Visual Universitätsmedizin Mainz

2. Mai 2018

Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner geht in den Ruhestand

Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz feierlich verabschiedet

(v.l.n.r.): Dr. Birgit Pfeiffer und die Vorstandsmitglieder Dr. Hans-Jürgen Hackenberg, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer und Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann verabschieden Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner (Bildmitte) in den Ruhestand

Die seit 2003 amtierende Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner geht in den Ruhestand. Heute hielt sie ihre Abschiedsvorlesung. Diese wurde von einer feierlichen Verabschiedung durch den Vorstand der Universitätsmedizin Mainz und Wegbegleitern der renommierten Strahlenepidemiologin eingerahmt.

Nach Jahrzehnten voller nationaler und internationaler Aktivitäten im Strahlenschutz, vielen Forschungsarbeiten im Bereich der Strahlenepidemiologie und einer 15 Jahre währenden Amtszeit als Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz geht Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner in den Ruhestand.

„Mit dem Amtsende von Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner endet eine sehr fruchtbare Schaffensperiode am Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universitätsmedizin Mainz. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland setzte sich von Anbeginn für das in Deutschland relative junge Fach Epidemiologie ein. Mit ihren Forschungen zu biometrischen Methoden in der Epidemiologie und epidemiologischen Untersuchungen zu strahleninduzierten Tumoren erlangte sie nationales und internationales Renommee“, so der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. „Zudem leistete sie wertvolle Beiträge für eine verbesserte Krebsregistrierung in Deutschland. Dass die gesammelten Daten für Forschungszwecke genutzt werden können, war ihr ebenfalls ein wichtiges Anliegen.“

„Biometrie, Epidemiologie, Krebsepidemiologie und Strahlenforschung – das waren die Schwerpunkte des wissenschaftlichen Schaffens von Professorin Blettner. Unter ihrer Leitung hat das IMBEI herausragende statistische und biometrische Kompetenzen entwickelt. Somit hat sie zusammen mit ihrem Team zur wissenschaftlichen Profilbildung der Universitätsmedizin Mainz und zu ihrer Bedeutung als attraktiven Wissenschaftsstandort beigetragen“, betont Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz. „In diesem Zusammenhang ist auch ihre Unterstützung für den 2004 eingerichteten und am IMBEI angesiedelten postgradualen Studiengang ‚Master of Science in Epidemiologie‘ für Hochschulabsolventen aus der Medizin, den Naturwissenschaften oder Sozialwissenschaften zu erwähnen.“ 

Dass sich Professorin Blettner darüber hinaus auch in der Frauenförderung erfolgreich engagierte, zeigte die Gleichstellungsbeauftragte für wissenschaftlich Beschäftigte der Universitätsmedizin Mainz Dr. Birgit Pfeiffer auf. In ihrer Rede bedankte sie sich sehr herzlich im Namen der Wissenschaftlerinnen an der Universitätsmedizin Mainz dafür, dass Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner das Mentoring-Programm der Universitätsmedizin Mainz „MeMentUM“ mitgegründet hat und vielen Frauen den Weg in eine Führungsposition erleichtert hat.

Zur Person
Professorin Dr. Maria Blettner studierte von 1972 bis 1978 an der Universität Dortmund Statistik im Hauptfach mit den Nebenfächern Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Sie arbeitete zunächst dort als wissenschaftliche Assistentin und danach bei der International Agency for Research on Cancer (IARC), WHO, in Lyon, Frankreich. 1985 bis 1988 folgte als Special Expert im Bereich Radiation Epidemiology ein Aufenthalt am National Cancer Institute in Bethesda, USA. Von 1988 bis 1989 war Maria Blettner Dozentin für Medizinische Statistik am Department of Statistics and Department of Community Health der Universität Liverpool, UK. Anschließend arbeitete sie als Statistikerin und Epidemiologin in der Abteilung für Epidemiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Von 1997 bis 1999 folgte ein weiterer Forschungsaufenthalt bei der IARC in Lyon.1999 nahm sie den Ruf auf die C4-Professur für Epidemiologie und Medizinische Statistik an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld an.

Im Oktober 2003 wechselte Professorin Maria Blettner als Direktorin des Instituts für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) an die Universitätsmedizin Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte waren biometrische Methoden in der Epidemiologie und epidemiologische Untersuchungen zu strahleninduzierten Tumoren.

Neben diesem Amt war Blettner in zahlreichen Gremien im Bereich Strahlenforschung aktiv. Unter anderem war sie mehrere Jahre Mitglied und Vorsitzende der Strahlenschutzkommission (SSK), stellvertretende Vorsitzende der Radarkommission im Bundesverteidigungsministerium und Mitglied in der Internationalen Strahlenschutzorganisation (ICRP). Darüber hinaus gehörte sie dem Fachausschuss Versorgungsforschung der Deutschen Krebshilfe an, war Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer, der Ethikkommission der Ärztekammer Rheinland-Pfalz und im Beirat des Zentrums für Krebsregisterdaten beim Robert Koch-Institut. Zudem war sie als Fachredakteurin beim Deutschen Ärzteblatt und als Gutachterin bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) tätig. Des Weiteren ist Professorin Blettner Mitglied des Expertenbeirats vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA).

Weitere Informationen:
Bildunterschrift (v.l.n.r.): Dr. Birgit Pfeiffer und die Vorstandsmitglieder Dr. Hans-Jürgen Hackenberg, Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer und Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann verabschieden Univ.-Prof. Dr. Maria Blettner (Bildmitte) in den Ruhestand
Foto: Thomas Böhm

Pressekontakt:
Barbara Reinke, Stabsstelle Unternehmenskommunikation, Universitätsmedizin Mainz,
Tel. 06131 / 17 7428, Fax 06131 / 17 3496, E-Mail:  pr@unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.400 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

Kontakt

Stb. Unternehmens­kommunikation

Tel. 06131 17-7428
Fax 06131 17-3496

 E-Mail

Sie finden uns in Gebäude 301 im 1. OG.