Visual Universitätsmedizin Mainz

3. Mai 2018

Ausgezeichnet für innovativste Technik in der Kinderchirurgie

„Coolest Trick Award“ für Univ.-Prof. Dr. Oliver Muensterer und sein Team

Um bei Säuglingen mit einer angeborene Fehlbildung des Enddarms (im Fachjargon Analatresie) möglichst schonend einen neuen After zu rekonstruieren, haben Kinderchirurgen der Universitätsmedizin Mainz ein neues OP-Verfahren entwickelt. Hierfür haben sie beim diesjährigen Kongress der International Pediatric Endosurgery Group (IPEG) in Seattle, USA, den „2018 Coolest Trick Award“ gewonnen.

Bei dieser komplexen Fehlbildung hat sich der Enddarm im Mutterleib nicht normal gebildet. Es fehlt die Verbindung durch den Schließmuskel hindurch nach außen. Ohne Operation würden die betroffenen Kinder versterben. Bislang war es bei diesen Kindern erforderlich, den gesamten Damm von vorne nach hinten zu eröffnen, den Schließmuskel zu spalten, den Enddarm an der korrekten Stelle einzunähen und den Schließmuskel zu rekonstruieren. Bei der vorgestellten, neuen „Endoscopic-Assisted Percutaneous Ano-Recto-Plasty“ (ePARP) Technik wird der Enddarm unter endoskopischer Kontrolle quasi direkt durch den Schließmuskel gezogen und mit der Analhaut vernäht. Dabei wird der Schließmuskel intakt belassen. „Die neue ePARP-Technik wird bei den betroffenen Kindern die Stuhlkontinenz verbessern“, ist der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie Univ.-Prof. Dr. Oliver Muensterer überzeugt. Gemeinsam mit seinem Team hatte er die neue OP-Technik entwickelt. Bislang wurde das Verfahren in Mainz bei sieben Patienten erfolgreich angewendet.

Die Organisation IPEG wurde 1991 gegründet, um minimalinvasive Operationen bei Kindern zu fördern. Die Mitglieder kommen aus mehr als 50 verschiedenen Ländern und treffen sich einmal im Jahr zum fachlichen Austausch auf einem Kongress. Dieses Jahr waren in Seattle mehr als 400 Teilnehmer anwesend. Prof. Muensterer und sein Team stellten beim Kongress das neue OP-Verfahren vor, das daraufhin vom Plenum als innovativster Ansatz gewählt und deshalb mit dem „Coolest Trick Award“ ausgezeichnet wurde.

 

Kontakt
Univ.-Prof. Dr. Oliver Muensterer,
Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie der Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131  17-3865, E-Mail:  kic@unimedizin-mainz.de

 

Pressekontakt
Oliver Kreft, Unternehmenskommunikation Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131 17-7424, Fax 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

 

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Kontakt

Stb. Unternehmens­kommunikation

Tel. 06131 17-7428
Fax 06131 17-3496

 E-Mail

Sie finden uns in Gebäude 301 im 1. OG.