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Physiotherapie im Wandel - Jetzt Handeln

Presseinformation

Universitätsmedizin Mainz informierte über aktuelle Entwicklungen

(Mainz, 30. Juni 2014) Wie sieht das Berufsbild des Physiotherapeuten zukünftig aus? Wie können aktuelle Herausforderungen gemeistert werden? Diese und andere Fragen diskutierten Interessenvertreter der Physiotherapieverbände, Schüler verschiedener Physiotherapieschulen und der katholischen Hochschule Mainz sowie Angestellte und freischaffende Physiotherapeuten auf einer Podiumsdiskussion der Universitätsmedizin Mainz. Die Veranstaltung fand Ende Juni ion Mainz im Rahmen des alljährlichen sechsten Semester-Projektes der staatlichen Schule für Physiotherapie der Universitätsmedizin Mainz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt.

Gegenstand der Diskussion waren insbesondere die von den Veranstaltern kritisierten Missstände im Bereich der Physiotherapieausbildung, des Fort- und Weiterbildungsmarktes sowie des zukünftigen Arbeitslebens. Hinsichtlich des Fortbildungsmarktes bemängeln die Sechstsemester dessen Undurchsichtigkeit und dass das durch die Ausbildung vorhandene Vorwissen nur in geringen Maß berücksichtigt werde. Negativ bewerteten sie zudem die zunehmende Bürokratisierung und die kurzen Behandlungszeiten, sowie das ihrer Meinung nach veraltete Masseur- und Physiotherapeuten-Gesetz und die unzureiochende Abschlüsse bei den Lohnverhandlungen. Im Laufe der Diskussion thematisierten die Diskussionsteilnehmer darüber hinaus den Akademisierungsprozess des Berufs sowie präventive Behandlungen wie Beispielsweise Rückenschulkurse: Wo sollten diese verortet sein und wäre es gut und richtig, diese nur noch als Leistung für Selbstzahler anzubieten?

Als Initiatoren und Organisatoren der Veranstaltung formulierten die Studierenden des sechsten Semesters zudem den Wunsch, dass die berufspolitischen Interessen der Physiotherapeuten einheitlich nach Außen vertreten werden sollten und daher ein physiotherapeutischer Dachverband gegründet werden müsse.

Als zukünftige Physiotherapeuten und besorgt um ihre beruflichen Perspektiven, diskutierten die Studierenden des sechsten Semesters vor zahlreichen Zuhöreren mit den Verbandvertretern Dr. jur. Michael Stehr (Bundesgeschäftsführer VDB-Physiotherapieverband), Mark Rietz (Regionalausschuss Saarland des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten - IFK e.V.), Jürgen Bücher (Landesvorsitzender von Rheinland-Pfalz des Verbands Physikalische Therapie-Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) e.V.), Ulrich Frinken (stellv. Landesvorsitzender VPT Rheinland-Pfalz), Andreas Pust (Vorsitzender Verband Leitender Lehrkräfte an Schulen für Physiotherapie Deutschland e.V.), Ioannis Karassavidis (Vorstandsbeirat des deutschen Verbands für Physiotherapie (ZVK) / Landesverband Hessen e.V.) sowie Reiner Jochem (Landesvorsitzender Physio Deutschland - Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) / Landesverband Rheinland-Pfalz / Saarland e.V.). Moderator der kontroversen Podiumsdiskussion war Dr.phil. Jürgen Konradi, klinischer Linguist der Universitätsmedizin Mainz.

Als Fazit bleibt die Erkenntnis, dass die neue Generation von Physiotherapeuten unzufrieden ist, noch viele Fragen offen sind und das trotz einiger weniger gemeinsamer Positionen der Weg zu einer gemeinsamen berufspolitischen Stoßrichtung von zukünftigen Physiotherapeuten und den Vertretern ihres Berufes lang zu werden scheint.

 

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Dr. rer. physiol. Michael Uebele, Fachlicher Leiter der Schule für Physiotherapie Universitätsmedizin Mainz, Telefon: 06131 17-7138, Fax.: 06131 17-6677, EMail:  michael.uebele@unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt:

Barbara Reinke, Stabstelle Kommunikation und Presse Universitätsmedizin Mainz, Telefon: 06131 17-7428, Fax.: 06131 17-3496, EMail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die Fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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