Info zum Therapeutischen Drug Monitoring
Warum Therapeutisches Drug Monitoring?
Medikamentöse Therapien werden üblicherweise über die Dosis gesteuert. Mit der „richtigen“ Dosis soll eine optimale klinische Besserung erzielt werden, möglichst ohne dass dabei unerwünschte Arzneimittelwirkungen auftreten. Entscheidend ist dabei die Konzentration des Arzneimittels, die den Wirkort erreicht, im Falle von Psychopharmaka das Gehirn. Insbesondere wegen der individuell unterschiedlichen Ausstattung der Leber mit Arzneimittel abbauenden Enzymen können die Wirkstoffkonzentrationen im Blut bei gleicher Dosis von Patient zu Patient erheblich variieren. Letztere korrelieren in der Regel sehr gut mit den Konzentrationen am Wirkort. Daher hat es sich für viele Medikamente bewährt, die Dosis mithilfe von Blutspiegelmessungen einzustellen, durch Therapeutisches Drug Monitoring (TDM). TDM umfasst nicht nur die Bestimmung der Wirkstoffkonzentrationen, sondern es umfasst einen Prozess der mit der Indikation für TDM beginnt und nach der Laboranalyse und Interpretation des Messwertes mit der Therapieentscheidung beim Patienten endet. TDM ist in erster Linie etabliert für Arzneimittel mit enger therapeutischer Breite etabliert, so z.B. Digoxin oder Ciclosporin A, aber auch für Lithium, trizyklische Antidepressiva oder das Antipsychotikum Clozapin.

- Einsatz von Therapeutischem Drug Monitoring (TDM) für die Dosisoptimierung. Nach Verabreichung einer üblichen Dosis können für zu niedrige, optimale oder zu hohe Wirkspiegel im Blut resultieren. Bei zu niedrigen Blutspiegeln wir keine erwünschte Wirkung erzielt, wohingegen es bei zu hohen Blutspiegeln zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW) kommen kann. Wird die Dosis bei Patienten mit zu niedrigen oder zu hohen Blutspiegeln TDM-geleitet angepasst und steigt die Wahrscheinlichkeit einer Besserung und es sinkt das Risiko einer UAW.
