Visual Universitätsmedizin Mainz

ikidS-OEVA

 

Onkologische Erkrankung im Vorschulalter und der Übergang in die Schule

 

Projektleiter und Kooperationspartner

·        Univ.-Prof. Dr. Michael Urschitz, Abteilung für Pädiatrische Epidemiologie, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universitätsmedizin Mainz

·        PD Dr. Peter Kaatsch, Deutsches Kinderkrebsregister, Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik der Universitätsmedizin Mainz

·        Univ.-Prof. Dr. Jörg Faber, Klinik für Pädiatrische Hämatologie/Onkologie/Hämostaseologie der Universitätsmedizin Mainz


Zielsetzung des Projekts ikidS-OEVA

der Schulanfang ist ein großer Schritt für jedes Kind - unbekannt ist jedoch, ob dieser Schritt für Kinder, die bereits in ihren frühen Lebensjahren eine Krebserkrankung hatten und möglicherweise lange behandelt werden mussten besondere Auswirkungen hat. Diese Kinder könnten mehr Förderung und Unterstützung benötigen als andere Kinder.

Unklar ist auch, welchen Einfluss die Krebserkrankung im Vorschulalter auf den Übergang in die Schule (Transitionsphase) und den späteren Schulerfolg hat.

 

Fragestellung des Projekts ikidS-OEVA.

Die Universitätsmedizin Mainz hat im Herbst 2013 das epidemiologische Forschungsprojekt ikidS (ich komme in die Schule) begonnen. Dieses Projekt untersucht einerseits, welchen Einfluss der Schuleintritt auf die Gesundheit von Kindern hat und andererseits, welchen Einfluss der Gesundheitszustand bei Einschulung auf den späteren Schulerfolg hat (siehe: www.unimedizin-mainz.de/ikidS).

In Erweiterung dieses Projektes wird unter dem Titel ikidS-OEVA (Onkologische Erkrankung im Vorschulalter) ein bundesweites Forschungsprojekt mit etwa 300 im Vorschulalter an Krebs erkrankten Kindern gestartet. Das Projekt soll folgende Fragen klären: Beeinflusst eine frühkindliche onkologische Erkrankung den Übergang in die Schule? Werden die Bildungschancen betroffener Kinder beeinträchtigt?

Wir begleiten Eltern und Kinder bis zum Ende der ersten Klasse. Die Kinder werden zum Zeitpunkt Ihrer Schuleingangsuntersuchung auf das Vorliegen von weiteren Erkrankungen und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, sowie bereits bestehende Versorgungs- und Fördermaßnahmen untersucht. Gesundheitsbezogene Veränderungen werden durch eine Nachbefragung 12 Monate nach der Einschulung erfasst. Am Ende der ersten Klasse wird der frühe Schulerfolg aus Eltern- und Lehrersicht erhoben.

Die Ergebnisse der Studie werden politischen Entscheidungsträgern, Patienten-, Eltern- und Lehrerverbänden vorgestellt und in Fachjournalen publiziert. Basierend auf den Ergebnissen werden Empfehlungen zur bedarfsorientierten medizinischen Versorgung und pädagogischen Förderung im Vorschulalter an Krebs erkrankter Kinder erarbeitet und neue Interventionsstrategien entwickelt.