Visual Universitätsmedizin Mainz

Station 6

Stationszimmer: 06131 17-3059
Ärzte und Psychologen: 06131  17-2920
Patiententelefon: 06131 17-2840  
E-Mail:  station6-ps@unimedizin-mainz.de

Anmeldung für die stationäre Aufnahme:
Information/Pforte der Klinik: 06131 17-2920

Die Station 6 (17 Betten) ist eine offene, gemischt-geschlechtlich geführte Station, auf der alkoholabhängige Patienten (mit und ohne komorbide Störungen), Patienten mit Abhängigkeit von illegalen Drogen und Patienten mit allgemein-psychiatrischen Störungen behandelt werden.

Der therapeutische Schwerpunkt der Station liegt auf der qualifizierten Entzugsbehandlung alkoholabhängiger Patienten. Ziel der Behandlung ist es, den körperlichen, psychischen und sozialen Zustand der Betroffenen zu verbessern und den Patienten zu einer Aufnahme einer weiterführenden Therapie zu motivieren. Die pharmakologische Behandlung des Alkoholentzugssyndroms mit Clomethiazol oder Diazepam wird durch eine verhaltenstherapeutisch orientierte Gruppen- und Einzeltherapie und durch eine umfassende Diagnostik auf Alkoholfolgeerkrankungen ergänzt.

Patienten mit einer Abhängigkeit von illegalen Drogen wird eine individuell adaptierte, qualifizierte Komplett- oder Teilentzugsbehandlung angeboten. Die Behandlungsbedingungen sind in einem speziellen Behandlungsvertrag geregelt. Zu den eingesetzten Therapieverfahren gehören u.a. die opiatgestützte Entgiftungsbehandlung (mit Buprenorphin oder Levo-Methadon) und die nicht opiatgestützte Entgiftungsbehandlung mit Clonidin und symptombezogener Begleitmedikation und die fraktionierte Benzodiazepinentgiftung. Zur Linderung der Entzugsbeschwerden werden ergänzend körperbezogene Therapien, wie z.B. Bäder mit ätherischen Ölen angeboten. In Abhängigkeit vom Krankheitsverlauf kann auch eine Opiatsubstitutionstherapie eingeleitet werden. Neben ärztlicher und pflegerischer Einzelbetreuung, sind eine verhaltenstherapeutisch orientierte Motivationsgruppe, das Training suchtmittelfreier Freizeitgestaltung und Sozialarbeit Teile des Therapiekonzeptes. Weitere ergänzende Therapiemaßnahmen sind Ergotherapie, Bewegungstherapie, Konzentrationstraining, Entspannungstherapie und Soziales Kompetenztraining (SKT).

Die Behandlungszeit bei alkoholabhängigen Patienten beträgt im Falle einer Regelbehandlung ca.14 Tage, bei schweren Verlaufsformen, Komorbidität und psychosozialen Schwierigkeiten auch bis zu 6 Wochen. Bei Opiatentgiftung vorher substituierter Patienten dauert die Behandlung ca. 4-6 Wochen, bei reiner Heroinabhängigkeit ca. 2-3 Wochen, bei Entgiftung von Benzodiazepinen 4 – 8 Wochen, die Behandlung von Patienten mit Amphetamin- und Kokainabhängigkeit 4 Wochen, ggf. auch länger.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, niedergelassenen Ärzten, Suchtfachkliniken und psychiatrischen und nicht-psychiatrischen Kliniken im Umfeld, so dass eine Verzahnung unterschiedlicher Behandlungsangebote zur Verfügung steht.