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19. February 2018

Tumormedizin heute und morgen – Vernetzte Versorgung und Forschung im UCT Mainz

Fortsetzung der Reihe „Medizin: Faszination Forschung” der Universitätsmedizin Mainz und Medizinische Gesellschaft Mainz am 21. Februar

Im Rahmen der Vortragreihe „Medizin: Faszination Forschung“ dreht sich am 21. Februar 2018 alles um das Thema „Tumormedizin heute und morgen“. Die Referenten sind allesamt für das Universitäre Tumorzentrum (UCT) der Universitätsmedizin Mainz tätig. Beim Themenabend geben sie einen Überblick über Strukturen sowie Arbeitsabläufe im UCT. Die interdisziplinäre Behandlung von Patienten verdeutlichen sie beispielsweise anhand von Fallbeispielen. Darüber hinaus stellen sie den Stellenwert der experimentellen und klinischen Forschung für die Weiterentwicklung der Tumormedizin dar. Ein weiteres Thema werden Kooperationen und die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen sein. Die Veranstaltung beginnt um 19.15 Uhr und findet im Hörsaal der Chirurgie der Universitätsmedizin Mainz statt (Geb. 505H, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz). Der Eintritt ist frei. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Krebs! – Kaum eine Diagnose ist bei den Menschen gefürchteter. Wenige Krankheiten greifen so weitreichend in das Leben der Betroffenen und ihrer Familien ein wie ein Tumorleiden. Gründe dafür sind die unsicheren Heilungschancen und die damit verbundene potentiell begrenzte Lebenszeit. Die Erkrankung selbst und die erforderliche Therapie schränken zudem wesentlich die Lebensqualität ein.

Im Gegensatz zu früher ist die Diagnose aber nicht mehr mit einem nahenden Tod gleichzusetzen. Denn kaum ein Gebiet in der Medizin hat sich in den letzten 20 Jahren so erfolgreich weiterentwickelt wie die Tumormedizin. Grundlage hierfür waren Erkenntnisse und Technologien der Molekularbiologie und der Medizintechnik. Dies betrifft bildgebende Verfahren, verfeinerte, mit Navigation ausgestattete Operationstechniken und minimal-invasive Verfahren sowie insbesondere die Charakterisierung von Tumoren als auch die zunehmende Tumorspezifische Arzneimittelbehandlung. Auch haben wissenschaftlichen Fortschritte in der Genetik, der Biologie und der Immunologie zu einem tiefen Verständnis der Tumorentstehung und den Wirkungsmechanismen von Tumortherapien geführt. Dies ermöglicht eine wirksamere, selektivere und nebenwirkungsärmere Behandlung von Krebspatienten. Hinzu kommt eine umfassendere Behandlungsperspektive: Bei der Entscheidungsfindung für die individuelle Therapie fließen heutzutage auch verstärkt die Bedürfnisse der Patienten mit ein. Zudem sind Psychologen, Schmerz- und Sporttherapeuten sowie Palliativärzte bereits bei Diagnosestellung miteingebunden, was sich sehr positiv auf die Lebensqualität der Patienten auswirken kann.

Damit die Fortschritte den Erkrankten zugutekommen, braucht es viele Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten, also ein interdisziplinäres Team mit ausgewiesenem Spezialwissen. Zudem ist es wichtig, dass die aufwendigen und teuren Technologien zur Anwendung kommen und zentral allen Tumorpatienten über Fachgrenzen hinaus zur Verfügung stehen. Dies erfordert Strukturen, die die interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht nur ermöglicht, sondern auch fördert. Zudem gilt es, mit Forschungsprojekten dazu beizutragen die Patientenversorgung zu verbessern.

Deshalb wurde 2011 in der Universitätsmedizin Mainz das Universitäre Zentrum Mainz (UCT) gegründet. Die Deutsche Krebshilfe zeichnete es 2016 als Onkologisches Spitzenzentrum aus. Die geschaffenen Strukturen bilden optimierte Voraussetzungen für universitäre Tumormedizin. Patientenbedürfnisse sowie bestmögliche, individualisierte Behandlung nach neuesten Erkenntnissen und patientenorientierte Forschung stellen die wichtigsten Ziele des interdisziplinären Expertenteams dar. Dies verdeutlicht auch der nächste Themenabend der Reihe „Faszination Forschung“.

Als Vertreter der Presse sind Sie herzlich willkommen!

Wir bitten um redaktionellen Terminhinweis und -ankündigung im Veranstaltungskalender!

 

Weiterer Termin in diesem Semester:
21. März 2018: Digitalisierung und Innovation in Forschung und Lehre

Mittwoch, 30.04.2014

Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. med. Theodor Junginger e. m.,
Vorsitzender der Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Telefon: 06131 17-4168, Fax: 06131 17-5516, E-Mail:  junginger@uni-mainz.de

 

Pressekontakt:

Barbara Reinke, Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Telefon: 06131 17-7428, Fax: 06131 17-3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

 

Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V.
Die Medizinische Gesellschaft Mainz e.V. ist ein Verein zur Förderung und Verbreitung medizinwissenschaftlicher Erkenntnisse. Nicht nur Ärzte, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen über aktuelle medizinische Themen durch Vorträge informiert werden. Mehr Infos zu den Veranstaltungen und das Programm der Gesellschaft finden Sie im Internet unter: http://www.mg-mainz.de/aktuelles.html