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Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
 

Arzneimittelkombinationen in der Psychopharmakotherapie

Die meisten psychiatrischen Patienten erhalten mehrere Medikamente zu gleicher Zeit. Dabei kann es zu Arzneimittelwechselwirkungen kommen. Man unterscheidet pharmakodynamische und pharmakokinetische Wechselwirkungen. Dabei kann es zu einer Wirkverstärkung oder –abschwächung kommen. Sie können therapeutisch nützlich und sinnvoll sein, oftmals sind sie allerdings riskant, im Extremfall kann es zu einer schwerwiegenden unerwünschten Arzneimittelwirkung (UAW) kommen. Wechselwirkungen sind komplex und nicht ohne weiteres aus der Kombination ableitbar. Insbesondere wenn viele Medikamente kombiniert werden, ist dies kaum vorhersehbar. Stationäre psychiatrische Patienten werden im Mittel mit 3 bis 4 Medikamenten behandelt, bei Patienten über 65 Jahren sind es im Mittel 5, nicht selten sogar 10. Bei Kombination von 10 Wirkstoffen sind 45 Wechselwirkungen zu überdenken. Ein Hilfsmittel zur Handhabung von Kombinationsbehandlungen ist ein Internet-basiertes Programm PsiacOnline (http://www.psiac.de/), entwickelt von Dr. G. Eckermann, Kaufbeuren, Prof. Dr. Dr. E. Haen, Regensburg, Dr. M. Dobmeier, Regensburg, Prof. Dr. Christoph Hiemke, Mainz, verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung, und A. Haas, Regensburg und A. Köstlbacher, Regensburg, verantwortlich für die technische Gestaltung. Das Programm wird von den Autoren ständig aktualisiert und über den Springer-Verlag vertrieben.

Arzneimittelinteraktion in der Praxis

Nach Eingabe der Arzneimittel, die ein Patient erhält oder erhalten soll, zeigt das Programm, mit welchen Interaktions-Effekten zu rechnen ist, welche Mechanismen den Wechselwirkungen zugrunde liegen und mit welchen Maßnahmen mögliche Risiken minimiert werden können.

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