Visual Universitätsmedizin Mainz

Sektion Forensische Psychiatrie und Psychotherapie

Leitung

Herr Univ.-Prof. Dr. med. W. Retz

Tel. 06131 17-5133

 wolfgang.retz@unimedizin-mainz.de

Sekretariat: 

Frau K. Manz

Tel. 06131 17-8329

Fax 06131 17-3386

 kirsten.manz@unimedizin-mainz.de

Sozial- und verwaltungsrechtliche Begutachtungen:

Frau Dr. med. M. Graf-Morgenstern

Mitarbeiter

Herr Dr. med. S. Davydenko

Frau M.Sc.Psych. P. Gregorio Hertz

Herr Dipl.-Psych. M. Müller

Herr Dr. med. Dr. biol. hum. Dipl.-Psych. D. Turner

Frau Dr. med. A. Vieth

Die forensische Psychiatrie und Psychotherapie ist ein Spezialgebiet der Allgemeinpsychiatrie, das sich mit rechtlichen Fragen beschäftigt, die sich im Zusammenhang mit psychiatrischen Erkrankungen ergeben. Die Aufgaben der forensischen Psychiatrie liegen zum einen in der Beantwortung spezifischer Begutachtungsfragen in den verschiedenen Rechtsgebieten und Verwaltungsbereichen, zum anderen beschäftigt sie sich mit der Aufklärung und Behandlung von solchen psychischen Störungen, die in besonderer Weise mit sozial-, verwaltungs-, zivil- und strafrechtlichen Regelungen interferieren. Im Überschneidungsbereich rechtlicher und medizinischer Fragen kommt der forensischen Psychiatrie somit eine wichtige gesellschaftliche Funktion zu, die einerseits den Interessen der Allgemeinheit, andererseits den individuellen Bedürfnissen psychisch kranker Menschen verpflichtet ist.

Vor diesem Hintergrund wurde an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz 2013 eine Professur für forensische Psychiatrie und Psychotherapie eingerichtet. Die zentralen Aufgaben der Professur liegen in

  • der Erforschung von Ursachen und der Behandlung forensisch relevanter psychischer Störungen
  • der Ausbildung und Nachwuchsförderung im Bereich der forensischen Psychiatrie und Psychotherapie
  • der Erstellung von forensisch-psychiatrischen Expertisen und der kompetenten Beratung von Justiz und Verwaltung in psychiatrischen Fragen

Forschung

Im Mittelpunkt der forensisch-psychiatrischen Forschung an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie stehen psychopathologische Störungsmuster und psychische Störungen, die hinsichtlich der Entwicklung sozialer Anpassungsstörungen und delinquentem Verhalten von Bedeutung sind. Hierzu gehören vor allem impulsives und aggressives Verhalten, Störungen der Emotionsregulation, Persönlichkeitsstörungen, sowie die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Methodisch und inhaltlich wird das Ziel verfolgt, die im Umfeld der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie vorhandenen psychiatrischen und psychologischen Forschungskompetenzen für die Untersuchung auch aus kriminologischer Sicht relevanter Fragestellungen nutzbar zu machen. Folgende Forschungsschwerpunkte sind besonders hervorzuheben:

  • Neurobiologische Korrelate aggressiv-impulsiven Verhaltens und emotionaler Regulationsstörungen
  • Interaktionen genetischer und Umweltfaktoren für die soziale Anpassung und die Entstehung aggressiv-gewalttätigen Verhaltens
  • Bedeutung von ADHS für die Entwicklung unterschiedlicher Formen delinquenten Verhaltens

Kooperationspartner

  • Institut für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie der Universität des Saarlandes (Prof. Dr. Rösler),
  • Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsmedizin Mainz (Prof. Dr. Huss), 
  • Labor für Psychiatrische Neurobiologie der Psychiatrischen Universitätsklinik Würzburg (Prof. Dr. Reif).