Visual Universitätsmedizin Mainz

Forschungsaktivitäten

Ein wesentlicher Forschungsschwerpunkt der Molekularen Kardiovaskulären Pharmakologie ist der oxidative Stress im Gefäßsystem. Hier untersuchen wir die Funktionen endothelialen Stickstoffmonoxids (NO) in Blutgefäßen, erforschen die Funktionen von Enzymsystemen, die reaktive Sauerstoffspezies (ROS) bilden und anderen, die ROS inaktivieren. Darüber hinaus entwickeln wir pharmakologische Ansätze, die geeignet sind, vaskulären oxidativen Stress in vivo zu reduzieren (Ulrich Förstermann, Huige Li, Sven Horke, und Mitarbeiter).

Die Arbeitsgruppe Molekulare Pharmakologie/Immunopharmakologie beschäftigt sich mit  Mechanismen der Expressionsregulation (pro)inflammatorischer Gene. Neben transkriptionellen Mechanismen werden Proteine erforscht, die die Stabilität spezifischer mRNAs regulieren (Hartmut Kleinert , Andrea Pautz und Mitarbeiter).

Die Arbeitsgruppe Klinische Pharmakologie und Pharmakogenetik untersucht den Einfluss der individuellen genetischen Ausstattung als Ursache individuell variabler Antworten auf Medikamente. Die Gruppe beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit zwei Gebieten: den Wirkmechanismen der Anthrazykline und den Ursachen für die variable Aktivität der Arzneimittel-metabolisierenden Enzyme CYP3A und der Arzneimittel-Transporter (Leszek Wojnowski und Mitarbeiter).

Die Forschung der Arbeitsgruppe Solut-Transport durch biologische Membranenkonzentriert sich auf biochemische Stoffwechselwege, die den intrazellulären Aminosäure-Spiegel kontrollieren (Aminosäure-Transporter/-Austauscher, Aminosäure-Synthese und -Metabolismus; Ellen I. Closs, Jean-Paul Boissel und Mitarbeiter)

 

Frauen erkranken häufiger an systemisch, chronisch entzündlichen Autoimmunerkran­kungen des rheumatischen Formenkreises (rheumatoide Arthritis; Systemischer Lupus erythematodes). Die molekularen Mechanis­men die für diese geschlechtsspezifischen Unterschiede verantwortlich sind, sind noch weitgehend unverstanden. Neben genetischen Prädispositionen spielen wahrschein­lich auch weibliche Sexualhormone in der Ätiologie dieser Erkrankungen eine wichtige Rolle. Ob auch geschlechtsspezifische Unterschiede in der Expression von inflammatorischen Genen an der Pathogenese der Krankheiten beteiligt sind, ist Gegenstand der Forschung der Arbeitsgruppe Frauenspezifische Gesundtheitsforschung. Des Weiteren beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit der Aufklärung von molekularen Ursachen die dafür verantwortlich sind, dass diese Patienten gegenüber der Normalbevölkerung ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (Atherosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall) haben. Die Untersuchungen werden in Zellkultur- und Tiermodellen dieser Erkrankungen durchgeführt (Andrea Pautz und Mitarbeiter).