DRUCKEN

26. February 2018

Steigende Transplantationszahlen an der Universitätsmedizin Mainz

Insbesondere Leber- und Gewebetransplantationen haben sich sehr positiv entwickelt

Die Universitätsmedizin Mainz konnte im zurückliegenden Jahr einen Anstieg bei den Transplantationszahlen verzeichnen: 52 Lebertransplantationen hat die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Transplantationschirurgie (AVTC) der Universitätsmedizin Mainz im letzten Jahr vorgenommen. Auch bei den Stammzell- und Hornhauttransplantationen ist die Entwicklung positiv.

„Entgegen dem bundesweiten Trend konnten wir in 2017 im Vergleich zum Vorjahr mehr Spenderlebern und Spendernieren transplantieren. Das ist auch ein Beleg unserer Leistungsfähigkeit auf diesem wichtigen medizinischen Feld, in dem wir uns in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich steigern konnten“, sagt der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.

Bei den Lebertransplantationen lag die Anzahl 2015 noch bei 36, im Folgejahr waren es 48 und im letzten Jahr schließlich 52. Auch die Zahl der Nierentransplantationen (sowohl von Lebend- als auch postmortalen Spendern) konnte mit insgesamt 33 in 2017 gegenüber 2016 um 10 gesteigert werden. Die positive Tendenz zeigt sich auch bei den Stammzell- und Hornhauttransplantationen: Wurden 2015 noch 202 Hornhäute transplantiert, so waren es im nachfolgenden Jahr bereits 225 und im letzten Jahr sogar 248. Mit 162 Stammzelltransplantationen im vergangenen Jahr wurden in diesem Bereich so viele Transplantationen bei Patienten mit hämatologischen Erkrankungen vorgenommen wie noch nie zuvor (2015: 148, 2016: 144). Innerhalb eines Zehnjahreszeitraums kam es sogar nahezu zu einer Verdopplung. Denn 2008 lag die Zahl der Stammzelltransplantationen bei 89.

Auf Bundesebene war die Anzahl bei den Lebertransplantationen (von verstorbenen Spendern) in den letzten drei Jahren laut Eurotransplant rückläufig: Waren es 2015 noch 846 Lebertransplantationen, so ging ihre Anzahl in 2016 auf 826 und in 2017 auf 760 zurück. Ein ähnlicher Verlauf zeigt sich in Gesamtdeutschland bei den Nierentransplantationen: In 2015 lag die Zahl der Nierentransplantationen (von verstorbenen Spendern) bei 1550, in 2016 bei 1497 und im letzten Jahr bei 1364.

„Bei den Vollorgan-Lebertransplantationen sind wir laut Eurotransplant bundesweit an dritter Stelle. Hier kommt uns natürlich zugute, dass wir Exzellenzzentrum für Leberchirurgie sind und uns daher Patienten aus ganz Deutschland und anderen Nationen großes Vertrauen entgegen bringen“, betont der Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Transplantationschirurgie und Leiter des universitäten Transplantationszentrums, Univ.-Prof. Dr. Hauke Lang. „In erster Linie sind unsere hohen Lebertransplantationszahlen allerdings darauf zurückzuführen, dass wir sehr viele Patienten, die ein neues Organ benötigen, aus der hiesigen Region, aber auch aus ganz Rheinland-Pfalz und den benachbarten Bundesländern zugewiesen bekommen. Hohe Transplantationszahlen sind nur möglich, wenn entsprechend viele für eine Transplantation in Frage kommende Personen in einem Zentrum behandelt werden und auf ein Organ warten.“ Das sei an der Universitätsmedizin Mainz, nicht zuletzt durch die Etablierung des Cirrhose Centrums gegeben. „Durch die Gründung des Cirrhose Centrums im Jahr 2014 sind die Vorstellungszahlen von Patienten mit Leberzirrhose deutlich gestiegen. Dies beinhaltet auch die schwerstkranken Patienten, die zeitnah einer Therapie bedürfen“, so der Direktor der I. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Peter Galle. „Insgesamt ist der Zuspruch auch Ausdruck der sehr guten Ergebnisse nach Lebertransplantation in den letzten Jahren hier in Mainz“, ist der Direktor der AVTC überzeugt. Für den Anstieg bei den Nierentransplantationen gibt es ähnliche Gründe. Auch da ließen sich in den vergangenen Jahren solide Strukturen entwickeln, die den positiven Trend Professor Lang zufolge begünstigt haben.

„Die positive Entwicklung wollen wir natürlich unbedingt fortschreiben und sehen dafür gute Voraussetzungen am Standort Mainz. Denn Organtransplantation ist Teamwork, und in unserem Transplantationszentrum arbeiten zahlreiche Spezialisten unterschiedlicher Fachrichtungen interdisziplinär und sehr engmaschig zusammen“, weiß der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand Professor Pfeiffer.

 

Ansprechpartner
Univ.-Prof. Dr. Hauke Lang, MA, FACS
Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Transplantationschirurgie (AVTC)
Universitätsmedizin Mainz
Telefon 06131  17-2370
E-Mail:  hauke.lang@unimedizin-mainz.de

Pressekontakt

Oliver Kreft, Stabsstelle Unternehmenskommunikation Universitätsmedizin Mainz,
Telefon 06131  17-7424, Fax 06131  17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de