Zerebrale Aktivierung
Untersuchungen zur zerebralen Aktivierung werden von der Neuroradiologie in Mainz seit über 15 Jahren durchgeführt. Die Grundlage für die Bildgebung ist der erhöhte Blutfluss in den Hirnkapillaren während der Aktivierung und der sog. BOLD-Kontrast. Die Messungen erfolgen seit Februar 2008 auch am 3T-Hochfeldgerät Trio. Es besteht eine enge Kooperation mit der Klinik für Nuklearmedizin, welche PET-Untersuchungen mit ähnlichen Fragestellungen durchführt, sowie mit den klinischen Partnern (Neurologie, Neurochirurgie, Psychiatrie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie, Neuropädiatrie und Klinik für Kommunikationsstörungen) und dem Institut für Psychologie über den IAK „Funktionelle Kernspintomographie“ mit Projektvorstellungen auf Workshops alle 2 Monate. Außerdem wird über das IFZN der Kontakt zu den Grundlagen-Forschern in der Physiologischen Chemie und Physiologie sowie der Linguistik, den Medienwissenschaften und der Philosophie gesucht. Für die Ausarbeitung von Paradigmen im kognitiven Bereich und die Datennachverarbeitung erhalten wir demnächst Unterstützung durch das Neuro-Imagingzentrum.
Ansprechpartner:
- Dipl. Phys. Th. Bauermann
- Dr. med. St. Boor
- Dr. med. J. Gawehn
- Dipl. Phys. A. Kronfeld
- Dipl. Phys. G. Vucurevic
- C. Weibrich
Forschungsschwerpunkte bei zerebraler Aktivierung
Motorik:
- Aktivierung von Subkomponenten des motorischen Systems beim Beobachten und Imitieren
- Aktivierung beim Schreiben
Schmerz:
- Somatotopische Kartierung der nozizeptiven Aktivierung im operculo-insulären Kortex
- Opioid-Rezeptordichte im Temporallappen
- Aktivierung bei Imagination von Schmerz, Schmerzgedächtnis
- Aktivierung bei Allodynie und regionalem Schmerzsyndrom (M. Sudeck)
- Aktivierung bei somatoformem Schmerz
Nystagmus und vestibuläres System:
- Infra- und supratentorielleAktivierung bei optokinetischem Nystagmus
- Aktivierung bei vestibulärer Reizung (Kalorisch, Klick-Geräusch)
- Gegenseitige Beeinflussung der Aktivierungen bei Reizung verschiedener Systeme
Arbeitsgedächtnis:
- Korrelation der Aktivierungen mit Marklager-Struktur
- Korrelation der Aktivierungen zu Elektrophysiologie (P300, Hautwiderstand)
- Veränderungen der Aktivierung bei ADHS, Schizophrenie
Epilepsie:
- Focussuche durch Aktivierungen bei interiktalen Spikes
