Visual Universitätsmedizin Mainz

Depressionsambulanz

Leitung

Herr Univ.-Prof. Dr. med. K. Lieb
Frau Dr. med. S. Kayser

Mitarbeiter

Frau Dr. med. A. Engel
Herr Dr. med. M. Kloß

Kontakt

Tel. 06131 17-7340

Montags – Donnerstags, 9.00-13.00 Uhr und von 13.30-16.00 Uhr
Freitags, 9.00–13.00 Uhr   

 ambulanz.psychiatrie@unimedizin-mainz.de

Sprechstundenzeiten

nach Vereinbarung

Anmeldung

Die Anmeldung erfolgt als Überweisung durch niedergelassene Fachärzte für Psychiatrie.

Hintergrund, Aufgaben und Ziele

Die Depressionsambulanz dient der Diagnostik und Planung der ambulanten, bzw. stationären Therapie für Mainzer und überregionale Patienten mit depressiven Erkrankungen.

In Deutschland leiden etwa 4 Million Menschen an einer Depression. Weltweit sind Depressionen die häufigste Ursache für mit Behinderung gelebte Lebensjahre. In den Industrieländern gehen durch keine andere Erkrankung mehr gesunde Lebensjahre verloren als durch Depressionen. Bei den Betroffenen führen Depressionen zu erheblichem Leiden und häufig zu Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Dieser großen klinischen Bedeutung steht ein erhebliches diagnostisches und therapeutisches Defizit gegenüber. Eine wichtige Ursache hierfür ist die Tatsache, dass Depressionen sich sehr unterschiedlich äußern können. Patienten mit Depressionen beklagen zunächst häufig körperliche Beschwerden, für die dann jedoch keine körperlichen Ursachen gefunden werden können. Weitere Symptome wie niedergedrückte Stimmung, Antriebsminderung, Konzentrationsstörungen, negative Zukunftsgedanken, Schuldgefühle und Lebensüberdrussgedanken werden häufig erst im Rahmen einer eingehenden Untersuchung festgestellt. Im Rahmen der Untersuchung durch spezialisierte Ärzte können die vorhandenen Beschwerden als Depression erkannt und gegen andere Erkrankungen abgegrenzt werden. Nach erfolgter Diagnostik wird eine Empfehlung zur Therapiestrategie erarbeitet, mit dem Patienten und dem überweisenden Arzt abgestimmt.  

Das Behandlungsangebot richtet sich auch an Patienten mit therapieresistenter Depression (TRD), bzw. an Ärzte, die Patienten mit TRD behandeln und eine Zweitmeinung zur diagnostischen Einschätzung oder der Therapie wünschen. Wird durch mindestens zwei adäquat durchgeführte medikamentöse Behandlungsversuche keine Remission erreicht, ergibt sich der Verdacht auf eine therapieresistente Depression (TRD). Bei Verdacht auf TRD ist immer eine so genannte „Pseudotherapieresistenz“ auszuschließen, bei der die fehlende Besserung auf andere Ursachen als auf ein Versagen der adäquat durchgeführten antidepressiven Behandlung zurückzuführen ist. Wichtige potenzielle Ursachen der Pseudotherapieresistenz sind z.B. inadäquate Therapie, Fehldiagnosen, psychiatrische Begleiterkrankungen, körperliche Begleiterkrankungen und die Einnahme von Medikamenten, die depressive Syndrome fördern und/oder aufrecht erhalten können. Zur Erfassung dieser Einflussfaktoren erfolgt eine detaillierte und strukturierte Evaluation der bisherigen Therapiestrategie, der Diagnose sowie potentieller Begleiterkrankungen. Nach erfolgter Diagnostik wird eine Empfehlung zur Therapiestrategie erarbeitet und mit dem Patienten und dem überweisenden Arzt abgestimmt.