Visual Universitätsmedizin Mainz

Blutkulturen

  • zählen mit zu den wertvollsten Elementen zeitgemäßer Infektionsdiagnostik
  • sollen zum richtigen Zeitpunkt korrekt abgenommen werden

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Blutkulturdiagnostik (Pdf , 82.9 KB)

 

 

Exsudate aus geschlossenen Prozessen und Abszessen

  1. Es empfiehlt sich, exsudatreiche Herde durch perkutane Punktion und Sekretaspiration mit einer Spritze zu gewinnen, falls diese von außen erreichbar sind.
  2. Bei zu eröffnenden Prozessen sollte vorher durch Punktion Material gewonnen werden. Falls dies nicht gelingt, muß sofort nach der Inzision Abszeßinhalt in ausreichender Menge mittels einer Spritze aufgenommen werden. Zusätzlich ist es empfehlenswert, ein Gewebestückchen aus dem Granulationsgewebe der Abszeßwand in einem getrennten Transportgefäß mit NaCl zu asservieren.
  3. Bei wenig Exsudat (z. B. Hautpusteln oder –Bläschen) Aspiration mit kleiner Spritze (Tuberkulinspritze)

Exsudate aus offenen Wunden, Hautulzerationen und Fistelgängen

  1. Bei offenen Wunden Sekretaufnahme mit Tupfer oder Gewebsbröckel vom Wundgrund und aus
    Randbezirken. Kleine Läsionen in toto exzidieren.
  2. Aus Fistelgängen Exsudatabsaugung mit sterilem Katheter, wenn möglich, bzw. mit einer Kürette Gewebe aus der Fistelgangwand gewinnen.
    CAVE!
    In chronischen Entzündungsprozessen ist die Erregerkonzentration häufig gering, sodaß auf ein ausreichend großes Probenvolumen zu achten ist.

Wichtig!
Unverzüglicher Transport!
Lagerungszeit nicht mehr als 2 Stunden (Kühlschrank) für Spritzen mit Verschlußkonus!

Chlamydienabstriche

Zervix-Proben:

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  1. Mit einem großen Tupfer Schleim vom Ektozervix entfernen und verwerfen.
  2. Einen anderen großen Tupfer in den Zervikalkanal einführen, bis die Spitze nicht mehr sichtbar ist.
  3. 3-5 Sekunden lang drehen. Herausziehen.
    Berührung der vaginalen Strukturen vermeiden.

Urethraproben:

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  1. Innerhalb einer Stunde vor der Probennahme nicht mehr urinieren.
  2. Einen kleinen Abstrichtupfer 2-4 cm tief in die Urethra einführen.
  3. 3-5 Sekunden lang hin und her drehen und dann herausziehen.

Probenherstellung und -transport:

  1. Den Tupfer sofort nach Probennahme 15 Sekunden lang kräftig im STM hin- und her bewegen. Flüssigkeit an der Wand des Röhrchens ausdrücken. Übermäßiger
    Schleim sollte mit dem Tupfer aufgenommen und entfernt werden. Überschüssige Flüssigkeit aus dem Schleim an der Wand des Röhrchens ausdrücken.
    Wenn der Tupfer länger als 15 Sekunden im Probentransportmedium gelassen wird, kann dies zu einer Inhibition der PCR führen!
  2. Den Tupfer und überschüssigen Schleim entfernen.
    Das Röhrchen verschließen.
    Die Probe beschriften.
  3. Probentransport innerhalb von 24 Stunden bei 2-25°C.
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Labordiagnostik an der Universitätsmedizin Mainz