangebot, bestehend aus Logopädie und Wahrnehmungstherapie. Für die stationäre Aufnahme ist es erforderlich, dass ein Fragebogen ausgefüllt und –wenn möglich- ein Bericht des behandelnden Logopäden beigelegt wird.
Auch die Rehabilitation von cochlea-implantierten Kindern gehört zu unserem Aufgabengebiet.
Außerdem werden PatientInnen anderer Abteilungen des Universitätsklinikums von uns logopädisch behandelt.
Wahrnehmung

Im Bereich der Wahrnehmungstherapie sind drei Wahrnehmungstherapeutinnen beschäftigt.
Wir untersuchen ambulant und stationär Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen.
Bei 2-3-jährigen Kindern führen wir einen Entwicklungstest durch. Bei den Kindern ab 4 Jahren überprüfen wir die Bereiche visuelle Wahrnehmung, visuelle und auditive Gedächtnisleistungen, Graphomotorik und Geräuschdiskrimination.
Kinder, die zur Intensivtherapie wegen einer Sprachstörung für drei Intervalle stationär aufgenommen werden, erhalten täglich eine Wahrnehmungstherapie. Weil diese Kinder meist auch Beeinträchtigungen bei der Aufnahme von Sinnesreizen, ihrer Verarbeitung oder den Reaktionen auf Sinnesreizen in den Bereichen Sensorik, Motorik und Verhalten aufweisen, werden unsere therapeutischen Konzepte individuell dem Kind angepasst.
Ein wesentlicher Teil unseres Konzeptes ist die intensive Beratung der Eltern bezüglich der diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen.
Bewährte Konzepte sind für uns unter anderem:
- Visuelle Wahrnehmungsförderung (nach M. Frostig)
- Vermittlung taktil-kinästhetischer Spürinformationen (nach Affolter)
- Kognitive Selbststeuerung (nach I. Wagner)
- Aufmerksamkeitstraining (nach Lauth und Schlottke)
- Auditives Perzeptionstraining
- Förderung von visuellen und auditiven Gedächtnisleistungen
Diese Konzepte werden von Therapieschwerpunkten begleitet wie:
- Aufbau einer ausreichenden Kooperation in Alltags- und Lernsituationen bei<//span> Ausweichverhalten
- Aufbau von Vertrauen in die eigene Leistung
- Aufbau einer strukturierten Arbeitsweise
- Umgang mit Fehlern und Entwickeln von Lösungstrategien
- Förderung von mehr Eigenaktivität
Psychologie

Der Diplom-Psychologe und psychologische Psychotherapeut ergänzt das interdisziplinäre Team des Schwerpunkts Kommunikationsstörungen. Seine Hauptaufgabe ist dabei die psychodiagnostische Abklärung bei den hier vorgestellten Patienten.
Bei Kindern zwischen 4 und 7 Jahren, die überwiegend wegen Sprachentwicklungs- und Hörstörungen vorgestellt werden, wird auf der Basis der erhobenen Befunde, der zusammengetragenen Überlegungen weiterer Teammitglieder und der Gespräche mit den Eltern sowie ggf. auch mit externen Therapeuten, Lehrern und Erziehern eine Planung der weiteren Förderung (Therapien, Einschulung/Schulwechsel, Betreuung durch Einrichtungen vor Ort) erstellt und mit den Eltern besprochen.
Bei älteren Kindern und Jugendlichen kommen die Fragestellungen oft aus dem Problemfeld Lese-/Rechtschreibschwäche. Es geht um die Abklärung der nonverbalen Intelligenz bei späterkannter oder -versorgter Schwerhörigkeit oder um Sozialisationsprobleme, die sich auf Grund von Hör-, Sprach- und Sprechstörungen sowie weiteren Faktoren (Hyperaktivität, familiäre Probleme usw.) ergeben.
Bei den Störungsbildern: psychogen (mit-)bedingte Hörstörungen, elektiver Mutismus, Stottern, Poltern sowie psychogen bedingte Stimmstörungen werden nach erfolgter Diagnostik (in einem geringeren Umfang auch bei Erwachsenen) psychotherapeutische Maßnahmen (kognitive Verhaltenstherapie, systemische Familientherapie, Entspannungsverfahren) im stationären und/oder ambulanten Bereich durchgeführt.
Auch bei der Erarbeitung von Untersuchungsdesigns, Fragebögen für wissenschaftliche Untersuchungen und der Sichtung von neuem diagnostischen Material ist der Diplom-Psychologe beteiligt.
Pflege und ErzieherInnen

Unser Team setzt sich aus neun Kinderkrankenschwestern, die teilweise über Zusatzausbildungen in der Montessori-Pädagogik und in der systemischen Familientherapie verfügen und drei ErzieherInnen zusammen.
Im Schwerpunkt Kommunikationsstörungen werden 14 Kinder mit Hör- und Sprachbeeinträchtigung stationär betreut. Für Säuglinge, Kleinkinder und Patienten mit Zusatzbehinderungen stehen vier Vater/Mutter-Kind-Einheiten zur Verfügung. Kinder ab dem vierten Lebensjahr werden allein aufgenommen. Sie sind in zwei Vierbett- und einem Zweibettzimmer untergebracht. In der therapiefreien Zeit werden unsere kleinen PatientInnen im Kinderzimmer gemeinsam von ErzieherInnen und dem Pflegepersonal betreut.
Besonderen Wert legen wir auf eine ganzheitliche Förderung unter Berücksichtigung der individuellen Entwicklung jedes uns anvertrauten Kindes. Hierbei spielen u.a. das Alter des Kindes, sein Hör- und Sprachvermögen, Mitarbeit und Belastbarkeit sowie der Betreuungsbedarf der Eltern eine wesentliche Rolle.
Die Aufgabengebiete im Kinderzimmer erstrecken sich über folgende pädagogische Bereiche:
- Sonderpädagogische Förderung (z.B. Psychomotorik, Rhythmik)
- Angebot von adäquaten Spiel- und Beschäftigungsmaterialien
- Therapieunterstützende Maßnahmen (z.B. korrektives Feedback, auditive Wahrnehmungsförderung)
- Strukturierter Tagesablauf (z.B. feste Regeln, Rituale)
- Stress- und angstfreie Atmosphäre schaffen (z.B. Entspannungsübungen)
- Stärkung des Selbstbewusstseins
- Konfliktbewältigung
- Kontaktaufnahme zu Kindern mit ähnlichen Beeinträchtigungen.
Das Aufgabengebiet im pflegerischen Bereich umfasst:
- Einführung in die Besonderheiten des Klinikablaufes (z.B. Eintragung in die stationäre Warteliste, Stationsbesichtigung, Aufnahme der Patienten)
- Organisation und Koordinierung diagnostischer Maßnahmen (z.B. EEG, EKG, Blutentnahme, augen- und/oder kinderärztliche Untersuchung, CT, MRT, CI- Diagnostik)
- Vorbereitung und Begleitung zu den geplanten Untersuchungen
- Erkennen der Ressourcen und Bedürfnisse der Kinder
- Hilfestellung und Unterstützung in allen Bereichen des täglichen Lebens
- Elterngespräche/-beratung (unter systemischen Gesichtspunkten)
