Visual Universitätsmedizin Mainz

3. Mai 2017

Internationales Krebsregister Symposium

Daten auswerten – Forschung unterstützen – Krebs bekämpfen

Das Krebsregister Rheinland-Pfalz lud zum ersten „Internationalen Krebsregister Symposium“ in die Akademie der Wissenschaften mit einem anspruchsvollen Programm und hochkarätigen Referenten rund um das Thema Krebsregistrierung und Krebserkrankungen. Mehr als 200 Ärzte und Wissenschaftler aus dem gesamten Bundesgebiet folgten dieser Einladung und erlebten einen Tag mit vielen Informationen über verschiedene Aspekte der Krebsversorgung.

Nachdem am Vormittag von Wissenschaftlern aus Oxford, Turin und Heidelberg übergreifende Aspekte der Krebsregistrierung behandelt wurden, ging es am Nachmittag konkreter um die Versorgung krebskranker Menschen. Parallel zu den Vorträgen am Nachmittag fand zudem eine Melderschulung statt für onkologisch tätige Ärztinnen und Ärzte, die für die Meldungen an das Krebsregister das neue elektronische Melderportal nutzen können. Die Zeit in den Pausen wurde für einen intensiven, fachübergreifenden Austausch genutzt.

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtentäler betonte bereits im Vorfeld der Veranstaltung: „Die neue flächendeckende Krebsregistrierung in Rheinland-Pfalz ist von großer Bedeutung zur Verbesserung der Heilbehandlung, Weiterentwicklung der Qualitätssicherung und Förderung der Versorgungsforschung.“

Auch der Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz, David Langner, unterstrich in seinem Grußwort den Nutzen der Krebsregistrierung zum Wohle der Patientinnen und Patienten sowie der Ärzte- und Wissenschaft: „Meldungen über Therapieverläufe von krebskranken Menschen sind keine Einbahnstraße. Ärztinnen und Ärzte können die Auswertungen und Rückmeldungen des Krebsregisters für die Heilbehandlung der Patientinnen und Patienten nutzen.“

„Seit dem Inkrafttreten des Landeskrebsregistergesetzes zum 1.1.2016 ist schon viel erreicht, aber die künftigen Auswertungen können nur so gut sein, wie die gesammelten Daten“. Daher appellierte die Geschäftsführerin des Krebsregisters, Frau Antje Swietlik, nochmals an alle onkologisch tätigen Ärztinnen und Ärzte, ihrer Meldepflicht zeitnah nachzukommen: „Das Krebsregister unterstützt die Melder auf vielen Wegen technisch und inhaltlich. Wir können unsere Ziele aber nur gemeinsam erreichen mit Hilfe von vollzähligen und qualitativ hochwertigen Daten.“

Auch die Ärztliche Leiterin des Krebsregisters, Frau Dr. med. Sylke Zeißig, betonte die Bedeutung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Krebsregister: „Durch unsere Analysen, die künftig ganz aktuelle Auswertungen ermöglichen werden, können wir auch den Erfolg der bundes-gesetzlich vorgesehenen Screeningmaßnahmen überprüfen“. Die wissenschaftliche Anbindung des Krebsregisters und der Austausch mit Forschern und Wissenschaftlern aus aller Welt auch im Rahmen eines solchen Symposiums sei besonders wichtig, um seriös und verantwortungsvoll mit den sensiblen Daten umzugehen, meinte Frau Dr. Zeißig.

So hat das Symposium sicher dazu beigetragen, ein besseres Verständnis für die wichtige Arbeit eines flächendeckenden Krebsregisters zu schaffen und Forscher und Wissenschaftler über alle Fachgebiete hinweg noch stärker zu vernetzen. „Lassen Sie uns gemeinsam die Krebsregistrierung in Rheinland-Pfalz weiter ausbauen und mit diesem Symposium den Anstoß zu einem intensiven, fachlichen Austausch auf Landesebene geben“, so Staatssekretär Langner.

 

Bildunterzeile: Frau Dr. Sylke Zeißig, ärztliche Leitung des Krebsregisters RLP; Herr Prof. Dr. D. Maxwell Parkin, Schirmherr des Krebsregisters RLP und Referent des Vortrags „Cancer Registration in Africa: past and present“; Frau Swietlik, Geschäftsführerin des Krebsregisters RLP und Klaus Jahn, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (v.l.n.r.).

Pressekontakt:

Karin Stelzner
Krebsregister Rheinland-Pfalz gGmbH
Assistenz der Geschäftsführung
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