Visual Universitätsmedizin Mainz

DDR-Vergangenheit und psychische Gesundheit: Risiko- und Schutzfaktoren (DDR-PSYCH)

Team

Leitung:
Prof. Dr. rer. biol. hum. Elmar Brähler
Univ.-Prof. Dr. rer. med. Manfred Beutel
Dr. phil. nat. Ana Nanette Tibubos

Mitarbeiter_innen:

M. Sc. (Psych.) Arieja Farugie (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)
M. Sc. (Psych.) Ayline Heller (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
M. Sc. (Psych.) Bjarne Schmalbach (Projektkoordinator, Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

B. Sc. Leslie Clair (Wissenschaftliche Hilfskraft)
Alina Kähler (Wissenschaftliche Hilfskraft)

Forschungsgegenstand

Das gesellschaftlich-politische System der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) bleibt auch nach fast 30 Jahren vereintem Deutschland ein wesentlicher Bezugspunkt für die Analyse von Prozessen, die auf gesellschaftlicher, sozialer und individueller Ebene ablaufen –sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern. Insbesondere die Auswirkungen der DDR auf die psychische Gesundheit und deren Messbarkeit ist bislang unzureichend beforscht. Daher wurde das interdisziplinäre Verbundprojekt DDR-PSYCH ins Leben gerufen, welches an Hand profunder Längsschnittdatensätze die Auswirkungen von DDR-spezifischen Erfahrungen auf psychisches Befinden im zeitlichen Verlauf untersucht. Auch Faktoren, die möglicherweise nachhaltig zur individuellen psychischen Resilienzförderung beigetragen haben könnten, werden gezielt untersucht. Unter den Kooperationspartnern befinden sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, das Robert Koch-Institut, die Universität Greifswald, die Universität Leipzig sowie das Zentrum für audiovisuelle Produktion (ZAP) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Laufzeit: April 2019 - März 2023

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF/01UJ1911, Gesamtvolumen ca. 1.653.916,48 €

Projektwebseiten:

Teilprojekte

Universitätsmedizin Mainz: Binnenmigration als Risiko- und Schutzfaktor

Das Teilprojekt der Universitätsmedizin Mainz beinhaltet als Leitungszentrum des Verbundes die Koordination der einzelnen Teilprojekte betreffend inhaltlich-analytischer Aspekte (z.B. übergreifende Datenanalysen), Nachwuchsförderung (z.B. Summer School, Vernetzung und wissenschaftliche Förderung der Jungwissenschaftler_innen), Öffentlichkeitsarbeit und Wissensvermittlung.

Zudem wird in diesem Teilprojekt die Binnenmigration (Ost-West- & West-Ost-Migration) als Risiko- und Schutzfaktor für psychische Gesundheit wissenschaftlich beleuchtet. Hierzu sollen drei Datenquellen genutzt werden: 1) Sekundäranalysen von Daten der Kohortenstudie „Gutenberg Health Study“ (GHS) 2) Sekundäranalysen von Daten bisheriger Repräsentativbefragungen durchgeführt vom „Unabhängigen Service für Umfragen, Methoden und Analysen“ (USUMA) und 3) eine neue Repräsentativbefragung von USUMA, welche die Datenlücken der vorhandenen Datenquellen im Gesamtverbund gezielt füllen sollen.

Daten von fünf großen, bevölkerungsbasierten Studien, die sowohl auf querschnittlichen als auch längsschnittlichen Befragungen basieren, werden gemeinsam analysiert. Die Studien sollen zunächst einzeln und anschließend übergreifend nach koordinierten Plänen ausgewertet werden. Es werden multivariable Zusammenhangsmuster der psychischen Gesundheit unter Berücksichtigung sozial- struktureller Einflüsse des DDR-Systems und transgenerationaler Einflüsse ermittelt.

Projekte der Verbundpartner

  • Sozio- ökonomische Lebensverläufe im Übergang von DDR zur Bundesrepublik – Brüche, Kontinuität und die Auswirkung auf das psychische Wohlbefinden (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung)
  • DDR-Vergangenheit, soziale Lage und Auswirkungen auf die psychische und psychosoziale Gesundheit (Robert Koch-Institut)
  • Biographische Übergänge, psychosoziale Ressourcen und subjektive Lebensqualität (Universität Greifswald)
  • Flucht, Vertreibung und Traumatisierung (Universitätsmedizin Greifswald)
  • Audiovisueller Wissenschaftstransfer, Medienentwicklung und – produktion (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)
So erreichen Sie uns:

Untere Zahlbacher Str. 8
55131 Mainz

Telefonische Sprechzeiten:

Mo - Do 08.00 – 16.00 Uhr
Fr         08.00 – 13.00 Uhr

Tel. 06131 17-7381
Fax 06131 17-6439 

Lageplan (Pdf , 1,4 MB)