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19. February 2018

Neue Selbsthilfegruppe will Krebserkrankten helfen

Regelmäßige Treffen für „Betroffene mit und nach Krebs“ finden in Kooperation mit dem Universitären Centrum für Tumorerkrankungen Mainz statt

Gruppen des Bundesverbandes Frauenselbsthilfe nach Krebs gibt es im gesamten Bundesgebiet. Mit der Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe in Mainz hat sich eine Lücke geschlossen. Jüngst aus der Taufe gehoben, hat die Gruppe „Mainz – Abend – Aktiv“ der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. (FSH) den Anspruch, eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene zu werden. Es handelt sich um eine offene Selbsthilfegruppe, die keine Mitgliedschaft und keine regelmäßige Teilnahme erfordert. Sie trifft sich jeden dritten Donnerstag im Monat von 19.00 bis circa 20.30 Uhr im Universitären Centrum für Tumorerkrankungen Mainz (UCT Mainz) der Universitätsmedizin Mainz (Gebäude 302, Raum 0.006, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Interessenten können sich per Email an jujuschu@web.de oder b.zulehner@frauenselbsthilfe.de wenden. Weitere Informationen gibt es darüber hinaus unter: www.frauenselbsthilfe.de/gruppen/mainz.html.

Die Diagnose Krebs ist für jeden, den sie ereilt ein Schock. Sie trifft Betroffene und Angehörige meist völlig unvorbereitet und löst häufig eine existentielle Krise aus, die sich nicht selten auf alle Lebensbereiche erstreckt. Wichtig ist dann, sich umfangreich über die Erkrankung, deren Therapieoptionen, aber auch über begleitende Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren. Genau dabei will die neue Gruppe „Mainz – Abend – Aktiv“ der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. (FSH) Hilfestellung leisten: Sie zielt darauf ab, Entscheidungshilfen zu geben, den Erfahrungsaustausch betroffener Frauen zu fördern und das Leben mit der Krankheit zu erleichtern.

„Betroffenen ist das Leben nach einer Krebsdiagnose häufig völlig unklar. Sie wissen vielfach nicht, wohin sie den nächsten Schritt setzen sollen. Wir Mitglieder der FSH haben diese Erfahrung schon gemacht. Deshalb unterstützen wir andere Betroffene bei der Suche nach ihrem ganz persönlichen Weg im Umgang mit der Krankheit“, so Marita Debnar, stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. der Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. (FSH) und Mitbegründerin der Gruppe „Mainz – Abend – Aktiv“. „Mit unseren vielfältigen Erfahrungen möchten wir Betroffene und Angehörige ermutigen, selbst aktiv zu werden, nicht in Passivität oder Ohnmacht zu verfallen und ihr Leben mit der Erkrankung zu gestalten.“ Die neue Selbsthilfegruppe, die zukünftig von Bettina Zulehner und Judith Schubert geleitet wird, versteht sich als Anlaufstelle für alle Patienten mit oder nach einer Tumorerkrankung – unabhängig davon, in welcher Praxis oder welchem Krankenhaus sie behandelt wurden oder werden.

Zurzeit besteht diese Gruppe aus Frauen im Alter von 30 bis 70 Jahren. „So vielfältig sind auch unsere monatlichen Treffen: Wir nehmen uns Zeit für den Gedankenaustausch, wir werden Vorträge zu verschiedenen Themen hören, wie z.B. Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten, sozialrechtliche und psychoonkologische Aspekte sowie Ernährung, und Sexualität“, erklärt Judith Schubert. „Und natürlich werden wir auch inspirierende und heitere Treffen veranstalten und es uns "einfach mal gut gehen lassen!" Abhängig von den Interessen der Teilnehmerinnen möchten wir auch gemeinsame Aktivitäten planen.“

Die neue Selbsthilfegruppe wurde in Kooperation mit dem Brust- und Gynäkologischen Krebszentrum der Universitätsmedizin Mainz gegründet. Dieses ist Teil des zertifizierten Onkologischen Zentrums im UCT Mainz und für die Behandlung von gynäkologischen Krebsarten zuständig. Die neue Selbsthilfegruppe möchte zusätzlich über die Kooperation mit dem UCT Mainz auch erste Anlaufstelle für Patienten während eines Klinikaufenthaltes sein. Vor diesem Hintergrund finden die Treffen jeden 3. Donnerstag im Monat in den Räumlichkeiten der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz statt.

Bildunterzeile: Bettina Zulehner und Judith Schubert leiten die neue Selbsthilfegruppe

Kostenfreie Verwendung des Fotos unter Angabe der Quelle: Marita Debnar

 

Pressekontakt

Oliver Kreft, Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz, Tel. 06131  17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Frauenselbsthilfe nach Krebs

Die FSH ist eine der größten und ältesten Krebs-Selbsthilfeorganisation in Deutschland. Sie verfügt bundesweit über ein dichtes Netz an regionalen Gruppen, über ein Forum im Internet (https://forum.frauenselbsthilfe.de), eine Telefonberatung und über Netzwerkangebote für junge, an Krebs erkrankte Frauen sowie Männer mit Brustkrebs. Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen, die an Krebs erkrankt sind, und auch deren Angehörigen.
Weitere Informationen zur FSH unter: www.frauenselbsthilfe.de

 

Das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen Mainz

Das UCT Mainz ist das führende überregionale Zentrum für Krebserkrankungen in Mainz, in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus. Am UCT Mainz arbeiten alle onkologisch tätigen Einrichtungen der Universitätsmedizin Mainz fächerübergreifend zusammen, um Krebspatienten das komplette Spektrum an Diagnostik, Therapie und Nachsorge „aus einer Hand“ anzubieten. Krebspatienten werden am UCT Mainz auf höchstem klinischem und wissenschaftlichem Niveau betreut und erhalten ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot. Um Patienten in ganz Rheinland-Pfalz eine bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, baut das UCT Mainz kontinuierlich sein onkologisches Netzwerk aus und ist Ansprechpartner und Referenzzentrum für zahlreiche Partnerkliniken und -Praxen.
Weitere Informationen zum UCT Mainz unter: www.unimedizin-mainz.de/uct

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de