Visual Universitätsmedizin Mainz

10. Februar 2017

Einblicke ins menschliche Gehirn

Nächster Themenabend der Medizinischen Gesellschaft Mainz am15. Februar 2017

Die Neuroradiologie ermöglicht einen punktgenauen Blick in das Gehirn sowie in das zentrale und periphere Nervensystem. Die neurologischen Strukturen im menschlichen Körper lassen sich mithilfe von bildgebenden Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) sichtbar machen. Die Entwicklung der Neuroradiologie, eine der jüngsten medizinischen Fachdisziplinen, ist in den letzten 50 Jahren rasant vorangeschritten. Der nächste Themenabend der Medizinischen Gesellschaft Mainz am 15. Februar ist einerseits dieser Entwicklung gewidmet. Andererseits wagen die beiden Referenten, der Direktor der Klinik und Poliklinik für Neuroradiologie der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Marc Brockmann, und seine Vorgängerin, Prof. Dr. Wibke Müller-Forell, einen Blick in die Zukunft der Neuroradiologie. Die Veranstaltung wird moderiert vom kommissarischen Direktor der Neurochirurgischen Klinik und Poliklinik, Univ.-Prof. Dr. Florian Ringel. Der Themenabend findet statt um 19.15 Uhr im Hörsaal Chirurgie (Gebäude 505H) der Universitätsmedizin Mainz (Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Den Stellenwert bildgebender Verfahren wie CT und MRT für die neuroradiologische Diagnostik wird Prof. Dr. Wibke Müller-Forell in ihrem Vortrag herausarbeiten. Im Vergleich zu den Anfängen sind diese neuroradiologischen Verfahren mittlerweile kaum invasiv. Das heißt sie kommen in der Regel ohne Gewebeverletzung aus, und es lassen sich schwerwiegende Komplikationen weitgehend ausschließen. Des Weiteren wird Prof. Wibke Müller-Forell aufzeigen, welchen Einfluss die sogenannte interventionelle Neuroradiologie auf die Weiterentwicklung des Fachs hatte. Die interventionelle Neuroradiologie hat unter anderem alternative Therapieverfahren zur Behandlung eines Aneurysmas oder die sogenannte Thrombektomie hervorgebracht. Die Thrombektomie hat sich in den letzten Jahren in der Behandlung von Schlaganfällen durchgesetzt.

Basierend auf der von seiner Vorrednerin dargestellten Entwicklung der Neuroradiologie wird Prof. Brockmann den Status quo der Neuroradiologie aufzeigen und von dort einen Blick in die Zukunft werfen. Der Status quo ist geprägt von aktuellen Techniken der Bildgebung wie beispielsweise dem 4D-MRT-Verfahren. Zudem kommen in der Neuroradiologie zunehmend neue Materialien zum Einsatz. Das reicht beispielsweise von neuartigen Stents bis hin zu röntgendichten polymerisierenden Embolisaten, zu denen auch Gewebekleber zählen.

Darüber hinaus lässt die Zukunft spannende, aber auch kritisch zu wertende Entwicklungen erwarten, wie Prof. Brockmann aufzeigen wird: Wird die Robotik Einzug halten in der Neuroradiologie? Wie wird sich das Einsatzspektrum der Neuroradiologie möglicherweise verändern? Werden in Zukunft mehr oder weniger Schlaganfälle interventionell behandelt? Werden Computer den Neuroradiologen überflüssig werden lassen? Diese und weitere spannende Fragestellungen sind zu diskutieren.

Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich zu diesem Abend eingeladen!

Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender!

 

Kontakt
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger, Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail:  junginger@uni-mainz.de

 

Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. ist ein Verein zur Förderung und Verbreitung medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse. Nicht nur Ärzte, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen über aktuelle medizinische Themen durch Vorträge informiert werden. Mehr Infos zu den Veranstaltungen und das Programm der Gesellschaft finden Sie im Internet unter: http://www.mg-mainz.de/aktuelles.html

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