Visual Universitätsmedizin Mainz

5. Juni 2019

Digitale Premiere: Erster Healthcare Hackathon an der Universitätsmedizin Mainz

Neues Veranstaltungsformat macht Chancen der digitalen Medizin erlebbar – Schnellkochtopf für Ideen, Riesenspektakel für die Familie, Künstliche Intelligenz für Alle

Bildunterschrift: Digitale Zukunft zum Greifen nah - der "1. Healthcare Hackathon Mainz" macht's möglich!

Wie sieht die Gesundheitsversorgung der Zukunft aus? Wie kann Digitalisierung Abläufe in der Medizin erleichtern? Solche abstrakten Fragen plastisch und anschaulich zu beantworten und anhand eines Wettbewerbs zu demonstrieren, wie digitale Lösungen live und vor Ort entwickelt werden, ist Ziel des ersten „Healthcare Hackathon Mainz“, der heute in Mainz gestartet ist. Das zweitägige Programm am 5. und 6. Juni beinhaltet eine attraktive Mischung aus Entwicklungs-Wettbewerb zur Medizin der Zukunft, digitaler Gesundheitsmesse, innovativen Expertenworkshops und einer Netzwerkplattform für junge Start-Ups aus der Region.

Am 5. und 6. Juni steht die Universitätsmedizin Mainz ganz im Zeichen der digitalen Medizin der Zukunft. Hier treffen junge Entwickler mit spannenden Themen der Gesundheitsbranche zusammen. In aktuell 14 Teams haben sich junge Talente, professionelle Entwickler und Beschäftigte der Universitätsmedizin zusammengefunden, um interaktiv digitale Lösungen für konkrete Fragestellungen der Patientenversorgung zu entwickeln. „Ziel des Healthcare Hackathon Mainz ist es, alle Partner der digitalen Gesundheit zusammenzuführen“, erläutert der Kaufmännische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz und Initiator des Hackathons, PD Dr. Christian Elsner. „Er ist somit gleichsam ein Schnellkochtopf für neue Ideen im Gesundheitswesen.“ Im Focus stehen hier etwa eine gestengesteuerte Pflegedokumentation, unter dem Titel „Helfershelfer“ soll ein Online-System zum Auffinden, Sortieren und Filtern von Hilfsangeboten bei seelischen Krisen entstehen und unter dem Arbeitstitel „Autopilot fürs Mikroskop“ wird der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Erkennung von Krebszellen ausgelotet. Auch die in Schleswig-Holstein bereits erfolgreich im Einsatz befindliche Ersthelfer-App „Meine Stadt rettet“ soll in Mainz von einem interdisziplinären Team weiterentwickelt werden. Denn, so Christian Elser: „Der Bereich Notfallmedizin gehört traditionell zu einem der Fokusbereiche bei den Healthcare Hackathons.“

Daneben sei der Hackathon auch ein „Riesenspektakel für die ganze Familie“: Besucher können beim großen Publikumstag am 6. Juni Roboter in Aktion erleben, künstlicher Intelligenz beim Lernen zusehen, erfahren wie der OP der Zukunft den Operateur mit Live-Einblendungen unterstützt und natürlich den Hackathon-Teams bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen.

Zwei fachliche Aspekte möchte Christian Elsner besonders hervorheben: zum einen das Thema Künstliche Intelligenz. „KI ist heute in aller Munde. Wir wollen zeigen, wie KI uns allen helfen kann wichtige medizinische Fragen zu adressieren und zu lösen. Vor dem Hintergrund eines bundesweiten Fachkräftemangels in der Pflege widmen wir uns zum anderen dem Thema digitale Unterstützungstechnologien für die Pflege. Unsere größte Berufsgruppe ist hier aktiv mit eingebunden, denn sie weiß am besten wo der Schuh drückt und wo einen digitale Unterstützung der Arbeit Sinn macht und wo eben auch nicht.“

Die Universitätsmedizin Mainz veranstaltet den Healthcare Hackathon gemeinsam mit dem Health Innovation Hub des Bundesgesundheitsministeriums (HIH) und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH). „Wir sind stolz darauf, dass eine Kieler Initiative - Europas Healthcare Hackthon - jetzt auch nach Berlin und Mainz exportiert wurde“, so Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, „das Gesundheitswesen erhält einen Innovationsschub, von dem gleichermaßen Patienten, wie auch Ärzte und Pflegekräfte, enorm profitieren. Gemeinsam mit dem Bundesgesundheitsministerium beginnen die Universitätsklinika mit Playern der Medizintechnik und kreativen Newcomern die Reise in die Medizin der Zukunft.“

Prof. Dr. Jörg Debatin, Chairman des Health Innovation Hubs des Bundesgesundheitsministeriums erläutert: „Die Digitalisierung der Medizin schafft ein Mehr an Sicherheit, Gesundheit und Zeit für Ärzte und Pflegende. Dadurch entstehen Freiräume für Empathie sowie die Möglichkeit sich aktiv an Erhalt und Wiederherstellung der eigenen Gesundheit zu beteiligen. Der Healthcare Hackathon ist eine hervorragende Bühne, Lösungen, in denen so viel herausragendes Potenzial steckt, erlebbar, sichtbar und erfassbar zu machen.“

Auch wichtige Industriepartner sind beim Healtcare Hackathon vor Ort: „Wir sind stolz, den Healthcare Hackathon Mainz als technologischer Partner unterstützen zu dürfen. Als Katalysator für KI-Entwicklungen helfen wir dabei, den Innovationskreislauf drastisch zu verkürzen. Unser tiefgreifendes technologisches Knowhow ermöglicht es uns, ausgereiftere KI-Lösungen zu entwickeln. In welcher Form KI eingesetzt wird, hängt vom Anwendungsbereich ab“, sagt etwa Stephan Gillich, Director of Artificial Intelligence – GTM, EMEA Datacenter Group, Intel Deutschland GmbH. „Besonders die intelligente Sprach- und Bilderkennung wird in den nächsten Jahren weiterhin deutliche Fortschritte machen. Chat Bots gewinnen an Präzision und sind vor allem im Endkundenbereich zunehmend präsent. Die Bilderkennung kommt verstärkt in der Medizin zum Einsatz: z.B. Tumore können durch KI schneller erfasst und genauer eingeordnet werden. So wird Ärzten in kürzerer Zeit die Erstellung eines effizienten und zielgerichteten Behandlungsplans ermöglicht.“

Thorsten Gau, CTO IBM Services, erklärt: „IBM unterstützt Healthcare Hackathons seit mehreren Jahren. Begonnen haben wir 2016 in Hamburg, gefolgt 2017 und 2018 im Rahmen der Digitalen Woche Kiel. Innovation findet rum um die IBM Open Health Platform statt. Diese vernetzt die Leitungserbringer im Gesundheitssystem mit ihren Patienten und den Kostenträgern. Wir setzen konsequent auf international erprobte Standards und machen den Patienten zum Souverän seiner Daten. Zwei konkrete Beispiele: In Deutschland bietet die Techniker Krankenkasse die IBM elektronische Gesundheitsakte (eGA) ihren Versicherter unter dem Namen TKsafe an. Der Avatar KIM des UKSH unterstützt Patienten bei der Aufnahme und am Krankenbett."

Die Verlagsgruppe Rhein-Mainz unterstützt mit ihrer Tageszeitung „Allgemeine Zeitung“ den Healthcare Hackathon als Medienpartner. Bernd Koslowski, Mitglied der Geschäftsleitung der VRM, betont "Ich habe mich sehr über die Möglichkeit einer Medienpartnerschaft im Rahmen des Healthcare Hackathon gefreut. Und sehe in dem interdisziplinären Ansatz des Events eine herausragende Chance, um Innovationen den Weg zu ebnen und visionäres Arbeiten zu ermöglichen. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Erfolg und > freue mich auf spannende Impulse und Ideen."

„Digitale Transformation im Gesundheitswesen beginnt immer mit dem Willen der unterschiedlichen Akteure und Professionen sich aufeinander zuzubewegen. Der Healthcare Hackathon bietet genau hierfür einen hervorragenden Rahmen“, erklärt Mark Düsener, Geschäftsführer Telekom Healthcare Solutions.

Neben Wettbewerb, Expertenworkshops und Ausstellungsparcours ist das „Startup-Beach-Bar-Camp“ ein weiteres Highlight: In einer Art „speed dating“ für Start-Ups wird am 5. Juni eine Plattform im Innenhof des Gebäudes 102 geschaffen, bei der sich Start-Ups aus dem Rhein-Main-Gebiet mit Firmen und Hackern vernetzen und interagieren können.

Eine weitere Besonderheit: Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden gleich am 6. Juni den Besuchern präsentiert und die Gewinner von einer Jury ausgewählt und prämiert. Ihnen winkt eine Reise ins Silicon Valley und eine Einladung nach Berlin: „Als Höhepunkt tragen wir die besten Ideen nach Berlin, um sie dort in einem gemeinsamen Event mit dem Bundesgesundheitsministerium weiterzuentwickeln.“

Die Verantwortlichen sehen den Healthcare Hackathon zugleich auch als Auftakt zur digitalen Erneuerung der Universitätsmedizin Mainz – und als diesbezügliches Startsignal nach innen wie nach außen. „Wir sehen eine große Chance darin, uns in diesem Bereich neu aufzustellen und gleichzeitig Mitarbeiter, Partner und Patienten zu motivieren, eigene Digitalideen einzubringen. Hierfür bietet der Hackathon einen idealen Rahmen. Denn Technik soll ja im Klinikalltag vor allem innovative Prozesse ermöglichen, die Arbeit erleichtern und auch Spaß machen“, sagt der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. „Kaum ein anderes Thema ist für die pflegerische und ärztliche Krankenversorgung, aber gleichzeitig auch für Forschung und Lehre in Zukunft so wichtig wie die Digitalisierung.“

 

Weitere Informationen

Die Universitätsmedizin Mainz veranstaltet den Healthcare Hackathon gemeinsam mit dem Health Innovation Hub des Bundesgesundheitsministeriums (HIH), dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sowie verschiedenen hochrangigen Industriepartnern wie IBM, Intel, T-Systems und Google. Als Medienpartner unterstützt die Allgemeine Zeitung Mainz der Verlagsgruppe Rhein-Main (VRM) die Veranstaltung.

Auf dem „Healthcare Hackathon Mainz“ soll dabei zuerst am 5. Juni ein Tag für Mitarbeiter, Start-Ups, Programmierer und Fachexperten stattfinden. Neben einer kurzen Vorstellung des konkreten Zeitplans der digitalen Neuaufstellung der Universitätsmedizin soll dann vor allen Dingen in kleinen gemischten Gruppen im Rahmen eines Wettbewerbs an konkreten und teils schon vorbereiteten Aufgabenstellungen gearbeitet werden.

Am 6. Juni von 10 bis 16.30 Uhr bietet der große Publikumstag Patienten, Interessierten und Medien spannende Einblicke in die Welt der digitalen Medizin.

Informationen sowie ein detailliertes Programm beider Tage können unter www.healthcare-hackathon.de bzw. im Veranstaltungskalender der Universitätsmedizin Mainz eingesehen werden. Infos auch unter twitter.com/healthhackmainz

Bildunterschrift: Digitale Zukunft zum Greifen nah - der "1. Healthcare Hackathon Mainz" macht's möglich!
Foto: Markus Schmidt (Universitätsmedizin Mainz)

Pressekontakt:
Barbara Reinke, Stabsstelle Unternehmenskommunikation Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131/17-7428, Fax: 06131/17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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