Diffusion Tensor Imaging
Beim Diffusion Tensor Imaging (DTI) handelt es sich um eine Messung der Diffusion der Wasser-Moleküle im Gewebe, bei der ein Diffusions-Tensor und aus diesem wiederum verschiedene Parameter wie die Stärke und Anisotropie der Diffusion und ihre Ausrichtung berechnet werden können. Auf diese Weise können die Struktur des zerebralen Marklagers untersucht und die darin enthaltenen Leitungsbahnen mit dem sog. Fiber-Tracking-Verfahren dargestellt werden. Neben der klinischen Anwendung zur Operationsplanung, die in Mainz seit 5 Jahren zur Routine bei zentral liegenden Tumoren gehört, liegt der Forschungsschwerpunkt der Neuroradiologie auf der Template-Erstellung aus DTI-Datensätzen, sowohl im supra- als auch im infratentoriellen Bereich. Mit den Kooperationspartnern, vor Allem der Psychiatrie und der Psychosomatik, werden aber auch andere Fragestellungen untersucht.
Ansprechpartner:
- Dipl. Phys. Th. Bauermann
- Dipl. Phys. A. Kronfeld
- Dr. med. A. Tropine
- Dipl. Phys. G. Vucurevic
- C. Weibrich
Forschungsschwerpunkte bei DTI
Template-Bildung aus DTI-Datensätzen
Hirnstamm- und Kleinhirn-Template durch Normalisierung auf das „best-fitting“ Bild innerhalb einer Gruppe und Koregistrierung auf das SUIT-Template unter Beibehaltung der Eigenvektorrichtung. Das Template dient sowohl als anatomische Grundlage zur Koregistrierung von Läsionen mit den Hirnstammbahnen als auch zum quantitativen Fiber Tracking mit Variationsangabe innerhalb einer Gruppe.
Quantifizierung von DTI-Parametern des zerebralen Marklagers (ROI-und Template-basiert)
- bei M. Alzheimer und Minimal Cognitive Impairment
- bei Alkoholabusus
- bei ADHS
- bei M. Fabry
- Bei Lupus erythematodes
- vor und nach Psychotherapie
Korrelation von Bahnläsionen und Änderungen der zerebralen Aktivierung bei frühkindlichen Hirnschäden
- Funktionsverlagerung auf erhaltene Strukturen bei Rinden- und Bahnläsionen (Plastizität des kindlichen Gehirns)
