Visual Universitätsmedizin Mainz

Abgeschlossene Forschungsprojekte


1. Entwicklung praxistauglicher Modelle zur internetbasierten Nachsorge für beruflich belastete Patienten der stationären medizinischen Rehabilitation

Hauptziel der Arbeiten der Nachwuchsforschergruppe war es, praxistaugliche Modelle zur internetbasierten Nachsorge für beruflich belastete Patienten der stationären medizinischen Rehabilitation zu entwickeln und damit einen entscheidenden Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit der medizinischen Rehabilitationserfolge zu leisten. Dazu wurden Fragen zu (a) dem Bedarf und der Akzeptanz, (b) den Wirkfaktoren und Prozessmerkmalen sowie (c) der Implementierung von internetbasierten Nachsorge-Interventionen untersucht.

Laufzeit:
2013-2016

Förderung:
Illa und Werner Zarnekow-Stiftung für Rehabilitationsforschung

Publikationen:

Becker, J., Zwerenz, R., Johansson, R., Frederick, R. J., Andersson, G., & Beutel, M. E. (2016). Using a transdiagnostic, psychodynamic online self-help intervention to maintain inpatient psychosomatic treatment effects: Study protocol of a feasibility study. Internet Interventions, 5, 30-35.

Hennemann, S., Beutel, M. E., & Zwerenz, R. (2016). Drivers and Barriers to Acceptance of Web-Based Aftercare of Patients in Inpatient Routine Care: A Cross-Sectional Survey. Journal Medical Internet Research, 18(12), e337.

Hennemann, S., Beutel, M. E., & Zwerenz, R. (2017). Ready for eHealth? Health Professionals' Acceptance and Adoption of eHealth Interventions in Inpatient Routine Care. Journal of Health Communication, 22(3), 274-284.

Hennemann, S., Beutel, M. E., & Zwerenz , R. (im Druck). „Morbus Google“ vs. e-Health: Qualitative Untersuchung zur Akzeptanz und Implementierung von Online-Nachsorge in der stationären Rehabilitation. Die Rehabilitation.


Internet:

2. Entwicklung und Evaluation einer indikationsübergreifenden internetbasierten Nachsorgemaßnahme zur Verbesserung der beruflichen Reintegration.

Als Nachsorgemaßnahme nach einer medizinischen Rehabilitation wurde eine internetbasierte Intervention zur Unterstützung bei der beruflichen Reintegration nach stationärer medizinischer Rehabilitation (Gesundheitstraining Stressbewältigung am Arbeitsplatz: GSA-Online) entwickelt. Um die Akzeptanz und Wirksamkeit einer solchen Nachsorge zu untersuchen, sind N=664 beruflich belastete Patienten im Rahmen einer multizentrischen randomisiert-kontrollierten Studie untersucht worden. Sie wurden, nachdem sie stationär das bewährte GSA-Training absolviert hatten, in eine Interventions- und Kontrollgruppe randomisiert. Im Anschluss an den Klinikaufenthalt absolvierte die eine Hälfte der Patienten das Interventionsprogramm, das primär aus einer wöchentlichen Schreibaufgabe bestand, die von einem Onlinetherapeuten kommentiert wurde. Die Aufgaben thematisierten insbesondere Interaktionen am Arbeitsplatz. Die Kontrollgruppe hatte Zugang zu verschiedenen Informationsbroschüren zu gesundheitsrelevanten Themen. Die Intervention hatte einen positiven Einfluss auf die subjektive Erwerbsprognose der Patienten. Auch beim Erleben und Verhalten im Umgang mit beruflichen Belastungen zeigt sich, dass die Patienten der Interventionsgruppe zur Katamnese mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit sowie mehr Lebenszufriedenheit berichten. Im Hinblick auf die psychische Gesundheit und häufige psychische Belastungen (Depression, Ängstlichkeit, Stress, Somatisierung, Panikattacken) zeigt sich ebenfalls der positive Einfluss der Intervention. Etwa die Hälfte der Interventionsgruppenpatienten war mit der Intervention zufrieden und 75% haben die Intervention genutzt.

Patienten der Interventionsgruppe haben auf vielen Ebenen von der Teilnahme am Programm profitiert und wiesen zum Ende der Intervention ein leicht geringeres Risiko für eine Frühberentung auf als die Kontrollgruppe. Das Konzept der Onlinenachsorge mit wöchentlichen Schreibaufgaben stellt indikationsübergreifend eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Nachsorgemaßnahmen dar, die meist mit mehr Aufwand, sowohl auf Seiten des therapeutischen Personals als auch auf Seiten der Patienten, verbunden sind.

Laufzeit:
2010-2014

Förderung:
Deutsche Rentenversicherung Bund im Förderschwerpunkt "Nachhaltigkeit durch Vernetzung"

Publikationen:

Zwerenz, R., Gerzymisch, K., Edinger, J., Holme, M., Knickenberg, R. J., Spörl-Dönch, S., . . Beutel, M. E. (2013). Evaluation of an internet-based aftercare program to improve vocational reintegration after inpatient medical rehabilitation: study protocol for a cluster-randomized controlled trial. Trials, 14(1), 26.

Zwerenz, R., Becker, J., Gerzymisch, K., Siepmann, M., Holme, M., Kiwus, U., . . . Beutel, M. E. (2017). Evaluation of a transdiagnostic psychodynamic online intervention to support return to work: A randomized controlled trial. PloS one, 12(5), e0176513.

Internet:

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