Visual Universitätsmedizin Mainz
Aufbau Implantat

Aufbau Implantat:

Unabhängig der vielen Hersteller und Systeme sind Implantate meist aus mehreren Komponenten aufgebaut. Die Basis ist der Implantatkörper (1), der als künstliche Zahnwurzel im Kieferknochen (2) verankert wird und dort fest im umgebenden Knochengewebe einheilt. Diese knöcherne Einheilung braucht eine gewisse Zeit (2-4 Monate), in der die Implantate meist unbelastet oft wieder von Schleimhaut bedeckt einheilen, obwohl bei günstigen Voraussetzungen auch in dieser Zeit schon die Implantate genutzt werden können.

Bei der überwiegenden Zahl der Implantate besteht die künstliche Zahnwurzel aus dem körperverträglichen Metall Titan, das zur Verbesserung der knöchernen Einheilung aufgeraut und geätzt mit einer besonderen Oberflächenstruktur angeboten wird. Seit einiger Zeit wird auch eine Keramik Zirkonoxid als Implantatkörper angeboten, wozu bisher allerdings wenige klinische Erfahrungen vorliegen. Moderne Implantattypen sind meist schrauben- oder zylinderförmig und, abhängig vom Einsatzgebiet, in unterschiedlichen Längen und Durchmessern verfügbar.

Das Bindeglied zwischen Implantatkörper und sichtbarer Krone (3) im Mund stellt der Kronenaufbau (4) dar. Dieser sorgt für den notwendigen Abstand zwischen dem sichtbaren Teil des Implantates und dem Zahnfleisch (5). Obwohl auch hier oft Titan angewandt wird, setzen sich hier wegen der Farbe und Schleimhautfreundlichkeit zunehmend Zirkonoxidkeramiken durch.

Die Krone, sprich der sichtbare Teil des Implantates, wird in der Zahnmedizin als Suprakonstruktion bezeichnet und wird mit ähnlichen Methoden und Werkstoffen hergestellt, wie auf natürlichen Zähnen. Diese wird, um einen festen Sitz zu garantieren, je nach Indikation, wie auf dem Zahnstumpf zementiert oder kann bei Implantaten verschraubt und damit abnehmbar gestaltet werden.