Visual Universitätsmedizin Mainz

14. November 2017

Universitätsmedizin Mainz feiert Richtfest für den Neubau Transfusionszentrale und MTAL-Schule

Es geht voran! Auf 3700 Quadratmetern wird ein weiterer Teil des Baumasterplans Realität

Freudige Gesichter beim Richtfest für den Neubau Transfusionszentrale und MTAL-Schule

Für die Universitätsmedizin Mainz ist eines ihrer grundlegenden strategischen Instrumente ihre bauliche Entwicklung. Für den derzeit fortschreitenden Neubau der Transfusionszentrale mit integrierter Lehranstalt für medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (MTAL-Schule) feierten der Vorstand der Universitätsmedizin Mainz und der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und Aufsichtsratsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz Prof. Dr. Salvatore Barbaro gemeinsam mit den Architekten, Fachingenieuren, Handwerkern sowie zahlreichen Baubeteiligten und den künftigen Nutzern heute das Richtfest.

An exponierter Stelle und für jedermann gut erreichbar, entsteht auf der Fläche des ehemaligen Parkplatzes der Zahnklinik am Augustusplatz, zwischen der Langenbeckstraße und Am Römerlager gelegen, der Neubau für eine zentrale Versorgungseinrichtung der Universitätsmedizin Mainz: die Transfusionszentrale. Ebenfalls in den 21,6 Millionen Euro teuren Neubau einziehen wird die Lehranstalt für medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (MTAL-Schule).

Nach seiner Fertigstellung steht den zukünftigen Nutzern eine Fläche von 3.700 Quadratmetern auf vier Stockwerken zur Verfügung. Ins Erdgeschoss zieht die Schule für medizinisch-technische Laborassistenten ein. Die 1. Etage wird die Entnahmestellen für die Blutspender und das Therapiezentrum Hämapheresen mit acht Betten beherbergen. Labore, Kühllager, Herstellungs- und Verarbeitungsbereiche von Blutprodukten sowie die Transplantations-Immunologie werden sich nach Baufertigstellung in der 2. Etage der Transfusionszentrale befinden, und die 3. Etage ist insbesondere für Büros und Seminarräume vorgesehen. Dort könnte auf lange Sicht auch eine zukünftige Knochenmarkspendedatei Platz finden.

„Die neue Transfusionszentrale mit der angeschlossenen MTAL-Schule, in deren Rohbau wir heute stehen, ist Bestandteil der strategischen Entwicklung unserer Universitätsmedizin. Sie ist eine zentrale Versorgungseinrichtung und wird den neuen Ansprüchen an eine hohe Versorgungsqualität mit gleichzeitig wirtschaftlich optimierten Ablaufprozessen gerecht. Durch das übergreifende Konzept sichern die Verantwortlichen der Unimedizin und das Land Rheinland-Pfalz auch in den nächsten Jahren die Grundlage für eine zukunftsfähige Krankenversorgung, Forschung und Lehre sowie die Ausbildung von Spitzenpersonal. Das Land stellt hierfür mehr als 21 Millionen Euro zur Verfügung“, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Staatsekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro.

„Die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz ist sowohl für unsere Patienten, als auch für die regionale und überregionale Blutversorgung von immenser Bedeutung. In dem modernen Neubau kann sie ihre Prozesse besser optimieren, den aktuellsten Anforderungen – auch an die Versorgungsqualität – gerecht werden und sich hervorragend weiterentwickeln“, betont der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. „Von den neuen Räumlichkeiten wird auch die MTAL-Schule profitieren. Für unsere Schülerinnen und Schüler wird die Ausbildung somit noch attraktiver. Das ist wichtig, denn die MTAL-Schule weist in diversen Bereichen inhaltliche Überschneidungen mit der Transfusionszentrale auf und stellt auch deshalb einen wichtigen Bestandteil des Ausbildungskonzeptes der Universitätsmedizin Mainz dar.“

Der Leiter der Transfusionszentrale und Ärztliche Leiter der MTAL-Schule Prof. Dr. Walter Hitzler betont: „Ich freue mich sehr, dass uns für unser in den letzten Jahrzehnten stark gewachsenes Aufgabenspektrum mit dem Neubau auch eine annähernd doppelt so große Fläche wie bislang zur Verfügung stehen wird. Für uns bietet sich mit dem Neubau mehr Entwicklungspotential für künftige Anforderungen an die Arzneimittelherstellung, für die Behandlung von Patienten mit modernsten Verfahren im neuen Therapiezentrum Hämapheresen und für den wissenschaftlichen Forschungssupport. Und auch für unsere MTAL-Schule mit ihren zwei ausbildungsintegrierten Lehrangeboten bedeutet der Neubau einen enormen Zugewinn: Erstmals seit ihrem 70-jährigen Bestehen finden sowohl die theoretische als auch die praktische Ausbildung unter einem Dach statt.“

Die zentrale, interdisziplinäre, medizinische und letztlich auch gesellschaftliche Bedeutung der Transfusionszentrale und der MTAL-Schule drückt sich auch in der Wahl des Grundstücks aus: „Das neue Gebäude steht städtebaulich sehr bedeutend vor den Toren des historischen Zentralgebäudes der Universitätsmedizin Mainz und ergänzt den Augustusplatz mit einer prägnanten, zeitgemäßen Platzwand. Wie selbstverständlich baut die Transfusionszentrale so eine ‚neue medizinische Achse‘ zur Universitätsmedizin Mainz auf“, erläutert Prof. Linus Hofrichter, geschäftsführender Gesellschafter des Architekturbüros a|sh sander.hofrichter architekten GmbH.

Der Einzug in das neue Gebäude ist für Anfang 2019 geplant.


Bildunterzeile:
Freudige Gesichter beim Richtfest für den Neubau Transfusionszentrale und MTAL-Schule (v.l.n.r.): Marion Hahn (Pflegevorstand Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dipl.-Ing. Architekt Prof. Linus Hofrichter (sander.hofrichter architekten GmbH), Dr. Elke Frank (Kaufmännischer Vorstand), Susanne Kamps (Leiterin der MTAL-Schule der Universitätsmedizin Mainz), Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann (Wissenschaftlicher Vorstand), Univ.-Prof. Dr. Norbert Pfeiffer (Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand), Prof. Dr. Salvatore Barbaro (Staatssekretär im MWWK und Aufsichtsratsvorsitzender der Universitätsmedizin Mainz), Prof. Dr. Walter Hitzler (Leiter der Transfusionszentrale) und Dipl. Ing. Architekt Markus Rank (Leiter Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) Niederlassung Mainz) (v.l.n.r.)

Bildquelle: Markus Schmidt (Universitätsmedizin Mainz)


Über die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz:

Die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin versorgt über den eigenen Bedarf der Universitätsmedizin Mainz hinaus rund um die Uhr umliegende Krankenhäuser und rund 50 niedergelassene Ärzte mit Blut und Blutkomponenten von Dauerblutspendern der Einrichtung. Bei Versorgungsengpässen hilft sie auch anderen Blutspendendiensten mit Blutkonserven aus. Die Anzahl der in der Transfusionszentrale getätigten Vollblutspenden liegt derzeit bei rund 75.000.

Um die Sicherheit der Blutpräparate zu erhöhen, entwickeln die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Transfusionszentrale darüber hinaus neue Tests, beispielsweise auf den Hepatitis-E-Virus oder den West-Nil-Virus. Ein weiteres, besonderes Aufgabenfeld stellt die Herstellung aus Eigenblut gewonnener, sogenannter autologer Serumaugentropfen dar.

Das Team der Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz steht an sechs Tagen in der Woche im Hochhaus Augustusplatz, 1.OG, Zi. 100, 55131 Mainz, für Blutspenden bereit: montags, mittwochs und freitags von 8 bis 16 Uhr, dienstags und donnerstags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 11 Uhr. Darüber hinaus bietet das Blutspendeteam auch immer wieder Außentermine in Mainz und den umliegenden Gemeinden an.
Weitere Informationen: www.unimedizin-mainz.de/transfusionszentrale/

 

Über die MTAL-Schule:

Die MTAL-Schule der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bildet seit über 70 Jahren erfolgreich qualifizierte MTAL aus. Die Absolventen sind sowohl universitätsintern als auch von externen Einrichtungen begehrte Fachkräfte. Jährlich im Oktober beginnen 48 Schülerinnen und Schüler die dreijährige Ausbildung zur „Staatlich anerkannte/r medizinisch-technische/r Assistentin/Assistent in der Laboratoriumsmedizin“. Darüber hinaus bietet die MTAL-Schule der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zwei ausbildungsintegrierte Lehrangebote: Zum einen können die Schüler schon während ihrer Ausbildung eine integrierte Fachqualifikation erwerben, die es ihnen ermöglicht, nach der Ausbildung auch als Zytologieassistent/in in der gynäkologischen Diagnostik zu arbeiten. Zum anderen können die angehenden Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten während ihrer Ausbildung parallel an der Hochschule Kaiserslautern den Studienabschluss „Bachelor of Science Medizin- und Biowissenschaften (MBW)“ erwerben.

Weitere Informationen: www.unimedizin-mainz.de/mtal/uebersicht.html

 

Kontakt:
Prof. Dr. Walter Hitzler,
Leiter der Transfusionszentrale und Ärztlicher Leiter der MTAL-Schule der Universitätsmedizin Mainz, Telefon: 06131 / 17-3211, Fax 06131 / 17-6651, E-Mail: hitzler@uni-mainz.de

 

Pressekontakt:

Barbara Reinke, Stabsstelle Unternehmenskommunikation der Universitätsmedizin Mainz,
Tel. 06131 / 17-7428, Fax 06131 / 17-3496, E-Mail: pr@unimedizin-mainz.de

 

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige medizinische Einrichtung der Supramaximalversorgung in Rheinland-Pfalz und ein international anerkannter Wissenschaftsstandort. Sie umfasst mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen, die fächerübergreifend zusammenarbeiten. Hochspezialisierte Patientenversorgung, Forschung und Lehre bilden in der Universitätsmedizin Mainz eine untrennbare Einheit. Rund 3.300 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz ausgebildet. Mit rund 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Universitätsmedizin zudem einer der größten Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Wachstums- und Innovationsmotor. Weitere Informationen im Internet unter www.unimedizin-mainz.de

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