Strukturqualität
Strukturqualität beschreibt die Behandlungsbedingungen, die die Patienten in einem Krankenhaus vorfinden. Darunter versteht man die Anzahl, Ausbildung und fachliche Qualifikation des Personals, die räumliche Ausstattung und die Ausstattung mit medizinischen Geräten. Die Ermittlung des Personalbedarfs in psychiatrischen Einrichtungen wird durch die Psychiatrie-Personalverordnung (PsychPV) geregelt. Darüber hinaus ist die organisatorische Struktur der Einrichtung und die Einbindung in die medizinische Versorgungsstruktur für die Strukturqualität eines Krankenhauses von zentraler Bedeutung. Für die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Johannes-Gutenberg Universität Mainz gibt die Darstellung der Klinik auf der Internet-Homepage einen umfassenden Überblick über die gute personelle und technische Ausstattung der Klinik und über die Position des Hauses hinsichtlich der Versorgung psychisch erkrankter Menschen in Mainz und überregional in Rheinland-Pfalz. Über Spezialambulanzen werden hoch-spezialisierte Anlaufstellen für spezielle Krankheitsbilder angeboten. Wir unterhalten enge wissenschaftliche Kooperationen mit nationalen und internationalen Forschungspartnern.
Prozessqualität
Die Prozessqualität umfasst mit den Kriterien der Aufnahmeindikation, der Qualität der diagnostischen Einordnung und der durchgeführten Therapiemaßnahmen, ob die Behandlung lega artis nach den aktuellen medizinischen und wissenschaftlichen Standards durchgeführt wird. Zur Prozessqualität gehören die Durchführung regelmäßiger Visiten, interne Fallkonferenzen und die Einhaltung von Behandlungsleitlinien. Darüber hinaus werden in unserer Klinik für die wichtigen Krankheitsbilder Schizophrenie, affektive Erkrankungen (depressive und manische Erkrankungen), dementielle Erkrankungen und Borderline-Persönlichkeitsstörung spezielle Behandlungsprogramme angeboten.
Ergebnisqualität
Das wichtigste Qualitätsmerkmal ist die Ergebnisqualität, die Variablen wie die Dauer der Behandlung, die Besserung oder Remission der Erkrankung, die Arbeitsfähigkeit, das subjektive Wohlbefinden und das Rückfallrisiko umfasst. Die Ergebnisqualität wird einerseits von den Behandlern eingeschätzt, ist aber zu einem Großteil von der Bewertung der Patienten geprägt. Neben der Dokumentation des Behandlungserfolges durch die in der Klinik tätigen Berufsgruppen setzen wir deshalb Fragebögen und Skalen ein, anhand derer die Patienten ihren subjektiven Eindruck von der Erreichung des Behandlungszieles und der Besserung der Symptomatik angeben können.
