Visual Universitätsmedizin Mainz

Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgische Intensivbehandlungsstation

Liebe Besucherin, lieber Besucher, bevor Sie Ihren Angehörigen auf unserer Intensivstation besuchen, möchten wir Ihnen gerne einige Informationen über unsere Station geben.

Ihr Angehöriger wird derzeit auf unserer Intensivstation behandelt. Für Sie ist diese Situation sicher ungewohnt und sehr belastend. Möglicherweise sind Sie aufgrund der fremden Atmosphäre dieser Station verunsichert und haben viele Fragen. Im Folgenden möchten wir Ihnen gerne wichtige Informationen über die Abläufe und das Verhalten auf unserer Intensivstation geben und Ihnen somit helfen, sich mit der Situation vertraut zu machen.

Die Tatsache, dass unsere Patienten überwiegend sehr schwer erkrank sind, stellt an die Patienten und Angehörige sowie Mitarbeiter der Station große psychische und physische Anforderungen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen uns als Team und Ihnen als Angehörige ist uns sehr wichtig und somit für alle von Vorteil.

Markus Falck
(Stationsleitung)
Bianca Buchholz-Kutzke
(Stellv. Stationsleitung)
Univ.-Prof. Dr. med Christian-Friedrich Vahl (Direktor der Poliklionik für HTG-Chrirugie)
Univ.-Prof. Dr. med Christian-Friedrich Vahl
(Direktor der Poliklinik für HTG-Chirurgie)
PD OA Dr. med. Jörg Albers
(Sektionsleiter Intensivmedizin)
Anne Burkhart
(Pflegedienstleitung Chirurgie)

Die Intensivstation

Wir sind die herz-, thorax- und gefäßchirurgische Intensivstation der Universitätsmedizin Mainz. Unsere Hauptaufgaben bestehen darin, schwerkranke Patienten Tag und Nacht zu betreuen. Zur Erfüllung dieser Aufgaben stehen rund um die Uhr spezialisierte Pflegekräfte und Ärzte zur Verfügung. Zusätzlich werden moderne Techniken und Apparate eingesetzt, die die Patienten laufend überwachen. Trotz der Vielzahl und der Notwendigkeit dieser technischen Geräte steht für uns immer der Mensch im Vordergrund. Unsere Intensivstation verfügt über 13 Bettplätze, neun davon in Einzelzimmern. Unser medizinischer Schwerpunkt liegt in der Kardiochirurgie (Herzoperationen). Des Weiteren betreuen wir Patienten nach gefäßchirurgischen oder thorakalen (den Brustkorb betreffend) Eingriffen. Eine konsiliarische Mitbetreuung von Ärzten anderer Fachrichtungen sichert eine umfassende Behandlung unserer Patienten. Unsere Pflegekräfte betreuen rund um die Uhr insgesamt jeweils zwei Patienten. Gemeinsam mit unseren Ärzten sind sie für die sorgfältige und kontinuierliche Überwachung des Herz-Kreislaufsystems, des Stoffwechsels, der Nierenfunktion, des Verdauungstraktes, der Neurologie und vielem mehr zuständig. Weitere Aufgaben umfassen das Erkennen und Handeln im Notfall, die Infektionsvermeidung, Kontrollen des Stoffwechsels, Sicherung der Atmung und Beatmung, die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte, die Unterstützung in den täglichen Aktivitäten des Lebens, die Pflege nach bestimmten Pflegemethoden und Arbeitstechniken sowie das Arbeiten nach Leitlinien.

Unsere Mitarbeiter

Nur durch die intensive Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen ist eine optimale und individuelle Behandlung Ihres Angehörigen möglich. Zum Team unserer Intensivstation gehören:

Pflegekräfte

Auf unserer Intensivstation arbeiten sehr viele Pflegekräfte in Voll- und Teilzeit. Jeder Mitarbeiter arbeitet im Drei-Schichtsystem. Daraus resultiert, dass Ihr Angehöriger nicht immer von derselben Pflegekraft betreut werden kann. Wir bemühen uns jedoch, soweit möglich, eine größtmögliche Kontinuität zu wahren. Alle Pflegekräfte auf unserer Intensivstation sind speziell ausgebildet. Viele unserer Mitarbeiter verfügen über eine zweijährige Zusatzausbildung zum Fachkrankenpfleger/-in für Intensivpflege und Anästhesie. Alle Mitarbeiter befinden sich in ständiger Weiterbildung.

Ärzte

Das ärztliche Team wird durch einen erfahrenen Oberarzt mit Spezialisierung auf dem Gebiet der Intensivmedizin und mehreren Stationsärzten gebildet. Die Ärzte leisten ihren Dienst in einem Zwei-Schichtsystem. Dieses gewährleistet stets eine 24-Stunden-Versorgung auf unserer Station.

Physiotherapie

Unser Physiotherapeutenteam lässt Ihrem Angehörigen eine angepasste und individuelle Therapie zukommen. Weitere Therapeuten, wie beispielsweise Ergotherapeuten und Logopäden, können bei Bedarf hinzugezogen werden.

Versorgungsassistenten/-innen

Zu unserem Team gehören auch Versorgungsassistentinnen. Sie sind für die Material- versorgung der Intensivstation, das Bestellwesen und vieles mehr zuständig

Klinikseelsorger

Für unsere Intensivstation sind klinikinterne Seelsorger zuständig. Auch für Gespräche mit Ihnen als Angehörige stehen unsere Klinikseelsorger rund um die Uhr zur Verfügung. Bitte sprechen Sie dazu die betreuende Pflegekraft an, sie wird dann den zuständigen Seelsorger informieren.

Der Patient

Die Patienten auf der Intensivstation befinden sich meist in einem kritischen Zustand. Sie leiden an einer schweren Erkrankung oder haben eine große Operation hinter sich. Um die Überwachung und Therapie durchführen zu können, werden in der Intensivmedizin viele unterschiedliche Geräte eingesetzt, die wichtige Körperfunktionen überwachen, unterstützen und/oder übernehmen. Überwacht werden die Herz-/Kreislauffunktion, der Bewusstseinszustand sowie die Funktion der inneren Organe. Weitere Körperfunktionen wie beispielsweise die Urinproduktion, der Stoffwechsel, die Verdauung und die Temperatur werden ebenso fortwährend überwacht, um Veränderungen zeitnah zu erkennen und zu behandeln. Die Alarmgrenzen der Geräte sind auf jeden Patienten individuell eingestellt. Wir erkennen bereits am Ton, ob eine akute Gefahr besteht oder ob es sich um eine kleine Abweichung handelt. Dementsprechend reagieren wir.

Maschinen und Monitorüberwachung auf der Intensivstation

Patienten auf einer Intensivstation haben viele Katheter. Diese sind für die medikamen- töse Therapie, die Messung von lebenswichtigen Körperfunktionen, die Ernährung oder die Ableitung von Wundsekret und Urin notwendig. Einige der wichtigsten Instrumente/Maschinen werden wir versuchen Ihnen im Folgenden kurz zu erklären. Zur ständigen Beobachtung sind die Patienten über verschiedene Kabel mit einem Monitor (Überwachungsgerät) verbunden. Dieser Monitor zeigt laufend Herzfrequenz (EKG), Blutdruck und Sauerstoffsättigung an. Die Standardparameter können noch durch weitere Messwerte erweitert werden. Die gemessenen Werte können in Form von Kurven oder Zahlen auf dem Bildschirm abgelesen werden. Diese werden dann gleichzeitig an die zentrale Überwachungseinheit weitergegeben und gespeichert. Hin und wieder kann es sein, dass ein akustisches Signal (Hupen, Klingeln) ertönt. Wir haben die Alarmgrenzen individuell eingestellt, sodass Veränderungen schnell bemerkt werden. Natürlich können auch Bewegungen des Patienten zu Alarmen führen, oder aber ein Kabel hat sich gelöst. Das ist meist nicht schlimm und kann schnell behoben werden.

Infusions- und Spritzenpumpen (Bild oben links)

Zur Behandlung werden eine Reihe von Medikamenten über Infusionsleitungen direkt in das Blut geleitet. Diese können Sie an den dünnen Plastikschläuchen erkennen, die von den Infusionsflaschen zum Körper des Patienten führen. Um diese hochwirksamen Medikamente genau zu dosieren, werden Infusions- und Spritzenpumpen eingesetzt. Falls der Patient nicht essen kann, werden über diesen Weg auch Nährstoffe zugeführt. Medikamente dienen unter anderem der Aufrechterhaltung eines Schlafzustandes, der Schmerztherapie, der Bekämpfung von Infektionen, und der Unterstützung der Herz- und Kreislauffunktion.

Beatmung und Beatmungsgeräte (Bild oben Mitte und Bild oben rechts)

Die Schwere der Erkrankung des Patienten erfordert oft eine künstliche Beatmung. Dazu wird ein Schlauch (Tubus) über den Mund oder die Nase in die Luftröhre gelegt, durch den Luft in die Lungen strömt. Der Schlauch ist mit einem Gerät verbunden, das die Beatmung sicherstellt. Da zur Zeit der Beatmung die Stimmbänder vorübergehend blockiert sind, kann der Patient nicht sprechen. Meistens werden zusätzliche Medikamente gegeben, die eine Beruhigung des Patienten bewirken (narkoseähnlicher Zustand), sodass der Patient durch die Beatmung wenig belastet wird. Es ist immer das Ziel, die maschinelle Beatmung so schnell wie möglich zu beenden. Wir erklären dem Patienten, was wir tun. Auch helfen wir ihm, uns seine Wünsche mitzuteilen. Unter Zuhilfenahme von Schreibtafeln, Schaubildern und Zeichensprache kann sich der Patient in diesem Zustand verständlich machen.

Dialyse (Nierenersatzverfahren)

Patienten, deren Nieren schwer erkrankt sind, kann über ein Schlauchsystem Blut entnommen werden, dass mit Hilfe eines Filters (künstliche Niere) gereinigt und dem Patienten dann wieder zugeführt wird. Dazu haben wir auf unserer Intensivstation mehrere Geräte und Verfahren zur Verfügung.

Die Isolierung

Das geschwächte Immunsystem des Patienten ist anfällig für Infektionen. Zudem gibt es bestimmte Erreger (beispielsweise Bakterien), die für andere Patienten mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich sein können. Um die Verbreitung dieser Erreger einzudämmen, kann es erforderlich sein, dass Sie und wir spezielle hygienische Maßnahmen vor Betreten des Zimmers durchführen müssen. Sollte dies der Fall sein, wird dieses durch ein Schild an der Zimmertür ihrer Angehörigen gekennzeichnet. Bei diesen Patienten sollte die Anzahl an Besuchern möglichst gering gehalten werden und nach dem Betreten der Zimmer diese nicht unnötig verlassen werden. Bitte wenden Sie sich jederzeit mit Fragen zu den entsprechenden Hygienemaßnahmen an die betreuende Pflegekraft.

Besuchszeiten

Der persönliche Kontakt zu Ihrem Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil seiner Genesung. Aufgrund des hohen pflegerischen Aufwandes, vielen Neuaufnahmen, täglichen Untersuchungen sowie kleinen Operationen auf der Station ist unsere Besuchs- zeit begrenzt. Sie können Ihren Angehörigen täglich zwischen 14:30 Uhr und 18.00 Uhr besuchen. Dennoch kann es hier zu Verzögerungen kommen. Notfälle und gewisse pflegerische sowie ärztliche Tätigkeiten sind leider nicht immer planbar. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen, und bemühen uns, Ihnen schnellstmöglich den Besuch Ihres Angehörigen zu ermöglichen. Sollten Sie einmal von den üblichen Besuchszeiten abweichen müssen, so sprechen Sie bitte die betreuende Pflegekraft an.

Die Besucher

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass ein Besuch zwar sehr wohltuend, aber auch anstrengend für die Patienten sein kann. Wir bitten Sie daher, höchstens zu zweit pro Besuchszeit an das Krankenbett zu treten. Es ist ebenso sinnvoll, innerhalb der Familie zwei Personen zu bestimmen, die die Hauptbesuche wahrnehmen und als Ansprechpersonen für uns und das ärztliche Team zur Verfügung stehen. Kinder unter zwölf Jahren dürfen nicht auf die Intensivstation. Sie können Träger von Infektionskrankheiten sein und daher das Wohl der Patienten gefährden. Zudem ist ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift und somit anfälliger für Infektionen. Außerdem sollte die psychische Belastung nicht unterschätzt werden. Das Tragen von Schutzkitteln bei nichtisolierten Patienten ist nicht notwendig.

Telefonische Auskunft

Eine telefonische Auskunft ist uns generell nicht möglich. Gerne geben wir Ihnen aber Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand und weitere Therapiemaßnahmen Ihrer Angehörigen während unserer Besuchszeiten. Bitte legen Sie dazu maximal zwei Ansprechpartnerinnerhalb Ihrer Familie fest.

PD Dr. med. Albers
PD Dr. med. Jörg Albers
Funktionen: Sektionsleiter & Leiter Qualitätssicherung und Patientensicherheit in der HTG
Qualifikationen: Facharzt für Herzchirurgie
Zusatzbezeichnung Intensivmedizin; E.D.I.C.
(European Diploma of Intenisve Care)

06131 17-2911
06131 17-3941
jalbers@uni-mainz.de

Falck
Markus Falck
Funktionen: Stationsleitung Intensivstation
Qualifikationen: Fachkrankenpfleger

06131 17-5032
06131 17-3941
Markus.Falck@unimedizin-mainz.de